Der schnellste Lotus aller Zeiten ist auch der schnellste Lotus aller Zeiten auf dem Ring ...

Lotus hat ein Händchen für sportliches Understatement.

Die Briten haben ihr neues 3-Eleven-Leichtgewicht jetzt zur Nordschleife des Nürburgrings gekarrt. Was denkt ihr, wie Lotus diesen gefürchteten Rundkurs nennt? „Die Grüne Hölle“ oder vielleicht „21-Kilometer-Angst“?

Nein, in Hethel spricht man von einem „altehrwürdigen Testgelände“. Klingt irgendwie nach einer entspannten Partie Golf, oder nicht?

Vielleicht schlägt hier etwas Selbstbewusstsein des Herstellers durch, denn das neue Klebereifen-Heckflügel-Trackmobil ohne echte Windschutzscheibe sieht ganz schön flink aus. Und das ist es auch. Während der etwa 2000 Test-Kilometer – diese entsprechen in etwa 95 Runden – hat der 3-Eleven eine Bestzeit von 7:06 Minuten erreichen können.

Den Sitz im 3-Eleven teilten sich während der ausgedehnten Testfahrten der Hethel-Fahrgestell-Guru Gavin Kershaw und Lotus-Testfahrer Mark Basseng. In diesem Video seht ihr, wie der 3-Eleven die Strecke in Angriff nimmt. Außerordentlich spritzig.

Ringbestzeiten sind aber immer mit Vorsicht zu genießen, das zeigt auch das 3-Eleven-Testergebnis. Lotus hatte die Strecke nämlich nicht für sich alleine, sondern verlor immer wieder Zeit im höllischen Verkehr. So sind die 7:06 Minuten eine Addition der jeweils besten Zeiten aus dem ersten und dem zweiten Streckenabschnitt.

Trotzdem ist diese theoretisch errechnete Zeit des 900 Kilogramm leichten 3-Eleven zwei Sekunden schneller als die des Nissan GT-R Nismo und verdammt nah dran an den 6:59 Minuten des Lamborghini Aventador SV.

Lotus meint, dass sie die 3-Eleven-Zeit in einem ungehinderten Lauf auf runde sieben Minuten herunterschleifen können.

Es sieht so aus, als wäre der 3-Eleven auf dem Ring schwer unter Kontrolle zu halten. Uns fallen auf der Buckelpiste vor allem die Federwege auf … durch ihre Abwesenheit.

Übrigens: „Nur“ 456 PS aus einem 3,5-Liter-V6-Aggregat mit Kompressoraufladung stehen dem Lotus zur Verfügung, um gegen die Hypercar-Anführer der Ringbestenliste anzustinken. Die reichen ihm aber, um in 3,1 Sekunden Tempo 100 zu erreichen und bis zu 290 km/h schnell zu werden.

 

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