Sollten wir in diesen bewegten Zeiten vielleicht doch endlich vom Diesel auf den Plug-in-Hybrid umsteigen?

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Was haben wir denn hier?

Es ist der geliftete Mitsubishi Outlander PHEV. Ein Plug-in-Hybrid-SUV, das laut Herstellerangaben gerade einmal 1,8 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen soll und dabei lächerlich wenig (42 Gramm) CO2 emittiert.

Okay, wir wissen alle, dass die offiziellen Verbrauchstests nicht aussagekräftig sind – vor allem nicht bei Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen ...

Die rein elektrische Reichweite soll rund 50 Kilometer betragen, so kann der fünfsitzige Allradler zumindest in der Arbeitswoche als reines Elektroauto genutzt werden. Am Wochenende schaltet man dann den Benziner dazu.

Der Alte war nicht so gut, oder? Wie ist dann der Neue?

Die Hardware des PHEVs blieb identisch: Ein Zweiliter-Benziner mit 121 PS wird von zwei E-Motoren (an jeder Achse einer) mit jeweils 82 PS unterstützt. Die Elektrizität kommt aus Akkus, die im Fahrzeugboden verstaut sind. Die Batteriepakete sind jetzt zudem kompakter gepackt.

Ja, der Outlander besitzt eine neue Frontpartie, einen klügeren Innenraum und mehr Technik – Beispiele sind da LED-Scheinwerfern oder eine 360-Grad-Kamera –, aber die großen Baustellen waren die Reduzierung der Lautstärke, der Vibrationen und der Rauheit. Die Federung wurde revidiert und Schallschutzglas verbaut.

Außerdem hat Mitsubishi an der Aerodynamik gearbeitet, denn wenn der Verbrenner ausgeschaltet ist, dann stören nur noch die Windgeräusche. Damit die Luft sanfter um den Wagen strömt, machte man sich an den Spiegeln, den Türkanten und Säulen zu schaffen.

Hat es was gebracht?

Es macht jetzt deutlich mehr Spaß, Zeit im Outlander PHEV zu verbringen. Wenn ihr völlig elektrisch in Ortschaften unterwegs seid, dann ist es im Innenraum leiser als leise.

Nervig ist immer noch das gewöhnungsbedürftige CVT-Getriebe, das seine Arbeit aufnimmt, wenn sich der Benziner zuschaltet, aber der Motor ist deutlich weniger aufdringlich geworden, vor allem, weil er in den meisten urbanen Fahrsituationen aus bleibt.

Der Outlander ist sogar etwas bissiger geworden. Das Softwareupdate, das den Verbrauch und den CO2-Ausstoß marginal verringerte, lässt das geliftete SUV auch stolze zwei Sekunden schneller auf 40 km/h beschleunigen. Wenn man beim Ariel Atom eine solche Verbesserung vornehmen würde, könnte er wahrscheinlich durch die Zeit reisen.

 

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Auch wenn der Innenraum mit mehr Leder und etwas mehr Luxus aufwartet, ein deutsches Premium-Produkt bleibt besser. Na gut, der Outlander ist deutlich günstiger als diese Konkurrenten ...

Also sollte ich einen kaufen?

Mindestens 35.990 Euro müsstet ihr investieren. Ein Outlander mit Dieselmotor und Allradantrieb ist hingegen 5500 Euro günstiger.

Nun ja, normalerweise fahren wir hier die Kauf-dir-lieber-ein-Diesel-statt-die-Hybrid-Version-Linie, aber der VW-Skandal wirft momentan die generelle Frage auf, ob der Dieselmotor wirklich der aktuell beste und grünste Lösungsansatz ist.

Bei Plug-in-Fahrzeugen müsst ihr wissen, ob euch dieser Schuh passt. Wenn ihr regelmäßig über 100 Kilometer lange Strecken zurücklegt, dann ist der Outlander PHEV nichts für euch. Wenn ihr aber meist nur einen Arbeitsweg von rund 30 Kilometer fahren müsst und ihr eine Lademöglichkeit für die Nacht habt, dann solltet ihr zuschlagen und den Ökoschuh mal ausprobieren.

 

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