In die Premium-Marke hineingeliftet, aber die Französische Revolution blieb vorerst aus ...

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Sieht wie ein Citroën DS4 mit neuer Front aus …

Er sieht so aus, weil es so ist. Außer das es sich hierbei nun nicht mehr um einen Citroën DS4 handelt. Er ist jetzt ein DS Automobiles 4 – oder ein DS[Leerzeichen]4, wenn euch das lieber ist.

Wir fragen uns warum? Nun ja, der DS 4 gehört zu dem großen Citroën-Plan, DS als eigene Premium-Marke zu etablieren. Bis jetzt wurde der 5 geliftet und dabei auch jeglicher Citroën-Erkennungsmerkmale beraubt. Der DS 4 ist der nächste in der Reihe. Er erhielt die gleiche Behandlung.

Was hat sich also geändert?

Vor allem die Front des DS 4, aber es gibt auch neue Technik-Spielereien, neue Motoren und einige neue Styling-Optionen.

Doch darüber solltet ihr euch keine Gedanken machen, denn wir hadern immer noch mit dem Gesamtkonzept, denn der DS 4 benötigt eine genaue Einordnung. Er ist ein Schrägheck-Kompaktwagen, aber ihr könnt niemand Ausgewachsenen auf der Rückbank sitzen lassen, weil die Türen und die Fenster winzig sind und die Dachlinie jegliche Kopffreiheit raubt.

Ihr sitzt sehr hoch und es fühlt sich fast so an, als ob man in einem Crossover sitzt, der DS 4 ist aber kein Crossover. Außer wir sprechen über die Modellvariante Crossback, dann könnte man die Beschreibung durchgehen lassen. Ein Coupé? DS könnte euch das glauben lassen. Wir sind nicht überzeugt.

Crossback?

Der Crossback ist ein DS 4 mit 30 Millimeter mehr Bodenfreiheit und dem typischen Outdoor-Klimbim für mehr Abenteuer im und außerhalb des urbanen Raums.

Mehr Höhe ergibt mehr Neigung, oder?

Nicht so sehr, wie ihr das vielleicht erwartet. Der Crossback neigt sich zwar etwas mehr als das DS-4-Kompaktwagen-Coupé, aber nicht so sehr, um das Fahrerlebnis zu trüben. Das Fahrwerk ist weder zu hart noch zu weich. Es ist nicht unkomfortabel, aber es hätschelt die Insassen nicht so umfangreich, wie man es von einem Kompakt-Premium-Coupé-Crossover-Schrägheck-Etwas erwarten würde.

Und wie sieht es mit dem Standard-DS-4 aus?

Genauso unverbindlich, aber etwas reservierter. Er fährt sich ähnlich wie der Crossback. Das große Lenkrad mit hydraulischer Servounterstützung lässt den DS 4 zu Beginn und bei niedrigen Geschwindigkeiten etwas schwerfällig wirken. Fakt ist, dass sich das gesamte Fahrzeug groß und schwer anfühlt – was allerdings kein negativer Kritikpunkt ist.

Aber den gewichtigen DS 4 durch Kurven zu schmeißen, solltet ihr demnach wirklich sein lassen.

Ist der Innenraum denn gut?

Wenn wir ehrlich sein sollen, wirkt alles ein bisschen veraltet, aber mit dem optionalen Leder lässt sich diesem Trend ganz gut gegensteuern. Das Infotainment-System läuft auf dem gleichen Betriebssystem wie vor dem Facelift, aber jetzt sind noch Apple CarPlay und Android Auto integriert.

Es gibt eine wunderbare Panorama-Windschutzscheibe, Massagesitze und Anzeigen, die auf Knopfdruck die Farbe wechseln (ihr habt die Wahl zwischen weiß, violett, violetter und am violettesten). Alles fühlt sich gut verarbeitet an.

Motoren?

Wir sind zwei DS 4 gefahren – eine Version mit 211-PS-Benziner, die ihr bestimmt nicht kaufen werdet und eine mit 180 PS starkem Dieselmotor, die ihr vielleicht kauft.

Der Benziner ist nicht die beste Wahl für den DS 4. Es handelt sich bei dem Aggregat um den gleichen 1,6-Liter-Benziner, wie ihn PSA auch im 208 GTi verbaut. Der Motor macht den DS 4 zum flinken Feger, keine Frage, aber er ist laut, unglaublich unökonomisch und passt einfach nicht zu einem ruhigen Gallier.

Der Zweiliter-Diesel ist da zwar besser, aber immer noch nicht auf dem Level der Klassen-Konkurrenz-Produkte. Ihr könnt den Selbstzünder nur mit Automatik bekommen. Diese Kombination ist dem DS 4 gut auf den Leib geschneidert.

Der Kickdown verläuft zwar … einfach ausgedrückt etwas „plötzlich“, aber im Großen und Ganzen lässt sich die Nummer vier sehr geschmeidig bewegen. Mit 4,3 Liter wird übrigens der Durchschnittsverbrauch angegeben.

Sollte ich einen kaufen?

Der DS 4 hat dieses französische und leicht anziehende Flair. Und einige Details (denn es dreht sich alles nur um Details), die ziemlich elegant sind. Für einige unter euch wird der Wagen andersartig, stilvoll und französisch genug sein, um mindestens 23.990 Euro (der Crossback steht ab 25.490 Euro beim Citroën-Händler) auszugeben.

Der Großteil wird allerdings nicht mutig genug für die Modelle sein.

Daten: 1598 ccm, 4-Zylinder-Turbobenziner, Frontmotor, Frontantrieb, 211 PS, 285 Nm, 5,9 l/100 km, 138 g/km CO2, 0-100 km/h in 8,4 s, 235 km/h Spitze, 1388 kg, 28.090 Euro

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