Ein Kompaktsportler der vernünftigeren Art

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Ist das der Golf GTI von Kia? Für wenig Geld?

Jepp. Wie der Rest der Cee’d- und Pro_Cee’d-Palette, hat auch die GT-Version eine Auffrischung zur Lebensmitte bekommen. Sie ist dezent – die Scheinwerfer und Aluräder haben sich verändert, und die Karosserie wurde marginal aerodynamischer. Aber der alte GT war ohnehin schon ziemlich gut, egal ob man sich den dreitürigen Pro_Cee’d oder den fünftürigen Cee’d ausgesucht hatte.

Und was ist sonst noch neu?

Der GT bekommt das bremsenbasierte Torque Vectoring aus dem normalen Cee’d, es gibt größere Bremsen und der Motor erhielt eine leichte Überarbeitung. Das sind gute Nachrichten, denn der 1,6-Liter-Turbobenziner war immer eine der schwächeren Komponenten des GT.

Hat er jetzt mehr Leistung?

Nein, aber der Turbo selbst ist neu, er arbeitet mit höherem Druck, was für mehr Drehmoment tief im Drehzahlkeller sorgt. Der Motor dreht auch bereitwilliger hoch und macht mehr Spaß.

Während Leistung und Maximaldrehmoment unverändert sind, sanken die CO2-Emissionen ein kleines bisschen, und der Tempo-100-Sprint wird jetzt mit 7,6 Sekunden minimal schneller absolviert.

In einer Welt mit 250 und bald sogar 350 PS starken Focus-Modellen sticht der GT im Autoquartett nicht immer, aber von der Papierform abgesehen, ist er wirklich ziemlich schnell. Und wie beim normalen Cee’d, passen die anderen Komponenten gut zu der Gangart.

Wie meinst du das?

Er ist straffer gefedert als die anderen Cee’ds, aber nicht so frivol hart wie manche Konkurrenten, und der Grip ist nicht so unbarmherzig. Letzteres könnte man als Kritik auffassen, aber beim GT passen Leistung und Grip besser zusammen als bei einigen anderen Kompaktsportlern.

Der GT bietet nicht das allerhöchste Kompaktsportler-Erlebnis, aber man fährt ihn gerne. Und es ist erfrischend, dass man sich hier nicht mit Unmengen von Fahrmodi herumschlagen muss. Das Fahren ist erfreulich einfach: Es gibt ausschließlich Handschaltung, und die Traktionskontrolle könnt ihr mit einem Knopfdruck abschalten.

Aber wofür ist dieser GT-Knopf am Lenkrad gut?

Da hast du aber genau hingeguckt. Damit schaltet man den TFT-Tacho von der traditionellen analogen auf eine besser lesbare digitale Form um. Aber die Taste lässt auch eine unwillkommene Neuerung des Facelifts von der Leine: einen Soundgenerator.

Diese Geißel der modernen Elektronik “verbessert” wie bei vielen sportlichen Fahrzeugen den Motorsound, indem eine verstärkte Version ins Auto abgestrahlt wird. In der Stadt oder bei Reisegeschwindigkeit simuliert dies aber nur ein Loch im Auspuff. Der Wagen ist nicht langweiliger, wenn ihr den Knopf einfach ignoriert.

Noch was Besonderes?

Jede Menge nettes Zeug ist verfügbar, komfortable Recaro-Sportsitze sind Serie, ein Einparkassistent, diverse aktive Sicherheitssysteme und eine Lenkradheizung sind optional verfügbar.

Nicht erhältlich ist – leider – eine GT-Version des Kombis. Das ist eine verpasste Chance, da der GT ein Kompaktsportler der vernünftigen Art ist, der auf eine gelassene Art und sieben Jahre Garantie setzt statt auf Sportdifferenziale und machomäßige Leistungsdaten.

Das denke ich auch …

Der Schmerz wird gelindert durch mehr neue Kias mit GT-Logo. Der kommende Sportage und der Rio erhalten ebenfalls Hochleistungsversionen. Kia nimmt euren Bedarf an richtigen Fahrerautos ernst – sogar ein Coupé mit Hinterradantrieb ist geplant.

 

Daten: 1591 ccm, 4-Zylinder-Turbobenziner, Frontmotor, Frontantrieb, 204 PS, 265 Nm, 7,4 l/100 km, 170 g/km CO2, 0-100 km/h in 7,6 s, 230 km/h Spitze, 1367 kg, 24.990 Euro

 

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