Die neue Generation wurde leichter und fühlt sich deswegen lebendiger an als bisher. Und nein, sie ist nicht langweilig ...

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Was ist das? Schon wieder so ein wertiger, aber langweiliger Opel?

Das ist der neue Astra. Ja, er ist wertiger denn je, aber nicht langweilig. Er sieht schicker und gepflegter aus als bisher. Er fühlt sich viel lebendiger an, weil er leichter als bisher ist.

Und er hat geschmeidigere, stärkere und sparsamere neue Motoren sowie das OnStar-Paket, zu dem ein schneller WLAN-Hotspot gehört – damit ihr all die Daten kriegt, auf die ihr Appetit habt.

Können wir die Sachen einzeln abarbeiten?

Okay, zuerst die Optik. Er wurde deutlich leichter, wie wir noch sehen werden, und die Karosserie hat eine knackige Note. Die schwarze Lücke an der Hecksäule lässt das Dach scheinbar schweben. Damit wirkt der Astra niedriger, wenn man ihn von der Seite ansieht und breiter von hinten. Vorne betont ein farbiges Blech unter jedem Nebelscheinwerfer die Breite und man hat den Eindruck, seine Nase würde am Asphalt schnüffeln. Die Leuchten vorne und hinten folgen mit nett ausgearbeiteten 3D-Effekten der Mode.

Und innen?

Mit dem großen, neuen Display in der Mitte hat Opel die Armee von Knöpfen weggefegt, die bisher auf der gesamten Mittelkonsole aufmarschiert waren. Viele Autohersteller machen das heutzutage so, aber viele Lösungen machen einen auch wütend – mit wenig intuitiven Menüstrukturen und einem reaktionsträgen Touchscreen.

Der Astra umgeht diese Fallstricke ziemlich elegant. Er hat ein tolles System, und es ist Serie bei den meisten Varianten, genauso wie CarPlay und Android Auto. Die anderen Kabinenmöbel sind für die Kompaktklasse gelungen und elegant.

Wenn ihr nachts fahrt, sind die optionalen, adaptiven LED-Scheinwerfer ein großer Aktivposten, und sie werden sonst in dieser Klasse nicht angeboten.

Und jetzt erzähl mir noch was über die Segnungen der Konnektivität.

Die meisten Astras kommen mit OnStar daher. Ihr könnt einen Knopf neben dem Innenspiegel drücken und sprecht dann auf Deutsch mit einem wirklichen Menschen, der euch einen Abschlepp- oder Krankenwagen holt. Auch auf sonstige Informationen hat er Zugriff.

Wenn ihr ein POI sucht, von dem ihr nicht wisst, wie es buchstabiert wird oder zu welcher Kategorie es gehört, könnt ihr einfach den Servicemitarbeiter fragen, statt euch mühsam durch das Touchscreen-System zu wühlen. Der Helfer lädt die Adresse dann direkt ins Navi eures Autos. Natürlich geht das auch mit jeder normalen Adresse.

Was ist daran so toll? Ich könnte doch auch einfach einen Freund anrufen.

OnStar bringt auch eine große Antennenfinne auf dem Dach mit sich, die eine deutlich bessere Datenverbindung als euer Handy ermöglicht. Und noch besser: Im ersten Jahr sind alle Datenübertragungen mit LTE umsonst.

Die Daten füttern die Apps im Auto wie zum Beispiel Webradio, aber auch den WLAN-Hotspot. Damit werden eure gelangweilten, kleinen Fondpassagiere ihre iPads anlinsen statt „Ich sehe was, was du nicht siehst“ zu spielen oder zu sonstigen Formen zwischenmenschlicher Interaktion überzugehen. Sie werden es lieben.

Und wie ist der Astra so – naja, du weißt schon – als Auto?

Der Astra fühlt sich leicht an, und zwar auf positive Art und Weise: wendig und willig. Aber er wirkt nicht blechern oder zerbrechlich. Die Leichtigkeit (je nach Version sind es zwischen 120 und 200 Kilo weniger als beim Vorgänger) wurde möglich, weil die neue Plattform nur für drei Autos   entwickelt wurde: Schrägheck, Kombi und Limousine.

Die vorige Astra-Plattform musste Übergepäck mitschleppen, um auch für den siebensitzigen Zafira, den allradgetriebenen Antara oder den offenen Cascada herhalten zu können. Jetzt ist das anders.

Dann müsste er gut in der Kurve liegen?

Die Lenkung ist angenehm progressiv und schmeichelt einem beim Fahren. Das Auto ist erstaunlich resistent gegen Untersteuern und Karosseriewanken. Er ist da wesentlich besser als all die modischen, hoch bauenden Crossover. Und das Fahrwerk ist gut genug, um eine schlechte Landstraße ohne großes Holpern zu bewältigen.

Das heißt, auch der Fahrkomfort ist anständig?

Bei den meisten Geschwindigkeiten: ja. Bei Stadttempo gibt es ein paar Erschütterungen, aber nichts Schlimmes. Das Fahrwerk ist auch ziemlich leise, was in einem leichten Auto nicht selbstverständlich ist.

Wie sind die Fahrleistungen?

Er ist viel munterer als bisher, denn neben dem geringeren Gewicht gibt es auch völlig neue Motoren. Der neue 1,4-Liter-Turbobenziner mit 150 PS ist mehr als ausreichend, er bringt euch in unter neun Sekunden auf Landstraßentempo.

Er ist leise, und der Sound ist gleichmäßig, wenn auch ein wenig charakterlos. Ein Turboloch gibt es nicht, das ist die Hauptsache. Es gibt auch einen sehr leisen, neuen 1,6-Liter-Diesel, der die gleiche Leistung bringt. In puncto Sparsamkeit sind beide top für ihre Klasse.

Also auch perfekt als Firmenauto.

Opel will das Ding nicht in den Sand setzen. Wenn ihr einen Astra gekauft habt (oder wenn einer für euch gekauft wurde), werdet ihr kaum einen Grund finden, euch stattdessen einen Golf oder Focus oder Leon oder Mazda 3 zu wünschen …

Daten: 1399 ccm, 4-Zylinder-Benziner, Frontmotor, Frontantrieb, 150 PS, 245 Nm, 5,5  l/100 km, 128 g/km CO2, 0-100 km/h in 8,3 s, 215 km/h Spitze, 1278 kg, 22.360 Euro

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