Jetzt macht sogar Suzuki beim Lifestyle-Trend mit

  • 20150703_suz_vit_test_01
  • 20150703_suz_vit_test_02
  • 20150703_suz_vit_test_03
  • 20150703_suz_vit_test_04
  • 20150703_suz_vit_test_05
  • 20150703_suz_vit_test_06
  • 20150703_suz_vit_test_07
  • 20150703_suz_vit_test_08
  • 20150703_suz_vit_test_09
  • 20150703_suz_vit_test_10
  • 20150703_suz_vit_test_11
  • 20150703_suz_vit_test_12
  • 20150703_suz_vit_test_13
  • 20150703_suz_vit_test_14
  • 20150703_suz_vit_test_15
  • 20150703_suz_vit_test_16

Wir Deutschen müssen ein Volk von Profilneurotikern geworden sein. Nicht nur bei Klamotten und Uhren, auch bei Autos wird immer öfter zuerst gefragt: Wie sehe ich damit aus, wie komme ich damit rüber? Nun hat der Lifestyle-Trend den Vitara erwischt.

So kann man die neue Generation nun farblich stark individualisieren – aber auch ruinieren. Für Letzteres wählt man einfach den orangefarbenen Lack zu weißem Dach, weißem Grill und weißen Spiegeln. Ähnlich innen: Die blaugrüne Dekorleiste ist starker Tobak. Und egal, gegen was man im Cockpit klopft, es hört sich nach Joghurt­becher an. Das klingt alles sehr negativ? Mag sein, aber das musste raus. Ab hier wird es besser.

Die Seriensitze sind ordentlich, der Raum im Fond reicht aus, und der Kofferraum lässt sich dank Einlegeboden gut nutzen. Das Volumen (375 bis 1 120 Liter) ist okay, wenn auch bei weitem nicht das Niveau des Skoda Yeti erreicht wird. Dafür könnt ihr euch die Motoren selbst bei beginnendem Alzheimer noch leicht merken: Es gibt einen Benziner und einen Diesel, beide haben 120 PS, und beide sind mit Front- oder Allradantrieb zu haben. Der Diesel, der übrigens von Fiat stammt, bringt das Auto gut in Schwung, und der Normverbrauch ist rekordniedrig: 4,2 Liter sollen es beim gefahrenen Allradler sein. Der vom Suzuki SX4 S-Cross her bekannte Allgrip-Antrieb lässt sich per Drehschalter einstellen. Die Modi wirken sich auch auf die Gasannahme aus, so wird der Wagen zum Beispiel im Sportmodus spritziger. In der Kurve wirkt der Vitara recht exakt, das SUV-typische Wanken bleibt im Rahmen und das leichte Holpern auf schlechtem Belag ist akzeptabel.

Als Konkurrenten nennt Suzuki die Modelle Nissan Juke, Renault Capture und Citroën C4 Cactus. Datenmäßig kommt der Yeti 2.0 TDI 4x4 mit 110 PS unserem Testwagen näher. Der Skoda ist günstiger, doch der Suzuki ist viel besser ausgestattet. Luxus ist offenbar Pflicht für alle, Lifestyle und Individualität hin oder her ...

Daten:
1 598 ccm, F4, 120 PS, 320 Nm, 4,2 l/100 km, 111 g/km CO2, 0-100 km/h in 12,4 s, 180 km/h Spitze, 1 370 kg, 24.790 €

Urteil:
Ein ordentlich gemachtes Auto, mit einem guten Diesel. Nur das Plastik-Cockpit enttäuscht.

Wertung:
7/10

Top News

Folgt uns:

Zum Seitenanfang