Schmeckt dieser Mokka besser?

  • 20150702_maz_cx3_test_01
  • 20150702_maz_cx3_test_02
  • 20150702_maz_cx3_test_03
  • 20150702_maz_cx3_test_04
  • 20150702_maz_cx3_test_05
  • 20150702_maz_cx3_test_06
  • 20150702_maz_cx3_test_07
  • 20150702_maz_cx3_test_08
  • 20150702_maz_cx3_test_09
  • 20150702_maz_cx3_test_10
  • 20150702_maz_cx3_test_11
  • 20150702_maz_cx3_test_12
  • 20150702_maz_cx3_test_13
  • 20150702_maz_cx3_test_14

Man kann es nicht anders sagen: Mazda hat momen­tan einen echten Lauf. Wie ein Biathlet auf dem Weg zur Goldmedaille knipsen die Japaner die Scheiben ab: vom elegan­ten 6 über den beliebten CX-5 bis hin zum genialen MX-5 (dazu hinten im Heft mehr). Und nun der CX-3, bei dem Michio Tomiyama seit Oktober 2013 die Fäden zusammengeführt hat. Mazdas neuer Held, so Tomiyama-san in aller Bescheidenheit.

Apropos Bescheidenheit: Das Segment, in dem der CX-3 ab Juni 2015 antritt, wächst beständig. Im Jahr 2017 sollen hier rund 810.000 Fahrzeuge in ganz Europa verkauft werden. Natürlich möchte sich Mazda ein dickes Stück von diesem Kuchen auf den Teller legen. Das könnte klappen, denn die Japaner haben nicht einfach eine verkleinerte Ausgabe des CX-5 auf die Räder gestellt, sondern sich für ein eigenständiges Design entschieden. Das kann sich sehen lassen, speziell die dynamische Seitenlinie erfreut das Auge. Aber schnell werden zwei Faktoren deutlich: Ohne große Räder wirkt der CX-3 nicht und die Übersichtlichkeit hält sich in Grenzen.

Unverkennbar sind die optischen Parallelen zum Mazda 2. Nicht ohne Grund: Beide Modelle teilen sich den Radstand von 2,57 Meter, jedoch ist der CX-3 mit 4,27 Meter rund 20 Zentimeter länger, auch bei Breite und Höhe gibt es ein paar Zentimeter obendrauf. 

Innen blicke ich auf ein Cockpit im Stil des 2. Die Einrichtung ist schlicht-elegant, Knöpfe in Metalloptik schmeicheln den Händen ebenso wie die optionale Ledertapete für Armaturen und Türen. Keine Frage: Das hat deutsches Niveau. Am CX-3 zeigt sich eindrucksvoll, wie sehr die Japaner aufgerüstet haben. Ob LED-Scheinwerfer, Internet-Anbindung übers Smartphone oder Assistenzsysteme wie ein Totwinkelwarner und ein radargestützter Tempomat mit Abstandsregelung: Mazda ist auf dem neuesten Stand.

Das gilt auch für die Motoren. Die für den Einsatz im CX-3 überarbeiteten Saug-Benziner mit sehr hoherVerdichtung leisten 120 respektive 150 PS. Eine komplette Neuentwicklung ist der 1,5-Liter-Diesel mit 105 PS. Als ich aufbrechen will, muss ich erst einmal lauschen: Ist der Motor überhaupt an? Ist er. Aber im Innenraum höre ich im Stand praktisch nichts. Kurz die Tür geöffnet: Selbst außen ist die Geräuschkulisse dezent. Gut gemacht, Mazda! Da ich gerade beim lobhudeln bin: Selbst mit 18-Zöllern bleibt der CX-3 komfortabel, die Schaltung hat MX-5-Niveau. Und die Preise? 17.990 Euro für die Benziner-Basis, 21.990 Euro für den Diesel, jeweils mit Frontantrieb.

Daten:
1 499 ccm, 4-Zyl.-Diesel, F4, 105 PS, 270 Nm, 4,0 l/100 km, 105 g/km CO2, 0-100 km/h in 10,1 s, 177 km/h Spitze, 1 275 kg, 21.990 €

Urteil:
Nicht nur optisch ein Treffer ins Schwarze. Der Mazda CX-3 wird Freunde finden. Viele Freunde.

Wertung:
8/10

Top News

Folgt uns:

Zum Seitenanfang