Der TTS Roadster ist schnell. Schon im Stand ...

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Böse Menschen behaupten, dass der neue Audi TT Roadster ein weichgespülter Laufsteg-Bolide ist, der mehr Elektronik als ein NASA-Rechner hat. Und deswegen von Leuten geliebt wird, die den Führerschein in einem Fernkurs gemacht haben und die sich freuen, dass ihnen Assistenten die schwere Kunst des Fahrens erleichtern. Lasst sie reden.

Gut, der neue Roadster hat ab Werk oder gegen Aufpreis eine wahre Armada an Technik-Helfern dabei. Am meisten Freude macht nach dem Einsteigen jenes System, das mich ziemlich schnell an die Luft setzt. Es dauert nämlich gerade einmal zehn Sekunden, bis das Verdeck vollautomatisch unter dem Heckdeckel verschwunden ist.

Den Roadster gibt es mit 184-PS-Diesel (nur mit Frontantrieb und Handschaltung) oder mit 230-PS-Otto. Der wird gegen Aufpreis auch mit dem Allradantrieb quattro und mit dem Doppelkupplungsgetriebe S tronic verbunden. Der Chuck Norris unter den TT ist aber der optisch schärfere TTS, der mit 310 PS anprescht und mit vier Auspuffenden frech nach hinten grinst. Klar, mit soviel Leistung darf er das.

Ich grinse ebenfalls ziemlich breit nach vorn, als mich der TTS beim brachialen Antritt in die S-Sportsessel presst. In knappen fünf Sekunden wischt die Tachonadel über den Tempo-100-Strich. Der Druck beim Sprinten ist einfach gigantisch, vor allem auf den kurzen Geraden zwischen zwei Kurven. Das Auto zieht wie ein Gokart durch die Serpentinen, lässt sich schön direkt lenken und liegt auch in schnellen Rechts-Links-Wechseln nahezu neutral auf der Straße. Dazu röhrt es herrlich aus Richtung Auspuff. Ab etwa 3 000 Touren öffnen zwei Abgasklappen und die Motormusik tönt mit tiefem Bass. Dass der hin und wieder von einem unanständigen Lastwechsel-Sprotzen unterbrochen wird – einfach genial.

Okay, die Elektronik hilft beim Spaß haben. Ob sich nun auf Knopfdruck via Setup-System der Allradantrieb so heckbetont auslegen lässt, dass ich sogar leicht driften kann oder im Komfortmodus dank adaptiven Dämpfern Querrillen spürbar besser weggefedert werden. Oder ich stelle alle Komponenten fürs gelassene Cruisen ein. Denn dafür ist der TT nämlich bestens geeignet. Sogar an kühleren Tagen könnt ihr lange offen fahren, indem ihr euch von der Kopfraumheizung warme Luft in den Nacken pusten lasst.

Eine feine technische Spielerei ist das große Display, das die klassischen Uhren hinter dem Lenkrad ersetzt. Es kann unter anderem Tacho, Drehzahlmesser, den Bordcomputer und die Navikarte in verschiedenen Ansichten zeigen. Das Teil ist richtig cool und begeistert alle, die sich das Wählscheibentelefon nicht zurückwünschen.

Daten:
1984 ccm, R4-Turbo-Otto, F4, 310 PS, 380 Nm, 6,9l/100 km, 159 g/km CO2, 0–100 km/h in 4.9 s, 250 km/h, 1545 kg, 52.300 €

Urteil:
Fein möblierter Roadster mit viel Technik, die beim Fahrvergnügen hilft. Und das Dach in zehn Sekunden öffnet

Wertung:
7/10

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