Er nach allem aussieht und darum alles kann?

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Es ist Schlag Fünf, als der Wecker unsanft die nächt­liche Weihnachts­essen-Verdauung beendet und damit gleichzeitig den lang ersehnten Urlaub einläutet.

Bereits vor den Feiertagen hatte ich mich dazu entschlossen, den anschließenden Wochentrip in die französische Bretagne mit unserem Crossover-Schnäppchen Suzuki SX4 S-Cross zu bestreiten. Und jetzt, 30 Minuten vor Abfahrt, kommen mir plötzlich Zweifel und ich überdenke im Halbschlaf die groben Fakten: Besatzung? Vier Personen! Gepäck? Viel, verdammt viel! Ob das wirklich eine gute Idee war?

Im Tetris-Stil werden die großen Gepäckstücke im 430-Liter-Kofferraum (allerdings über die Fensterkante hinaus, bis unters Dach) verladen und die kleineren Sachen auf die Fußräume, den mittleren Rückbanksitz, die Türfächer, die Mittelarmlehne in der Front sowie das Armaturenbrett samt dem Handschuhfach verteilt.

Die Uhr zeigt kurz nach sechs und das Außenthermometer minus vier Grad, als ich den Startknopf drücke und der 1,6-Liter-Diesel nach ein paar Vorglüh­sekunden aus dem Winterschlaf erwacht. Auf den ersten Kilometern – in der Warmlaufphase – ist der Motor noch knurrig, aber dafür wird es sehr schnell warm und gemütlich im Innenraum sowie auf den zusätzlich beheizten vorderen Ledersitzen.

Draußen sieht es anders aus, denn die Schneeflocken werden im Lichtkegel der Bi-Xenon-Scheinwerfer immer dichter, der Fahrbahnbelag wechselt von Asphalt zu Schneematsch und nur noch eine der drei Spuren ist befahrbar, als ich mich erinnere, dass ich in einem Allradler sitze.

Ich wähle den „Snow“-Modus an (der eigentlich nur für ein besseres Anfahrverhalten bei rutschigem Untergrund sorgt), wechsele souverän auf die Schneedecke und merke … nichts, denn der Allradantrieb schaltet stufenlos und automatisch die Hinterachse zu, sobald Schlupf entsteht, als Fahrer bekommst du davon herzlich wenig mit. Spannend ...

Und die restlichen der insgesamt rund 3 000 Reisekilometer passierte eigentlich das, was ihr von einem pragmatischen Alleskönner erwartet, viel Funktion aber ohne Aufregung bitte!

Wen kümmert es da, dass das Armaturenbrett nicht aufgeschäumt ist, die Sitze nicht die besten sind (nach ein paar Stunden wird es auch in einer S-Klasse ungemütlich) oder dass der Turbo erst  bei 1 800 Umdrehungen richtig hilft? Mich nicht mehr und euch sollte es auch nicht stören, ehrlich!
 

Daten:
1 598 ccm, 4-Zyl.-Turbodiesel, F4, 120 PS, 4,4 l/100 km, 114g/km CO2, 0–100 km/h in 13 s, 175 km/h, 1 380 kg, 25.190 € / 29.490 €

Gutes:
- Randvoll beladen? Kein Problem für den Diesel-Motor
- Innen viel Platz trotz kompakter Außenmaße
- Die Farbe, man muss sie lieben
- Wird an kalten Tagen schnell warm

Schlechtes:
- Ab und zu weiß das Navi nicht, wo es sich gerade befindet
- Die Farbe, man muss sie hassen

- Ab 140 km/h nehmen die Windgeräusche schlagartig überhand

 

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