Autos Spass Faktor Nutztiere 16 05

Und damit ab zum Ariel Nomad. Ein knall­orangener „Liebling, ich habe den Tamiya-Truck verzehnfacht“ für die Strasse. Ob ein Gehirn erfüllt von zu viel südenglischem Cider hinter seinem Konzept steckt, ist nicht ganz klar, aber das Ding ist so unglaublich gut gemacht, dass es sowohl in deinem Kopf als auch in deinem Herzen einschlägt. Praktisch ist es allerdings nicht. Um reinzukommen, musst du dich durch ein Gitter quetschen. Allerdings gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten, dass du dir schnell vorkommst, wie auf einem Klettergerüst. Und schon sind wir wieder beim Thema „kindliche Begeisterung“. Außerdem knallt er mit ähnlicher Schamlosigkeit durch die Landschaft wie das Spielzeugauto, dass ich früher durch die Küche gejagt (oder gegen die Spülmaschine Euro-NCAP-getestet) habe.

Mit seinem 2,4-Liter-Honda-Kompressor-Vierzylinder bietet er Caterham-esque Levels an Spaß. Dank der fetten Öhlins-Dämpfer und sehr grober Reifen funktioniert das aber überall. Nicht falsch verstehen: Das hier ist nicht „Geh ins Gelände oder geh heim“. Der Nomad ist auch auf der Strecke grotesk gut. Durch die weiche Federung spreizt sich jedes seiner Enden maximal ab. Er greift nach Traktion und sieht dabei zum Niederknien komisch aus. Launisch ist er aber nicht. Hat man sich an all die anfängliche Kurven-Neigung gewöhnt, zeigt er sich perfekt kontrolliebar. Und weil er so viel Kraft hat, lenkt man ihn wunderbar mit dem Gas.

Top News

Zum Seitenanfang