Vgl Kompakt Sportler 16 10

Was immer wir letztlich auch ziehen mögen, der Motor ist eine Furie. Klanglich gleicht er einer Sylvesterfeier kurz nach 0 Uhr. Mit irren Knalleffekten, die geballter, variantenreicher und lauter kommen als im RS. Die Intensität, mit der sich das Auto nach vorne reißt, wirkt ebenfalls eine ganze Liga höher. Und weil man keine Kupplung treten und keinen kleinen Hebel manövrieren muss, wenn man schalten will, gibt es keinen Bruch im Drehmoment, sondern nur verblüffende, sehr eklatante Beschleunigung, die ganze Zeit.

Hochschalten ist nun ein Vorgang von ungestörter Schönheit, beim Runterschalten allerdings verspätet sich der 45er nach wie vor recht gern. Zieh das linke Paddle drei Mal, der AMG hortet deine Gänge, wartet, bis du wirklich fertig bist und knallt dann in schneller Folge drei Stufen nach unten. Es ist kein Grund, das Auto nicht zu kaufen, aber irgendwie frustrierend ist es schon.

Ganz anders das Fahrwerk. Zumindest heute. Es fühlt sich deftiger an als bei der Konkurrenz (in den softeren Modi), allerdings ist das Delta beim Benz nicht so groß, wenn man die Dämpfer straffer dreht. Da wir uns bekanntermaßen auf einer Rennstrecke befinden, ist das mit der Härte gerade eben aber eh nicht so wichtig. Gerade eben lerne ich nämlich, dass sich zur brutalen Effektivität des A 45 bei ausreichenden Platzverhältnissen durchaus eine gewisse Spielfreude gesellt.

Brems tief in die Kurve hinein und das A-Heck schwingt gehorsam nach außen. Das ist dein Startschuß für ein paar äußerst befriedigende Vierrad-Drifts. Hast Du selbige halbwegs intus, kannst du den AMG sogar zu Anflügen von Power-Oversteer überreden. Bei aller Blödelei reagiert er so gut wie verzögerungsfrei auf deine Befehle und er liefert eine Verarbeitungsqualität, bei der die anderen einfach nicht mithalten können.

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