Vgl Kompakt Sportler 16 09

Die Sensationen, die der RS so locker aus dem Ärmel schüttelt, sind noch nicht wirklich komplett verdaut, aber es hilft ja nichts: Jetzt ist der A 45 dran. Auch wenn er über 11.000 Euro mehr kostet, macht Ford keinen Hehl daraus, dass der RS den Benz und den ähnlich kostspieligen Audi RS 3 im Visier hat. Der Audi glänzt hier durch Abwesenheit, weil wir bereits herausarbeiten konnten, dass seine Veranlagung eher eindimensionaler Natur ist – geradeaus absolut tödlich, aber etwas plump, sobald man das Lenkrad einschlägt.

Der A 45 hingegen ist nun wirklich bis auf die Zähne bewaffnet. Es ist nicht nur der Extra-Bumms (null auf 100 km/h passieren jetzt in 4,2 Sekunden, vier Zehntel schneller als vor dem Facelift). Vor allem die neue Vorderachs-Sperre und die schnellere Siebengang-Doppelkupplung lassen aufhorchen.

Innen hat sich dagegen so gut wie nichts geändert und das ist gut so. Man fällt tiefer in den Sitz als beim Focus und alles, was man so anfassen und -schauen kann, wirkt irgendwie hochwertiger. Seien es das griffige Alcantara-Lenkrad oder die massiven, vom AMG GT gestohlenen Paddles, der A 45 entstammt einer exklusiven Welt, die dem hemdsärmeligen RS völlig fremd ist. Ob das eine 11.000-Euro-Eintrittskarte rechtfertigt, muss jeder selber wissen. Aber schauen wir doch erstmal, wie sich der werte Daimler bewegt, bevor wir voreilige Schlüsse ziehen. 

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