Vgl Kompakt Sportler 16 06

Unser Held Frank kehrt triumphierend zurück und meldet, der Kurs sei inzwischen in befriedigendem Maße getaut. Wie ein Zeitlupen-Le-Mans-Start springen wir auf und trippeln ungeschickt durch die Box. Und obwohl ich die letzten vier Tage und mehrere tausend Kilometer in ihm war, zieht es mich spontan zum Focus RS. Ich will sehen, was er unter echtem Vollalarm reißt.

Doch eins nach dem anderen: Franks Vorstellung eines tauenden Kurses differiert nämlich relativ stark von der meinen. Der Kurs ist länger und mit größeren Höhenunterschieden versehen, als Google Maps mir vorgaukeln wollte. Außerdem sind die zwei ekligsten Kurven (bergab und einknickend) noch immer höllisch glatt. Ich entdecke das Grauen, als ich in die erste der beiden hineinbrettere (auf kalten Sommerreifen, versteht sich) und einfach stumpf weiterrutsche. Bruchteile bevor ich im Schlamm verschwinde, fängt der RS an zu beißen – alle vier Räder noch immer am rotieren – und wirft sich in einen 45-Grad-Winkel, der mich gerade noch rechtzeitig aus dem Dilemma befreit. Puh, das war, ähm, ereignisreich. Dem RS-Tod gerade nochmal von der Schippe gesprungen. Ich weiß nicht warum, aber ich haue aufs Lenkrad und fange herzhaft an zu lachen.

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