Vgl Kompakt Sportler 16 15

Und was gibt es sonst so?

Allradantrieb, Handschaltung, driftige Tendenzen: Das Rezept Focus RS ist nicht unbedingt neu. Ehrlich gesagt, rockt Subaru das Straßenauto-mit-Rallye-Genen-Ding seit beinahe 25 Jahren. Ihr könnt den WRX STI noch immer kaufen. Er ist gut 2000 Euro teurer als der RS. Aber was einst ein fast absurder Impreza-Kult war, ist heute nicht viel mehr als eine Handvoll extrem loyaler Fans. Natürlich ist eine gewisse Obskuriät kein Grund, dem Auto eine faire Titelchance zu verwehren …

Vor allem, weil Ford tatsächlich einen WRX STI für den Großteil des Benchmarkings genutzt hat (zusammen mit einem A 45 und einem Golf R) und irgendwie fühlt man sogar ein Fünkchen DNA-Gleichheit. Auf schmierigem Terrain ist er daheim. Voll drauf auf den Kerb, egal. In der einen Minute mit massig Grip, in der nächsten dann plötzlich mit weit raushängenden Hintern oder einem anständigen Rallye-Style-Allrad-Drift volle Lotte um die Kurve. Na gut, die weiteren „Senationen“ – launisch grummelnde Diffs, das Dröhnen des Boxers, das altbackene Design oder das schäbige Cockpit – stempeln den STI schnell als Dinosaurier ab. Aber tief drin wartet noch immer ein Altmeister auf Entfesselung.

Subarus Problem ist: Andere Hersteller haben sich abgerackert, um neue und aufregende Wege zu finden, Fahrspaß noch besser zu verpacken. Der WRX STI dagegen ist immer wieder mehr vom gleichen alten Hut. In Sachen Talent ist er dem Focus näher als man denken würde. In Sachen „Haben wollen“ ist er ein kleiner Fleck in seinem Rückspiegel.

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