Kult-Tuner setzt Audis Fünfzylinder in Flammen. Lust, ein paar Supercars zu grillen?

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Seit über 60 Jahren macht Oettinger (der hessische Tuner, nicht der Anbieter sozialverträglich eingepreister Gerstensaft-Erzeugnisse) alles, was irgendwie aus dem VW-Konzern stammt, breiter und wesentlich schneller.

Kürzlich erst bauten sie einen Golf 7 (den 500R) mit Audis wunderbarem 2,5-Liter-Fünfzylinder und 518 PS. Er geht in 3,4 Sekunden auf 100 km/h und sieht aus wie Ferdinand Piechs Idee eines Batmobils. Ein Blick in unsere obige Galerie und ihr wisst, wie „Wolfsburg meets Gotham“ aussieht.

Wenn ihr den Asphalt „etwas“ subtiler in Angst und Schrecken versetzen wollt, würden wir euch gerne dezent auf Oettingers neuen Audi RS 3 hinweisen. Der Motor ist natürlich der gleiche, aber die Hülle ist etwas weniger … ähm … apokalyptisch.

Oettinger schenkt den bei Tunern so verdammt beliebten fünf Töpfen in gleich vier Leistungsstufen ein. Schritt eins macht aus den serienmäßigen 367 PS per Software-Optimierung 430 PS. Stufe 2 ist laut Oettinger der „Verkaufsschlager“. Bei einem Preis zwischen 8925 und 10.390 Euro (je nach Hosenrohr-Variante und plus Montage) muss es beim durchschnittlichen RS 3-Kunden ganz schön gut laufen.

Aber seis drum. Schließlich kriegt man 520 PS und einschüchternde 680 Newtonmeter. Dafür modifiziert der Tuner den Serien-Lader sowie die Ansaugluftführung und legt noch einen Sportluftfilter drauf.

Mit 150 PS und 210 Newtonmeter mehr unter dem Hot-Hatch-Hintern (nur zur Erinnerung: Ende der 1990er war das mehr, als die meisten Kompaktsportler insgesamt aus ihren Zweiliter-Saugern quetschten) soll es laut Oettinger je nach Reifen in völlig abstrusen 3,3 Sekunden von 0-100 km/h gehen. Eine (!) Sekunde schneller als die bereits reichlich magenschwingende Serienversion. Die 200-km/h-Marke knackt der raketenhafte RS 3 in 11,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 310 km/h.

Das „Problem“ an der ganzen Geschichte kommt allerdings erst: Ja, es gibt noch zwei weitere Leistungsstufen. Eine mit 650 PS und 750 Newtonmeter und eine mit – kurz hinsetzen, bitte – 750 PS und 900 Newtonmeter.

Das ist sehr verwirrend, weil es a) in etwa einer Verdoppelung der Serienleistung entspricht und b) einen Lamborghini Aventador (oder die meisten anderen Supercars) aussehen lässt, wie einen eitlen Stier, der gerade von einem Hundewelpen vermöbelt wurde.

Die Fahrleistungen für die 750-PS-Version nennt Oettinger übrigens nicht. Wir gehen jetzt einfach mal von „relativ zügig“ aus. Und falls ihr Angst habt, der „Untersteuer-King“ RS 3 könnte sich bei so viel Potenz in einer Rechtskurve plötzlich links um die eigene Achse drehen … Oettinger bietet auch individuell abgestimmte Fahrwerke an.

Was sagt ihr zu dieser erschreckenden Leistungsorgie in Audis Kompaktsportler?

Autor: Stefan Wagner

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