In der Vergangenheit gab es fragwürdige Gewinner, doch die diesjährigen Teilnehmer sind irgendwie alle talentiert ...

Die Wahl zum europäischen „Car of the Year“ ist eine Veranstaltung mit Kontroversen. Für jeden Ford Focus oder VW Golf als Sieger gibt es genau so viele suspekte Trophäen-Gewinner.

Ein Peugeot 308 schlägt den BMW i3 und das Tesla Model S? Der Citroën XM besiegt den Ford Fiesta? Der Renault Safrane schafft es aufs Treppchen? Viele Kinnladen fielen über die vergangenen Jahre.

Doch die Finalisten-Liste für 2016 sieht talentiert aus. Ende Februar wird die Krönung des Siegers auf dem Genfer Autosalon stattfinden. Doch welches Auto auch immer gewinnen mag, es wird mit Skepsis beäugt werden.

Klickt euch durch die 2016er-Kandidaten und sagt uns, welchem Finalisten ihr die größten Siegeschancen einräumt …






Audi A4

Okay, das Design des A4 hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht gerade herausragend verändert. Aber dafür gibt es einen guten Grund: A4-Besitzer lieben das Aussehen ihrer Audi-Limousine.

Aber unter der ziemlich identischen Außenhaut gibt es einiges zu feiern. Es gibt so unendlich viel Technik im A4 und die ergonomische Verpackung des Ganzen zusammen mit unglaublich guter Verarbeitungsqualität kann nur die VW AG so hinbekommen.

Der A4 ist vielleicht nicht das spaßigste Auto in seiner Klasse und auch nicht das zweit- oder drittspaßigste, aber das ist okay. Er will nicht den BMW 3er oder den Jaguar XE ins Visier nehmen, er will ein Auto sein, in dem man sich komfortabel und luxuriös aufgehoben fühlt.




BMW 7er

Wenn wir schon von Technik und Komfort sprechen: Hier ist ein Auto, das nur aus diesen zwei Gründen existiert.

Es kann eigentlich von alleine fahren, lässt sich über Handbewegungen in der Luft bedienen und ein Carbon-Kern macht es schön stabil und spart gleichzeitig eine gute Portion Gewicht.

Außerdem gibt es eine Allradlenkung, damit ihr die gigantische Größe des Siebeners einfacher manövrieren könnt.




Volvo XC90

Der vorherige XC90 wurde 13 Jahre lang verkauft. Darum hatte der Nachfolger physisch und metaphorisch ein großes Loch zu füllen.

Er hat es geschafft. Er sieht fantastisch aus. Und zwar besser als jedes andere gewaltige SUV, das sonst noch in den vergangenen Jahren auf den Markt gekommen ist.

Außerdem nimmt der XC90 die Arbeit seines Vorgängers auf: Er hat ein wundervolles Interieur, das minimalistisch im Design und einfach zu bedienen ist. Und ihr bekommt ihn als Plug-in-Hybrid, der nur 2,1 Liter Benzin verbraucht, wenn ihr ihn oft an die Steckdose hängen könnt.




Mazda MX-5

Wenn ihr denkt, der MX-5 hat als kleiner und witziger Sportwagen keine Chance, etwas wertvolles zu gewinnen, dann schaut euch einmal die „Car of the Year“-Historie an: Der Porsche 928 und der Alfa 156 waren beides Sieger bei dem Award und im Jahr 2013 wurde der Toyota GT86 nur von der siebten Generation des VW Golf geschlagen.

Der Mazda hat zwar nicht die Autowelt revolutioniert, aber er hat gezeigt, dass alte Rezepte auf den Stand der Zeit gebracht werden können.

Er hat einen Saugmotor an Bord und wiegt nicht viel mehr als das erste Modell, das in den späten Achtzigern auf den Markt kam. Ein Star.




Jaguar XE

Der XE mag nicht der spannendste Jaguar sein, aber er ist mit Abstand der wichtigste für den Hersteller.

Er folgt so ziemlich den gleichen Kriterien wie ein BMW und leiht sich möglicherweise einige Designmerkmale eines anderen deutschen Herstellers. Doch aus diesem Mix hat Jaguar ein Auto gebaut, das sich perfekt in die Mitte des Was-muss-ein-Mittelklasse-Auto-können-Diagramm einfügt.

Er wird gute Verkaufszahlen erreichen und mit seinem Profit dafür sorgen, dass uns der F-Type weiterhin erhalten bleibt.




Opel Astra

Kleine und vernünftige Schrägheck-Kompaktwagen haben von sich aus schon das Zeug dazu, die Wahl zum „Car of the Year“ zu gewinnen. Es wäre also keine große Überraschung, wenn der Opel Astra ganz oben auf dem Podium stehen würde.

Ihr bekommt eine Menge Technik geliefert. Zum Beispiel einen Knopf, mit dem ihr jemanden in einem Callcenter anrufen könnt, der euch dann ein Ziel in euer Navigationssystem programmiert. Außerdem habt ihr eine 4G-Verbindung an Bord.

Und wenn ihr auf althergebrachte Punkte wie ein handliches Fahrverhalten steht, dann kann das der Astra auch. „Die Lenkung ist angenehm progressiv und schmeichelt einem beim Fahren. Das Auto ist erstaunlich resistent gegen Untersteuern und Karosseriewanken“, berichteten wir nach unserer ersten Probefahrt.

Das wertvollste Auto in der Liste, aber sicher auch das am wenigsten glamouröse. Wir hoffen, dass er sich gut schlägt.






Skoda Superb

Unsere Liebe zum Skoda Superb ist ungebrochen und mit der Ankunft der dritten Generation ist sie sogar noch ein klein wenig gewachsen.

Der Superb ist groß, er ist komfortabel, er hat viel von der Technik, die ihr auch in einem VW Passat bekommt (dieser hat übrigens letztes Jahr gewonnen) und er ist schön – auf eine bürokratische Art und Weise.

Viele Punkte, die für ein Auto sprechen, das ihr für unter 30.000 Euro kaufen könnt, oder?




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