Wir warnen euch, denn diese Bildreihe enthält Fahrzeuge wie den viermotorigen Ford Equadoliner oder einen Zombie-Minotaurus-Smart

Wir denken an nicht enden wollende Pressekonferenzen und Zeitplänen, die so eng sind, dass einem die Luft weg bleibt. Wir denken an Automobilmessen wie in Frankfurt, Tokio, Genf, Paris oder Detroit …

Zum Glück gibt es die SEMA Show. Dort gibt es all diese Probleme nicht. Man läuft einfach drüber, erfreut sich an verrückten Ausgeburten irgendwelcher Tuning-Freaks und öffnet sich eine Bierdose. Entspannung.

Für ein paar Tage (3. bis 6. November 2015) verwandelt sich das Convention Center in Las Vegas in eine kreative und automobile Design-Freakshow, die nach Benzin und Pizza riecht. Dieser freudvolle und relaxete Umgang mit Autogestaltungen bewegt sich manchmal zwar ziemlich nah an der Grenze des guten Geschmacks, aber genau wegen dieser Extreme mögen wir diese Messe so sehr.

Für euch heißt es deshalb: Wendet eure Augen von den ach so normalen Hersteller-Konzeptfahrzeugen ab und richtet sie auf diese verrückte Heimumbauten.






Kuhl Racing Nissan GT-R

Schaut euch mal diese Lackierung an. Nein wirklich, schaut sie euch an. Mit all diesen Gravuren im Gürtelschnallen-Style muss dieser GT-R eigentlich aus Texas stammen. Aber nein, dieses Teil kommt tatsächlich aus Japan.

Diese einzigartigen und unglaublich detaillierten Gravuren wurden während des Lackierprozesses von Hand in das Metall gearbeitet. Kein Fiberglas-Mist, echtes Metall.

Kuhl wollte nicht, dass sich die Standard-Karosserieteile bei holprigen Straßen verwinden und deshalb die Farbe von dem aufwändigen Gravuren abblättert. Also haben sie sie ausgetauscht und auch gleich die Radkästen um 50 Millimeter vorne und 70 Millimeter hinten verbreitert.

Sieben Monate dauerte es, das Auto fertigzustellen. Dazu kommen ein Breitbau-Kit von Love Lark, mehrere Einkaufswagen voll an Performance-Teilen von Blitz und ein paar schicke Felgen von Savani Wheels.






Ford Equadoliner

Was ihr euch hier gerade betrachtet, ist ein Ford Ecoliner aus dem Jahr 1962 mit 4000 PS und jeder Menge Corvette-C7-Teilen. Falls ihr euch fragt, was wir davon halten … beide Daumen hoch.

Technisch gesehen handelt es sich um 1000 PS mal Vier. Auf dem hinteren Teil des Fahrzeugs sitzen deshalb vier Vollaluminium-Motoren von Ford. Jedes dieser 4,8 Liter großen V8-Aggregate wird mit einem großen Kompressor zwangsbeatmet.

VIERTAUSEND PFERDESTÄRKEN. In einem kitschigen Transporter aus den Sechzigern. Wir wollen ihn.




„The Special Bus“

Dieser Schulbus aus dem Jahr 1954 trägt etwas abgetragene gelbe Farbe und ist einfach nur als „The Special Bus“ bekannt.

Der Kindertransporter mit der charmanten Patina hat ein großes Herz. Ein großes 5,9-Liter-Cummins-Diesel-Herz. Mit einem 78-Millimeter-BorgWarner-Turbolader, der über einem 62-Millimeter-Lader sitzt. Die beiden hauchem dem ollen Selbstzünder rund 600 PS ein.

Glücklicherweise steht der Bus bei all der Power nicht mehr auf seinem originalen Chassis. Das „Neue“ ist ein 1980er-Chevy-C30-Unterbau mit individuell angepasster Heckaufhängung. Darüber hinaus gibt es Luftfederung an beiden Achsen.

Gerade Letzteres sieht nicht nur cool aus, sonder vereinfacht Kindern auch den Einstieg in dieses Transportmittel. Eine Win-win-Situation.






„Rusty Slammington“

Wenn ihr Fans von Internet-Bekanntheiten seid, dann dürfte euch dieser E28 der BMW-5er-Serie bekannt vorkommen.

Dieser 535i hat im Jahr 2010 für Netz-Furore gesorgt, als sich der Besitzer Mike Burroughs dazu entschied, einen rattigen Hot Rod aus dem Wagen zu machen. Aber nach dem fulminanten Aufstieg verpuffte das Projekt im Rauch. Im wahrsten Sinne des Wortes sogar, denn der Wagen fing Feuer und verbrannte kurzerhand.

Zur SEMA 2015 ist Rusty aus seiner Asche auferstanden. Fast die Hälfte aller Karosserieteile des alten Autos wurden wiederverwendet und dafür mit einem Cocktail aus verschiedenen Chemikalien behandelt, um den Alterungsprozess noch weiter voranzutreiben.

Auch wenn ihr die Optik vielleicht nicht mögt, wartet mit eurem Urteil, bis ihr erfahren habt, was sich unter dem Blech verbirgt. Im Motorraum sitzt ein auf 3,7 Liter Hubraum aufgebohrter M5-Motor aus der E34-Baureihe mit rund 500 PS. Rusty federt jetzt mittels Schubstrebe von H&R und gefüttert wird er mit 110-Oktan-Sprit. Alles gute Dinge. Genau wie Rusty Slammington.






1950er International Metro Eiswagen

Wir alle lieben Eiscreme … mit einem V8.

Das war wohl auch der Gedanke des Hot Rodders PJ Burchett, als er diesen alten Metro Van in der Nähe von Knoxville, Tennessee, ausfindig machte.

Dem Rostkübel wurden bereits seine Innereien entnommen und er wurde als Aufbewahrungsschuppen genutzt. Doch PJ kam eine bessere Idee und deshalb nahm er ihn mit zu sich nach Hause.

Er hat den Eiswagen gründlich überarbeitet, viele Corvette-Teile verbaut und anschließend eine liebevolle Lackierung aufgetragen.

Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, schnürte PJ ein rund zwei Meter großes Eishörnchen aufs Dach. Und wie möchtet ihr eure Wundertüte? Mit ein paar bunten Streuseln?








„Valyrian Steel“

Bevor ihr fragt: Nein, dieses Gefährt ist nicht dem neusten Mad-Max-Film entsprungen.

Dieses Auto-Skulptur stammt von dem Künstler Henry Chang, der damit Besucher des diesjährigen Burning-Man-Festivals in der Wüste von Nevada erschreckte.

Der komplett aus Edelstahl gefertigte Valyrian Steel – Henry scheint ein Game-of-Thrones-Fan zu sein – wird von einem 2015er-Ford-V8 aus dem neuen Mustang angetrieben.

Ihr fragt euch, was dieses quirlige Gebilde am Fahrzeugheck sein soll? Es ist eine bewegliche und von Hand betriebene Skulptur, die inspiriert ist von Differenzialen und Planetengetrieben. Wir sind uns fast sicher, dass wir das so beim nächsten Honda Jazz sehen werden.

Es stecken zwar bereits rund 2000 Arbeitsstunden in dem Projekt, aber fertig ist es noch nicht. Wir sollen uns noch bis nächstes Jahr gedulden und sind uns nicht sicher, was der Künstler noch vor hat. Gepolsterte Sitze wären doch ein toller Anfang, oder?








Fab Fours Legend 2

Sagt „Hallo“ zum Fab Fours Legend 2, ein Felsenkletterer mit Irokesen, dem ganz egal ist, was ihr denkt.

Wir haben diesen modifizierten Wrangler bereits letztes Jahr auf der SEMA gesehen, damals hatte das Fahrzeug allerdings noch den Serien-Motor und das Serien-Getriebe verbaut. Es war also mehr eine Designstudie.

Für die diesjährige Messe hat man dem Legend einen GM-LS3-Motor mit rund 480 PS, ein Mercedes-Getriebe und eine neue Federung verpasst.

Mit einem um zehn Zentimeter abgeflachten Dach, großen 24-Zoll-Felgen mit noch größeren 50-Zoll-Reifen und auf Augenhöhe befindlichen Radkastenverbreiterungen sah der alte Legend aus wie ein aufgeblasenes ferngesteuertes Auto. Die zweite Version scheint etwas kleinere Räder zu haben und eher auf die Trail-Schiene zu gehen. Aber keine Sorge, wir hoffen, ihn in naher Zukunft ausprobieren zu können.






Smart ForTwo

Es gibt auf der SEMA einige Ausstellungsstücke, die sind sogar für Worte zu verrückt.

Dieser Smart Fortwo zum Beispiel mit seinem aufgemaltem Zombie-Minotaurus samt hervorstehender Hörner (wie auch immer diese durch die Fußgängerschutz-Regularien gebracht werden). Dazu kommt noch ein gruseliger Freund auf einem Dreirad.

Warum bloß? Wir gehen dann jetzt mal weiter ...




„The Super Six“

Vor dem heutigen Tag haben wir es nicht für möglich gehalten, das irgendwer an einem Ford F550 Super Duty vorbeiläuft und sagt: „Mensch, der ist mir zu klein.“ Wir lagen ja so falsch …

Dieses Gerät heißt „The Super Six“ und es ist gewaltig. So gewaltig wie eine kleine Ortschaft.

Der Pick-up ist die Arbeit von Diesel Power, ein paar Verrückte aus dem Norden Utahs, die keine Angst vor Stahl- und Schweißarbeiten haben.

Als erstes haben sie die Kabine verlängert, damit ihr fortan sechs eurer Freunde die Moab-Wüste aus einer Vogelperspektive zeigen könnt. Außerdem wurde die Ladefläche verlängert, sodass jetzt ein Trophy-Truck genügend Platz darauf hat. Allradlenkung (aller drei Achsen), ein Allradantrieb und automatische Sperren an jedem der sechs Räder sind ebenfalls inklusive.

Erstaunlicherweise hat es nur zwei Wochen gedauert, um dieses Monster zusammenzuzimmern.








Black Ops 4x4 Wrangler

Wenn wir der Fiat-Gruppe (FCA) glauben schenken dürfen, dann werden 98 Prozent aller verkauften Jeep Wrangler mit irgendetwas von der Zubehör-Liste ausgeliefert.

Diese Liste beinhaltet so gut wie alles: von der Fußmatte bis zur Seilwinde. Dieser Black Ops Wrangler hat dieses ganze Zubehör und noch viel viel mehr.

46-Zoll-Reifen und Beadlock-Felgen? Check. Eine abgesetzte Windschutzscheibe? Check. Ein Kompressor? Check. Zwei Schornsteine, die aus der Motorhaube ragen? Check. Ein Mir-ist-egal-was-andere-Leute-über-mich-denken-Lebensgefühl? Check.

Wir sind verliebt.






Superman Chrysler 300C

Auf der SEMA gibt es immer diesen Fall von ich-bin-ja-so-aufgeregt-dass-ich-es-völlig-übertreibe. Hier haben wir ein Beispiel dafür.

Dieser mit Airbrush versehene Chrysler 300C hat „Superman“ zum Thema und bietet euren Augen den kompletten Clark-Kent-Overkill. Angefangen beim rot-blau-gelben Leder-Interieur, über das Superman-Logo-Lenkrad bis hin zur Lex-Luther-versus-Superman-Kampfszene aus Pappmaschee im Kofferraum, ihr findet alles. Nur das Cape fehlt …

Wir stellen uns zum Ende nur noch eine Frage: Würde Lois Lane diesen Fahrzeugentwurf wirklich abnicken?




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