Ein Auto mit Sternenstaub am Rad, eine BMW-Fabrik mit Stuhl und vieles mehr

1.) Eine Art Bobby-Car, aber mit Verbrennungsmotor

Quizfrage für England-Kenner: Was ist das beliebteste Auto Großbritanniens? Fiesta, Corsa, Golf? Alles falsch. Jedes dieser Autos wird von einem Einsitzer ausgestochen, der sich nur bewegt, wenn irgendwer schiebt: das Cozy Coupe, die englische Ausgabe des Bobby-Car.

Das Lieblingsfahrzeug aller aufstrebenden Jugendlichen unter fünf ist ein Pioneer der emissionslosen Mobilität, es existierte schon lang vor dem Nissan Leaf und dem Mitsubishi Outlander Hybrid.

In puncto Emissionen gibt es aber eine Ausnahme, nämlich diesen Bolide hier. Das “Crazy Coupe” besitzt einen echten Verbrennungsmotor. Deshalb kann man das Ding erst ab 17 fahren. Das Vehikel wurde diese Woche in Ebay angeboten, fand aber zum Preis von knapp 30.000 Euro keinen Käufer. Ist ja auch ein strammer Preis für so ein Wägelchen, in dem es wahrscheinlich mächtig zieht und das wohl nicht besonders gut zieht.




2.) Halloween im McLaren-Showroom

Dass viele Autohersteller gern auf den Wagen aufspringen, wenn es ein spezielles Event zu feiern gibt, wissen wir. Jedes Jahr wieder das gleiche Überangebot von quälend lustigen Aprilscherzen. Oder denkt nur an die „Zurück in die Zukunft“-Photoshop-Orgien der letzten Tage.

Das Potenzial von Halloween aber wurde von den Marken noch nicht so richtig entdeckt. Mit gutem Grund vielleicht, wenn man sich diesen McLaren aus San Francisco ansieht. Hier hat jemand den Modellnamen 650S Spider allzu wörtlich genommen.

“Buh! Unser Showroom ist jetzt ein wenig gruseliger.” Oh Gott ... Wir finden die ganze Idee ein bisschen gruselig.




3.) Pizzalieferdienst Speciale

Wenn ihr in den USA eine Pizza bestellt, könnte sie in diesem Chevrolet Spark geliefert werden. Der hierzulande längst eingestellte Chevy Spark (ein geborener Matiz) war nur in zwei Disziplinen richtig gut: um Rentnern den Wocheneinkauf ermöglichen, und um reproduzierbare Enttäuschung zu erzeugen, wenn Leute ihr Mietauto auf dem Parkplatz suchten.

Bis jetzt. Denn dies ist “Domino’s Delivery Expert” (DXP). Es handelt sich nicht etwa um eine witzig gemeinte Studie für Japaner oder um ein Filmauto, sondern um ein richtiges Auslieferungsfahrzeug für die Pizzakette Domino’s. Der hintere Part des Spark wurde durch einen Ofen ersetzt, in dem die belegten Teigscheiben warm bleiben. Der Pizzadienst will 100 Stück davon bauen lassen und kooperiert dafür mit der Firma Roush, die sich sonst eher mit feurigen Mustang-Modellen beschäftigt als mit lauwarmen Italo-Gerichten.


4.) Sternenstaub am Rad

Das Mercedes S-Klasse Coupé gibt es überflüssigerweise mit Swarovski-Kristallen: 17 Klunker von dem überteuerten Straß-Glitzerkram verschönern auf Wunsch das Tagfahrlicht, 30 runde den Blinker.

Was die Marke mit dem Stern kann, kann Skoda schon lange, haben sich die Tschechen gedacht. Und ein Superb-Showcar namens Black Crystal auf die Beine gestellt. Das angebliche Highlight sind die mit „Sternenstaub“ verschlimmbesserten Felgen. Wie die Anführungsstriche andeuten, handelt es sich nicht um Material aus dem Weltall, sondern um irdische „Glaskristalle“, wie Skoda-Designer Josef Kabaň meint. Auch hier sind Anführungsstriche nötig. Denn es gibt keine Glaskristalle, weder im Weltraum noch hienieden.

Herr Kabaň, bei allem Respekt: Das Besondere an Glas ist gerade, dass es kein Kristallgitter ausbildet – das ist selten, das meiste andere Zeug tut das nämlich. Die Tschechen kooperieren auch nicht mit Swarovski, sondern mit dem etwas weniger glamourösen Glaswerk Preciosa aus dem nordtschechischen Jablonec nad Nisou (deutsch: Gablonz an der Neiße).




5.) Die Polizei hat keine Zeit mehr zum Blitzen

Ihr wart schon immer der Ansicht, es gäbe für die Polizei wichtigere Aufgaben als das Verfolgen von Temposünden? Dann gibt euch jetzt ein Polizist recht. Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sagte kürzlich der „Welt“, die Polizei habe derzeit anderes zu tun, als zu blitzen. Die Grünen haben alle Hände voll zu tun mit Flüchtlingen, Demos, Fußballrowdys und so. Da käme die Verkehrsüberwachung eben zu kurz, und das Familienleben der Polizisten sowieso. An Scheidungen wollen wir nicht schuld sein, dann leben wir lieber eine Zeit lang ohne Blitzer ...


6.) Flux-Kompensator für den Ford Fiesta

Dass Doc Brown und Marty McFly bei ihrer Zeitreise in „Zurück in die Zukunft“ am 21. Oktober 2015 (also Mitte dieser Woche) landeten, wisst ihr. Ford weiß es natürlich auch, und bietet auf seiner US-Website für den Fiesta einen Fluxkompensator an. Er ermöglicht Zeitreisen und wird stilsicher im Prototypen-Look in die Mittelkonsole integriert. Ob das Bordnetz die erforderlichen 1,2 Gigawatt Leistung hergibt, ist allerdings die Frage. Noch schlimmer für uns Liebhaber der Zeitreise ist jedoch: Das Extra gibt es nicht wirklich.


7.) Ein Ehepaar hat 12 Punkte aufgebrummt bekommen. Der Grund: Simultanes Rasen mit ihrem Lambo

Solltet ihr euch ein Auto mit eurem Partner teilen, dann bedenket stets das Folgende: Wenn ihr vergesst, wer von euch gefahren ist, könnte das über 3000 Euro kosten.

Zumindest tat es das für Kirk und Beverly Shenton. Und das auch noch für lumpige 35 Meilen pro Stunde in einer 30-mph-Zone in North Wales.

Das Paar gab an, nicht mehr zu wissen, wer sich hinterm Steuer befand – sie hatten getauscht, nachdem Mr. Shenton sich ein Bierchen gegönnt hatte – und prompt kamen beide vor Gericht. Dort wurden sie bestraft, weil sie bei der Identifizierung des zur Tatzeit fahrenden Fahrers versagten. Jeder bekam sechs Punkte und insgesamt wurde ihnen eine Zahlung von 2400 Pfund (etwa 3285 Euro) aufgebrummt.

„Die Dokumente der Polizei sagen klar und deutlich, dass man sich zu 100 Prozent sicher sein muss, bevor man einen Fahrer angibt und wir waren uns nicht sicher. Das Blitzerfoto ist zu dunkel und unscharf und wir wollten nicht lügen“, sagte Kirk der Seite „Mail Online“. „Wir haben versucht, die Gesetze zu respektieren und dafür wurden wir bestraft.“

Das Paar war in North Wales, um ein Schloss zu besichtigen, das es erwerben wollte. Hashtag „First World Problems“ und so ...








8.) Ein Elektro-Scooter mit eingebauter Balance

Direkt aus dem chinesischen Shenzhen erreicht uns eine Mail von Peter Chan, der einen Elektroroller der chinesischen Firma CHLIK anpreist. Das Ding hat 25 bis 30 Kilometer Reichweite und fährt bis zu 16 km/h. Das Besondere daran ist jedoch, dass der E-Scooter selbst für Stabilität sorgt, offenbar durch den Mechanismus im Vorderrad. Wie sich das wohl anfühlt, wenn auf nasser Fahrbahn das Vorderrad wegrutscht? Stellt euch das mal vor: Gerade als ihr euch drauf vorbereitet, mit den Rippen auf die Straße zu knallen, richtet sich der Roller unter euch wieder auf, und ihr fahrt weiter, als wäre nichts geschehen. Cool oder?

Wie (und ob) es funktioniert, wissen wir allerdings auch nicht. Vermutlich ist ein Gyroskop beteiligt, das die Abweichungen von der Ideallage misst. Wenn nötig, wird dann mit diversen Elektromotoren nachkorrigiert. Wie beim Segway, bei dem allerdings die zwei Räder nebeneinander, nicht hintereinander platziert sind. Oder eher wie bei dem Kabinenroller C-1 von Lit Motors von 2012.


9.) Im Oldtimer durch die Wüste

Das Bild erinnert stark an Jules Vernes „In 80 Tagen um die Welt“, aber es stammt nicht aus dem Film und wurde auch nicht im vorletzten Jahrhundert aufgenommen. Wir haben es aus einem aktuellen Newsletter zur Sahara Challenge herausgefischt, einer Rallye, die in zehn Tagen von Toledo bis auf den Platz der Gehenkten (ja, der heißt wirklich so) in Marrakesch führt.

Bei der diesjährigen Ausgabe siegten in der Oldtimer-Klasse Bill Cleyndert (Fahrer) und Jacqui Norman (Navigator) in einem Ford Model A von 1928. Das Model A gibt es gleich zweimal in der Geschichte von Ford. Nummer eins war der erste Wagen, den die Ford Motor Company produzierte, und er sah noch mächtig nach Kutsche aus. Hier geht es um das andere Model A, das 1927 die Nachfolge des berühmten Model T antrat. Der Wagen hatte einen 3,3-Liter-Vierzylinder mit etwa 40 PS, die Höchstgeschwindigkeit lag knapp über 100 km/h. Vorteil für heutige Fahrer: Das Modell war der erste Ford mit der heute üblichen Bedienung per Gas-, Brems- und Kupplungspedal sowie mit Ganghebel.


10.) BMW betreibt eine Fabrik mit Stuhl

Wir haben wirklich nicht beabsichtigt, diese "Zehn Sachen" mit einer richtigen Scheißmeldung zu beenden. Aber mir nichts, dir nichts landen wir in Südafrika, wo BMW offenbar plant, eine seiner Fabriken mit der Hilfe von rückwärtigem Kuh-Auswurf zu betreiben.

Der bayerische Autobauer will künftig alle seine Produktionsstätten mit erneuerbarer Energie laufen lassen. Zum Ziel führt unter anderem ein Zehn-Jahres-Deal mit einer Biogas-Anlage nahe der im Bild zu bestaunenden Fabrik in Rosslyn. Die Fertigungsstätte befindet sich außerhalb der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria.

Zu den Kraftquellen der Anlage zählt das Gas aus dem Dung von 30.000 Rindern, die am Rande des Standorts grasen. Ob die Kühe eine „Abschaltregelung“ haben, die ihre offiziellen Emissionen schönt, war bisher nicht herauszubekommen.




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