Wie schlagen sich die „Falcon Wings“ des neuen Tesla Model X gegen die besten Öffnungen der Geschichte?

 

Das sind die besten Autotüren aller Zeiten

Türen. In ihrer simpelsten Form nicht mehr als aufklappbare Platten, die sich öffnen, um Dinge, die drin sind, nach draussen zu lassen. Sie schließen sich auch, um Dinge wie Wind, Regen und verbale Entgleisungen auszusperren.

Wenn man sie jedoch an Autos anbringt, haben Türen das Potenzial für echtes Theater.

Wie ambitionierte Autodesigner schon lange wissen, eröffnet die alternative Platzierung von Scharnieren nahezu unbegrenzte Tür-Möglichkeiten. Sie erheben sich in die Lüfte, verstecken sich unter Seitenteilen, ja sie öffnen sogar rückwärts.

Und nun kommt Elon Musk und rüstet sein Model X mit doppelscharnierigen „Falkenflügeln“ aus. Es handelt sich dabei um hintere Türen, die sich nach oben ausbreiten, um es Kindern zu erleichtern, ihr Mitagessen auf dem Gehweg loszuwerden, nachdem sie in den Genuss des monströsen Schubs gekommen sind, den dieses 762-PS-E-SUV so entfaltet.

Für uns ist das Grund genug, einige der besten Öffnungen zusammenzusuchen, die jemals die Seiten von Motorfahrzeugen zierten.

Von Selbstmördertüren bis hin zu V-förmigen, syncro-helical betätigten Türen (und allem, was es dazwischen so gibt): Klickt euch einfach durch TopGears Auswahl der ultimativen, automobilen Öffnungen und nennt uns euren Favoriten …










Koenigsegg Agera R

Der Agera R hat sehr viele, sehr imposante Facetten. Sein 5,0-Liter-Biturbo-V8 spuckt 1140 PS aus, was es dem RS erlaubt, in 14,5 Sekunden auf 300 km/h zu stürmen.

Mindestens genauso wichtig: Der Agera R hat außerdem einen der kompliziertesten und coolsten Türmechanismen, den die Menschheit kennt. Technisch sind sie „V-förmig-syncro-helical betätigte Türen“.

Für den Rest von uns bedeutet das: Sie schrauben sich nach oben und außen und winden sich von der Horizontalen in die Vertikale, woran ein fürchterlich kompliziertes Arrangement von Tür-Flanschen und -Dämpfern Schuld trägt. Sie sind Kunst. Und außerdem sehr anfällig für Zerstörung durch Randsteine.




Cadillac Ciel

Der Tag, an dem eine besonders helle Leuchte entschied, lieber von hinten als von vorne „zu scharnieren“, löste ein Erdbeben im Türenland aus.

Sehet … die Selbstmördertür!

Seit ihrer frühen Anbringung an Pferdewagen haben sich rückseitig angeschlagene Türen als Symbol für Eleganz und Luxus etabliert. Man findet sie an allem, vom Rolls Royce bis zum … ähm … getunten Opel Corsa. Ihren Höhepunkt erreichten sie aber wohl an der Flanke des Cadillac Ciel Concept.

Die französischen Türen akzentuieren die ausladenden Linien des Ciel und umgarnen ein Interieur mit Olivenholz, Aluminium … und Cashmere-Decken für die Fond-Passagiere. Super-Luxus neu definiert.






Autozam AZ-1

Kei Cars sind cool. Winzig von Gestalt und noch winziger von Antriebskraft flutschen sie durch Tokio wie Micro Machines. Aber wie Mazda in den frühen 90ern bewies, gibt es einen Weg, ein Kei-jidosha Car sogar noch cooler zu machen: Flügeltüren!

Sagt Hallo zum Autozam AZ-1. Einem flügelbetürten, mittelmotorigen, heckgetriebenen Stadtflitzer. Nur 4300 Stück wurden gebaut. Glaubt es oder nicht, aber es gab sogar eine aufgemöbelte MazdaSpeed-Version, wodurch der Autozam AZ-1 endgültig zu einem der rarsten und absurdesten „Performance-Kei-Cars“ aller Zeiten wurde.


Aston Martin Rapide

Aston Martin beweist: Türen müssen nicht mega-schrill sein, um einen vernünftigen Aha-Effekt zu erzielen. Manchmal ist Einfachheit der Schlüssel.

Seht ihr, alle modernen Astons sind mit „Schwanentüren“ ausgerüstet. Im Prinzip sind sie normale Türen, die an einer „leicht beschwippsten“ Axe hängen. Sie ist nach oben geneigt, um die Bodenfreiheit zu erhöhen.

Okay, wir geben es zu: In dieser berauschten Welt aus Scheren- und Schmetterlingstüren wirkt das hier nicht mal leicht beschwippst. Aber es ist praktisch: Wenn du in deinem DB9, V12 Vantage oder Rapid vorfährst und versuchst mit aller Grazie emporzuklimmen, musst du keine ekelhaften Geräusche befürchten, die Unterseiten von Türen machen, wenn sie auf Bordsteine treffen. Eine gute Sache.




Ford GT

So weit wir wissen, gibt es keinen offiziellen Namen für die Türen des Ford GT. Also taufen wir sie „Guillotinentüren“.

Die Inspiration dafür stammt von den Renn-GT40s der 1960er und das halbe Dach hängt an den Oberseiten der Türen.

Der Grund dafür war ein leichterer Einstieg während der Fahrwerwechsel in Le Mans. Die zwei Fahrer sollten in der Lage sein, die Wechselei doppelt so schnell durchzuziehen während die Mechaniker sich hineinlehnen konnten, um sie ungehindert anzuschnallen. Gut für Le Sarthe, aber bei einem Straßenauto nicht ganz ohne Schwächen.

Erstens: Wenn du mit einer gewissen Größe gesegnet bist, ist die Möglichkeit, geköpft zu werden, ziemlich hoch. Abgesehen davon sind sie aus einem Stück und grauenhaft riesig, was das Ein- und Aussteigen ziemlich ekelhaft gestaltet, wenn ein anderes Auto zu nah neben deinem steht.

Für den Lidl-Parkplatz also eher ungeeignet. Aber sie sehen verdammt cool aus und manchmal ist das alles, was zählt.








Yo-Auto Yo-Concept

Studien geben Autodesignern die Freiheit, bei Tür-Konstruktionen komplett steil zu gehen. Addiere die magische Madness Russlands und du kriegst einen verdammt höllischen Cocktail.

Als Beweis präsentieren wir: das Yo-Auto Yo-Concept.

Auf der Frankfurter IAA 2011 gab dieser reichweitenverlängernde Hybrid solch rätselhaft Türen zum Besten, dass nicht wenige Menschen sich fragten, was sich dessen Designer am Frühstückstisch so alles neben dem Frühstück gönnt.

Die Türen gleiten nach hinten und drehen sich rückwärts aus dem Auto hinaus, um dann über dem Heck emporzuragen. Super für den Einstieg, nicht ganz so super, wenn du direkt an einer Wand geparkt hast.

Es dürfte wohl noch ein wenig dauern, bis diese Türen es in die Produktion schaffen.








BMW Z1

BMWs erster Roadster seit dem schmerzhaft schönen 507 knallte 1989 auf die große Autobühne und brachte viele Innovationen mit sich.

Die Plastik-Karosserie, um Gewicht und Reparaturkosten zu sparen oder der flache Unterboden und ein aerodynamisch geformter Auspuff, um dem Auftrieb ein Schnippchen zu schlagen.

Allerdings erinnert sich kein Schwein mehr daran, weil es beim Z1 einzig und allein um diese so verblüffend verschwindenden Türen geht, die nur designt wurden, um möglichst bizarr auszusehen. Sie funktionieren auch während der Fahrt und sind deshalb das perfekte Spielzeug für extrovertierte Handsignal-Enthusiasten.




Maserati Birdchage 75th Concept

Pininfarina (für immer verbunden mit Ferrari, Maserati und natürlich dem Peugeot 406 Coupé) brauchte ein Geburtstagsgeschenk für sich selbst. Dafür holte man sich die Hilfe des Ferrari-Enzo-Designers Ken Okuyama und das Resultat war das V12-befeuerte Birdcage-Concept. Ein Tribut an Maseratis Gitterrohrrahmen-Renner aus dem 1950er- und 1960er-Jahren.

Das mit Abstand exzellenteste aller seiner Design-Features war die Kampfjet-artige Glaskuppel, die sogar die Schmetterlingstüren des Enzo übertrumpfte. Unglücklicherweise war das klimaanlagenfreie Concept Car dafür berüchtigt, die Handvoll Journalisten, die das Glück hatten, es zu fahren, in der italienischen Sonne zu schmoren, wie ein gutes Ossobuco Milanese.


McLaren P1

Der McLaren P1 hinterlässt im blutigen Hybrid-Hypercar-Tür-Battle gegen seinen Erzfeind, den Ferrari LaFerrari, einen starken Eindruck. Schmetterlingstüren? Check. Deutlich sichtbarer Carbon-Rahmen wenn geöffnet? Check.

Wenn seine Türen oben sind und das auch noch in Verbindung mit dem monströsen hydraulischen Heckflügel, hört der P1 irgendwie auf, auszusehen wie ein Auto. Stattdessen erinnert er an einen Optimus Prime, der etwa zur Hälfte seiner Verwandlung eingefroren wurde. Was sicher genau dem entspricht, was Ron Dennis gewollt hätte. Wahrscheinlich.


Lamborghini Aventador LP750-4 Super Veloce

Alles am Aventador ist ziemlich aggressiv – sein Design, seine Lenkung – und sogar der Name, den man seinen berühmten Türen gegeben hat. Jap, es ist Sant'Agatas berühmter Scherentüren-Party-Trick. Zu sehen an jedem V12-Lambo seit dem Countach.

Bonus-Geek-Fakt: Der Aventador ist der erste große Lambo, der rahmenlose Türen trägt. Darum schwingen die Türen einen Hauch früher von der Karosse weg als beim Murcielago, um die Dachdichtungen nicht zu treffen. Ha, sowas steht wohl nicht in deinem Autoquartett.


Peugeot EX1 Concept

Ihr kennt das offensichtliche Problem mit Autotüren, oder? Sobald ihr es geschafft habt, den Griff zu betätigen und das Ding tatsächlich zu öffnen, müsst ihr immer noch ins Auto steigen, um euch zu setzen. Es ist so mühsam.

Mit seiner 2010 gezeigten, dreirädrigen Studie EX1 versuchte Peugeot dieses Lästigkeit ein für alle mal zu beheben. Und zwar indem sie die Schalensitze direkt an die Tür nagelten. Einfach die Tür öffnen und in den Sitz springen, der auch noch sanft hinausgleitet, um dich auf halber Strecke zu treffen. Leider Gottes sind das einzige Feature des EX1, dass es tatsächlich in die Nähe eines Peugeots gebracht hat, den man auch kaufen kann, seine LED-Scheinwerfer. Buh!


BMW Isetta

Die liebenswerte Isetta machte die Massen nach dem zweiten Weltkrieg mobil. Mit ihren 2,3 mal 1,3 Metern, und dem winzigen 236-Kubik-9-PS-Maschinchen war sie dafür perfekt geeignet.

Wofür sie aufgrund ihrer Größe weniger geeignet war, sind richtige Türen.

Also machten die Designer das einzig Logische und hingen Scharniere an die Nase des Autos. Das erlaubte den Passagieren den Knubbel zu erklimmen, als wäre er ein Miniatur-Frachtflugzeug. Sollte ein aggressiver Einparker für Aussichtslosigkeit gesorgt haben, diente das Schiebedach als praktischer vertikaler Ausstieg.




Mercedes 300 SL

Es gibt nur ein Auto in dieser Liste, das man an dem Spitznamen erkennt, den es einzig und allein wegen seiner Türen hat. Die Rede ist natürlich vom Flügeltürer.

Moderne Exoten wie der Pagani Huayra oder Daimlers eigener SLS AMG ahmen das gerne nach. Allerdings ist die klassische Silhouette des 300 SL nicht mehr als ein Produkt von ein bisschen unkonventionellem Ingenieurs-Denken.

Seht ihr, das Spaceframe-Chassis des SL brauchte eine Menge Platz, wo sonst der Einstieg ist. Und sein Glashaus war ungewöhnlich flach. Deshalb: Kein Platz für konventionelle Türen. Also rammten die über-pragmatischen Schwaben die Beschläge einfach aufs Dach. Dann gingen sie ins nächste Wirtshaus. Sie wussten noch nicht, dasss sie eines der ikonenhaftesten Designs der Autowelt kreiert hatten.




Mazda RX-8

Wenn du coole Türen für wenig Geld willst, gibt es kaum was Besseres als den Mazda RX-8. Das Wankel-Coupé lieh sich einen Trick von Rolls-Royce und quetschte Selbstmördertüren in seine kleine Konstruktion, um den Zugang zu den eingebauten Rücksitzen zu erleichtern.

Weil der spritzige Motor so viel Appetit auf Sprit, Öl und … ähem … sich selbst hat, kriegst du einen RX-8 fürs gleiche Geld wie einen zehn Jahre alten Kleinstwagen. Wer braucht Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit, wenn die Türen falschrum öffnen?


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