Gerade hat Ferrari den 325 km/h schnellen 488 Spider vorgestellt. Wir beleuchten den ziemlich exklusiven Club, dem er beitritt.

Hennessey Venom Spyder: 435 km/h (vielleicht)

Oh ja. Zumindest inoffiziell ist das hier das schnellste Auto der Welt. Der Hennessey Venom GT soll 435 km/h schaffen. Sind die Dachpaneele verstaut, sorgt er für das wohl alarmierendste Oben-Ohne-Erlebnis, das man sich vorstellen kann.

Wir sind uns allerdings nicht ganz sicher, ob wir den Rekordversuch wirklich wagen würden, wenn unser Kopf gerade lebensgefährlich im Wind hin und her springt. Das könnte auch erklären, warum es keine datierte Vmax-Messung für den offenen Venom gibt. Ausgehend von den 435 km/h, die mit Dach (leider nur in eine Richtung, weshalb kein offizieller Guinness-Weltrekord zustandekam) erzielt wurden, erscheinen dachlose 400 km/h sehr sehr wahrscheinlich.


Bugatti Veyron Grand Sport Vitesse: 409 km/h

Solange Hennessey nicht genug Anti-Panik-Pillen in einen seiner Testfahrer pumpt und Guinness anruft, ist das hier das offiziell schnellste Cabrio der Welt. Im Prinzip ist der Vitesse die Sonnenanbeter-Edition des 431 km/h schnellen Veyron Super Sport.

Er ist nicht ganz so schnell, aber alles ist relativ. Mit 1200 PS und einer Null-auf-100-km/h-Zeit von 2,6 Sekunden, können wir uns nicht vorstellen, dass viele Besitzer Lust auf mehr Leistung haben. Wir haben ihn bereits über die komplette Route 66 gescheucht und hatten definitiv keine …


McLaren-Mercedes SLR Stirling Moss: 354 km/h

Der „normale“ McMercedes SLR Roadster war für 335 km/h gut Der gegen Ende des SLR-Lebenszyklus aufgesetzte „Stirling Moss“ übersprang diese Hürde mit Leichtigkeit.

Das hemmungslose Styling nimmt Anleihen beim Mercedes 300 SLR, mit dem Moss und sein Beifahrer Denis Jenkinson die 1955er Mille Miglia gewannen. Nur 75 Exemplare wurden gebaut. Wer nicht bereits einen normalen SLR vorweisen konnte, bekam keinen.


Pagani Zonda Cinque Roadster: 349 km/h

Wir kennen Paganis Vorliebe, jede nur erdenkliche Special Edition aus seinem ersten Supercar herauszuquetschen. Wir könnten also eine ganze Menge Zonda Roadster aufzählen, die schneller als 320 km/h sind.

Mit seiner wunderbar unverbindlichen Höchstgeschwindigkeit von „349-km/h-plus“ ist der Cinque aber derjenige mit dem größten Spielraum. Nur fünf Stück wurden gebaut. Die derben 678 PS liefert ein von AMG handgefertigter V12-Sauger.


Lamborghini Aventador Roadster: 349 km/h

Sein Dach ist deutlich fummeliger und nicht so freundlich wie das des neuen Ferrari 488 Spider, allerdings haut der große Lambo ganze 24 km/h mehr raus, wenn du es wirklich drauf anlegst.

Und es wird sogar noch schneller, weil: Lambo hat den Aventador SV Roadster bereits bestätigt. 50 PS mehr und ein paar Kilo weniger im Wind sollten das ein oder andere Extra-km/h ausspucken. Womöglich packt Lamborghini aber auch einfach nur ein flapsiges „plus“ an die 349 km/h des normalen Roadsters bevor man wieder ewig eine Autobahn sucht, um die wahren Werte herauszufinden …


Porsche 918 Spyder: 340 km/h

Der 918 ist der einzige der heiligen Hybrid-Hypercar-Dreieinigkeit, der über ein herausnehmbares Dach und damit über ein fettes Alleinstellungsmerkmal verfügt. Das ist hilfreich, schließlich ist er der schwächste und gewöhnlichste (nennen wir es lieber „am häufigsten gebaute“) der Bande. Diese Dinge sind natürlich relativ.

Nicht vergessen: Der Porsche kann auch rein elektrisch. Allerdings werdet ihr das Dach sicher nicht nur abnehmen, um ein paar gelbe Strahlen abzufangen. Geht es nicht eher darum, den V8-Rennmotor-Sound in all seinem furiosen Glanz auf die eigenen Lauscher niederprasseln zu lassen?


Porsche Carrera GT: 330 km/h

Optisch gibt es Ähnlichkeiten zum zehn Jahre jüngeren Technik-Messias 918 Spyder. Unter ihrer Hülle bestreiten Porsches Hypercars jedoch reichlich unterschiedliche Pfade.

Der Carrera GT ist weitaus roher. Mit einem kreischenden V10-Sauger-Herz, reinem Heckantrieb und einer manuellen Sechsgang-Box.


McLaren 650S Spider: 328 km/h

Es muss Tränen der Wut und Verzweiflung gegeben haben, als die Ferrari-Ingenieure beim 488 Spider bemerkten: 325 km/h sind nicht 328 km/h. Nicht vergessen, für viele verlorene Seelen bedeutet der Besitz eines Supercars vor allem eins: Angeberei.

Immerhin hat der Rari mit 670 PS ein paar Pferdchen mehr im Stall als der Big Mac. Und sein Arsenal an schmeichelnden Elektronik-Hilfen bringt womöglich auch ein Fünkchen mehr Spaß. Aber hey: Wenn du dir ein 230.000-Euro-Cabrio leisten kannst, kannst du dir sicher auch zwei leisten.


Ferrari F50: 325 km/h

Jap, Ferraris neues „V8-Baby“ ist schneller als LaFerraris Großvater. Obwohl Opa einen V12 mit dicken Formel-1-Wurzeln hat …

In Anbetracht seines Mangels an Speed ist der F50 trotzdem ziemlich cool. Tatsächlich ist sein Platz in Ferraris Hypercar-Historie gesicherter denn je, schließlich ist er der einzige der illustren Party-Crew, der einen Saugmotor mit einem Schaltgetriebe kombiniert. Purer geht es nicht.


Lamborghini Gallardo Performante: 323 km/h

Auch Lamborghinis schmächtigeres Supercar hat es geschafft, obwohl wir glauben, dass der Gallardo aus der Liste fliegt, sobald die Lambos dem Huracán das Dach abhacken.

Der Performante ist im Prinzip die Cabrioversion des Superleggera. Inklusive des stärksten, im Gallardo verfügbaren Motors (dem 570-PS-5,2-Liter-V10) sowie einem unendlich tollen, festen Heckspoiler. Etwas nuttig? Ähm, ja. Wir wollen trotzdem einen.


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