Audis Detroit-Studie ist ein 286-PS-Crossover. Mit null Emissionen. Nimm dich in acht, BMW X6

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Das, liebes Internet, ist Audis erster großer Vorstoß in die Welt der Wasserstoff-Autos. Er (der Vorstoß) heißt h-tron quattro concept und eine Serienversion könnte schon zum Ende des Jahrzehnts unter uns weilen.

Die Vorstellung des h-tron erfolgte auf der Detroit Motor Show. Und was wohl als gerissener Versuch geplant war, die Brennstoffzellen-Technologie ins rechte Licht zu rücken, ist an und für sich ein äußerst ansehnliches SUV. Eines, das dem e-tron quattro concept vom letzten Jahr ganz schön ähnelt. Das macht auch Sinn, denn die beiden haben ziemlich viel gemeinsam. Und sie nehmen einen künftigen BMW-X6-Rivalen vorweg, der – Überraschung! – Q6 heißen dürfte.

Der h-tron ist nicht annähernd so stark oder schnell wie der e-tron. Sein Antrieb bringt es summa summarum auf 286 PS und 550 Newtonmeter. Allerdings reicht auch das für unter sieben Sekunden auf 100 km/h und eine (abgeregelte) Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h.

Viel wichtiger erscheint jedoch die Reichweite des h-tron und die gibt Audi mit 600 Kilometer an. Außerdem sollen die Tanks (die unter den Passagieren sitzen) in knapp vier Minuten wieder aufgefüllt sein. Genau, probiert das mal mit einem Elektroauto.

Emissionen aus dem Auspuff gibt es nicht und wenn der Wasserstoff ganz vorbildlich aus erneuerbaren Ressourcen produziert wurde, dann gilt für den h-tron: weiße Öko-Weste.

Der Antrieb erfolgt über Elektro-Motoren. Diese werden jedoch von einer Brennstoffzelle versorgt. Der h-tron quattro concept verfügt über Audis neueste Brennstoffzellen-Generation, die anstelle eines herkömmlichen Verbrennungsmotors unter der „Motorhaube“ sitzt. Die Zelle mit einem Wirkungsgrad von mehr als 60 Prozent leistet 150 PS und kann kurzzeitig von einer 60 Kilo schweren sowie 136 PS starken Lithium-Ionen-Batterie beim Beschleunigen unterstützt werden.

Jeweils ein E-Motor sitzt an der Vorder- (90 kW) und an der Hinterachse (140 kW). So wird der h-tron zum Allradler. Während in der Regel ein größerer Teil der Kraft nach hinten wandert, wird der h-tron bei niedrigen Geschwindigkeiten zum reinen Fronttriebler. Wie stark das Auto Bremsenergie rekuperiert, kann vom Fahrer in zwei Stufen gesteuert werden.

Der h-tron kommt mit einer Luftfederung, die sich je nach Komfort- oder Sport-Lust (und aus aerodynamischen Gründen) um bis zu 30 Millimeter in der Höhe verstellen lässt. Hinter gigantösen 22-Zöllern verstecken sich ähnlich enorme Keramikbremsen.

Aber aus technologischer Sicht ist das noch immer nicht alles. Ein Solardach soll bis zu 1000 Kilometer Extra-Reichweite im Jahr liefern. Außerdem gibt es haufenweise fetzige Beleuchtung. An Scheinwerfern und Rückleuchten kommen OLEDs zum Einsatz. Das gleiche gilt für die drei Innenraum-Displays, die dazu leicht kurvig sind. So wie bei eurem Fernseher, wenn ihr zu viel Geld habt.

Und weil das hier eine Studie ist und wir 2016 haben, geht natürlich nichts ohne eine zünftige Vorschau auf das autonome Fahren. Ein schöner Batzen Sensoren, Scanner und Kameras zeigt uns die Technik, die auch der kommende A8 (der erste „selbst fahrende“ Audi) an Bord hat

Selbige errechnet in Echtzeit ein Umgebungsmodell des Autos und stellt die Informationen den Assistenzsystemen und den Systemen für das pilotierte Fahren und Parken zur Verfügung. So steuert das Auto beim Einparken oder im Stop-and-Go-Verkehr auf Autobahnen bis 60 km/h komplett von alleine.

Audi sagt, der h-tron „zeigt, wie emotionsgeladen das pilotierte Fahren sein kann.“ Überzeugt?

 

Autor: TopGear

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