Der hochtechnisierte Business-Benz debütiert auf der NAIAS 2016

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Verehrte Taxifahrer, hier ist euer nächster Dienstwagen. Willkommen zur neuen E-Klasse von Mercedes, die – wie ihr eindeutig sehen könnt – genauso aussieht wie eine große C-Klasse. Oder wie eine kleine S-Klasse.

Beim Debüt auf der North American International Auto Show 2016 (11. bis 24. Januar) in Detroit geht es deshalb hauptsächlich um die neue Technik. Technik, die zum Großteil dafür da ist, euch vor einem großen Unfall zu bewahren.

Neben all dem normalen Zeug (Toter-Winkel-Assistent, Bremsassistent und so weiter) zieht auch die neueste Entwicklungsstufe der „Distronic“ in den Benz ein. Das System heißt „Drive Pilot“ und folgt jetzt anderen Autos, bremst und beschleunigt automatisch und übernimmt den größten Teil der Lenkarbeit. Das Ganze funktioniert bis zu einer Geschwindigkeit von 210 km/h.

Aber das ist noch nicht alles. Die E-Klasse kann sogar von selbst die Fahrspur wechseln und fährt ohne Zutun des Fahrers wieder an, solange der Verkehr nicht länger als 30 Sekunden stillsteht. Mittels GPS und den zahlreichen Kameras am Auto hält sich der Business-Benz auch automatisch an Tempolimits.

Im US-Bundesstaat Nevada hat Mercedes sogar schon drei neue Serien-E-Klassen als vollautonome Fahrzeuge zulassen können. Andere Autos benötigen zusätzliche Sensoren und andere Modifikationen, um für diese Form der Zulassung legal zu werden. Die Benz-Ingenieure mussten nur ein wenig an der Drive-Pilot-Software justieren. Zusätzliche Hardware war nicht nötig.

Und dann wären da noch ein automatisches Parksystem, so wie wir es bereits aus dem BMW 7er kennen, viel neue Kommunikationstechnik (die Autos tauschen untereinander Informationen aus und warnen sich bei drohenden Gefahren auf der Strecke) und ein weiterentwickeltes Sicherheitssystem, das euch im Falle eines Unfalls vor Verletzungen schützen soll.

Wir könnten jetzt noch eine Weile auf der Technik-Welle weiterreiten, doch das lassen wir, denn es gibt auch noch Motor-Neuigkeiten. Mercedes hat endlich den alten 2,1-Liter-Vierzylinder ad acta gelegt und ihn durch eine sauberere und grünerere Zweiliter-Maschine ersetzt. Zwei Motoren werden vom Start weg angeboten (der andere ist ein Zweiliter-Benziner) doch der Selbstzünder mit 195 PS spielt eindeutig die wichtigere Rolle im Programm. Zusammen mit einem Neungang-Automatikgetriebe gelingt der Spurt auf Tempo 100 in 7,3 Sekunden. Den Verbrauch gibt Mercedes mit 3,9 Liter auf 100 Kilometer an.

Kurz nach der Markteinführung folgen ein Sechszylinder-Diesel (der E 350 d) und eine Plug-in-Hybrid-Version (der E 350 e) in das Antriebsportfolio. Außerdem werden noch ein 150-PS-Einstiegsdiesel, Vierzylinder-Ottomotoren mit 183 bis 245 PS sowie ein Sechszylinder-Benziner mit 333 PS in das Motorenprogramm aufgenommen. Informationen zu möglichen AMG-Modellen gibt es bislang noch nicht, doch wir erwarten einen großen V8 und rauchige Burnouts.

Serienmäßig federt das Fahrwerk der E-Klasse übrigens mit konventionellen Stahlfedern, doch ihr habt selbstverständlich die Möglichkeit, eine Mehrkammer-Luftfederrung zu ordern.

Im Innenraum geht es fast so zu wie in der S-Klasse. Und das ist gut so. Zwei 12,3-Zoll-Bildschirme (der zweite Bildschirm ist optional) sind im Armaturenbrett eingelassen. Der eine dient als konfigurierbares Kombiinstrument, der andere visualisiert das Navigations- und Infotainment-System. Außerdem bekommt ihr berührungssensitive Touch-Pads ans Lenkrad, mit denen ihr das gesamte System mit Smartphone-ähnlichem Fingerwischen steuert.

Zum Preis gibt es bislang noch keine Informationen und auch wie die Kombi-Version aussehen wird, wurde noch nicht kommuniziert. Gebt dem Stern ein wenig Zeit. Denn jetzt hat es Mercedes erst einmal geschafft, dass sich der 5er von BMW und der Audi A6 anfühlen, als kämen sie aus dem letzten Jahrhundert ...

 

Autor: TopGear

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