Härteres, schnelleres und versauteres Sondermodell: Der F12 verliert Gewicht und erhält im Gegenzug mehr Abtrieb, mehr Carbon und mehr Leistung

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Wir hätten nicht gedacht, dass ein Sportwagen mit Frontmotor in irgendeiner Art und Weise schneller und besser werden könnte als der F12berlinetta von Ferrari. Doch vielleicht haben wir uns geirrt ...

Hier haben wird den F12tdf – dessen Abkürzung am Namensende für „Tour de France“ steht. Die Gründe für diesen Namen werden wir euch natürlich sofort erklären.

Er ist der Nachfolger des 599 GTO und die härtere, schnellere und rennstreckenoptimierte Variante des V12-Frontmotor-Wagens aus Maranello. Darüber hinaus soll er eine Straßenzulassung bekommen und am 8. November 2015 beim konzerninternen und klassenübergreifenden Motorsport-Wettkampf namens Finali Mondiali im italienischen Mugello debütieren.

Ja, der F12tdf ist ein bisschen kraftvoller als ein F12 von der Stange. Der 6,3-Liter-V12 wurde mittels neuer Ventilstößel und einem in der Größe variablen Ansaugtrichter von 740 auf 780 PS gepusht. Die Maximalleistung wird bei stolzen 8500 Umdrehungen pro Minute erreicht, ehe bei 8900 Touren der rote Drehzahlbereich beginnt.

Das Doppelkupplungsgetriebe aus dem F12 wurde für den F12tdf ebenfalls überarbeitet. Es schaltet jetzt 30 Prozent schneller hoch und 40 Prozent schneller runter. Darüber hinaus wurden die Räder der Vorderachse um acht Prozent verbreitert.

Die Luft wird euch aber erst im Aerodynamikteil dieser F12tdf-Zusammenfassung wegbleiben: Bei einer Geschwindigkeit von 200 km/h produziert der Wagen einen Abtrieb von 230 Kilogramm. Das ist nahezu doppelt so viel, wie der Standard-F12 erzeugen kann.

Zu den neuen Anbauteilen gehören ein größerer Splitter, neue Luftleiter an der Frontschürze sowie die sogenannte „Aerobridge“ an der vorderen Flanke, die „die Luft strömungsoptimiert über die oberen Enden der Seiten zum Heck“ führt.

Der Heckspoiler ist sechs Zentimeter länger und drei Zentimeter höher, während unter dem Fahrzeug noch mehr Cleverness für noch mehr Bodenhaftung sorgt.

Ferrari gibt feierlich bekannt: „Die Änderungen im Design sind so radikal, dass man von einer gänzlich neuen Designsprache gegenüber dem Ferrari F12berlinetta sprechen kann.“ Würdet ihr dem zustimmen? Klar, so subtil und elegant wie sein Ausgangsprodukt ist der tdf nicht mehr, aber ...

Weiter im Text: Man hat sich auch um das Gewicht gekümmert. Der freizügige Einsatz von Carbon und gnadenlose Sparmaßnahmen fast überall am Sondermodell konnten das Leergewicht auf 1520 Kilogramm drücken. Ein signifikanter Verlust von 110 Kilogramm.

All diese Punkte summieren sich zu einer Angst einflößenden Performance zusammen: Die Offiziellen bei Ferrari sprechen von 2,9 Sekunden von null auf 100. 200 km/h sollen bereits in weniger als acht Sekunden erreicht werden. Die Teststrecke von Ferrari schafft der F12tdf in 1:21 Minuten.

Zu der glühenden Traumzeit (ein LaFerrari ist nur etwas mehr als eine Sekunde schneller) soll auch die Hinterradlenkung beigetragen haben, welche laut Ferrari das Einlenkverhalten und die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten verbessert sowie das Übersteuern reduziert haben soll. Wir gehen trotzdem davon aus, dass man noch Übersteuern kann.

Oh, und was hat es nun mit der „Tour de France“ auf sich? Der Name hat nichts mit dem Radrennen zu tun, sondern bezieht sich auf ein Langstrecken-Straßenrennen, das zwischen 1899 und 1986 ausgetragen und von Ferrari in den Fünfzigern und Sechzigern dominiert wurde.

Bislang verliert Ferrari noch kein Wort über die Preisgestaltung des F12tdf. Wir können aber schon einmal festhalten, dass (a) ein normaler F12 mindestens 268.400 Euro kostet und (b) nur 799 Exemplare gebaut werden. Geht also davon aus, dass der gelbe Wagen oben in den Bildern nicht in der Dacia-Sandero-Preisliga spielen wird.

Ihr liebt ihn? Ihr fürchtet ihn? Oder würdet ihr lieber einen in Schwarz haben?

 

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