500 Newtonmeter, Achsen vom M4, XXL-Backen und viieel Rauch. Fürchtet Euch, RS 3 und A 45

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Der Kampf der Mega-Hot-Hatches ist gerade ein gutes Stück irrer geworden. Macht euch bereit für jede Menge Querness, denn hier kommt der neue BMW M2.

Der kleinste echte M kriegt einen 3,0-Liter-Turbo-Sechszylinder mit 370 PS bei 6500 U/min und bis zu 500 Newtonmeter zwischen 1450 und 4750 U/min. Und weil das hier ein BMW ist, geht der ganze große Schwall exklusiv an die Hinterachse.

Audi RS 3 und Mercedes-AMG A 45 sind euch ein wenig zu brav und „linientreu“? Nun, wer M4 und Co. kennt, weiß, dass hier eher andere Werte gelten dürften: „Slip vor Grip“, „Quer geht mehr“ … sucht euch einfach was aus. Ordentlich qualmen tut es in jedem Fall.

Apropos M4: Der M2 kriegt nicht nur einige Motorkomponenten vom großen M-Bruder sondern auch dessen komplette Vorder- und Hinterachse aus Aluminium. Die Hinterachse ist sogar wie beim M4 starr mit der Karosserie verschraubt. Ihr seht: Hier ist seriöse Renntechnik am Start.

Angenehmer Nebeneffekt: Damit die riesigen Achsen samt der fetten 19-Zöller halbwegs würdevoll unter den klitzekleinen 2er passen, musste das Auto vorne um 55 und hinten um 80 Millimeter auseinandergehen. Das Ergebnis ist eine fast schon schockierende Breite, die den M2 ähnlich manisch aussehen lässt, wie das selige 1er M Coupé. Es ist fantastisch.

Die extra für den M2 gebauten 19-Zoll-Räder sind übrigens mit klebrigen Michelin-Pilot-Super-Sport-Pneus in 245/35 ZR19 und 265/35 R19 bezogen. Dahinter verbergen sich deutlich kernigere Stopper (eine Vier-Kolben-Bremse mit 380-Millimeter-Scheiben vorne sowie eine Zwei-Kolben-Anlage mit 370-Millimeter-Scheiben hinten).

Wir gehen davon aus, dass der BMW M2 womöglich „ein bisschen“ quer geht, wenn ihr euch nur genug anstrengt. Ihr wollt auch mal geradeaus fahren oder findet es gut, quer UND nach vorne zu fahren? Kein Problem, denn BMWs elektronische Hinterachssperre ist ebenfalls dabei. Genau wie der M Dynamic Mode (MDM), der euch so lange driften lässt, bis der nächste Graben oder Baum ein bisschen zu nahe kommt.

Ach ja, die Fakten für den Stammtisch: Trotz etwas speckiger 1570 Kilo (der M4 wiegt keinen Deut mehr) macht der M2 die 0-100 km/h mit Siebengang-DKG in 4,3 Sekunden. Der RS 3 ist nicht schneller, der A 45 klaut nur ein Zehntel. Mit dem manuellen Sechsgang-Getriebe sind es 4,5 Sekunden.

Pech für alle, die sich nicht entscheiden können: BMW geht beim Thema „Funky Getriebe-Gimmicks“ richtig in die Vollen. Die manuelle Box verfügt nun wie im Porsche 911 über eine Zwischengasfunktion beim Runterschalten, das DKG wiederum bietet einen „Smokey-Burnout“-Modus. Verdammt, das wird schwer.

Ganz unabhängig von der bevorzugten Art des Gangwechsels endet der M2-Vortrieb je nach Kreuzchen in der Aufpreisliste (M Drivers Package) bei 250 oder 270 km/h. Der Verbrauch soll bei 7,9 Liter liegen.

Wie bereits erwähnt, ist der neue BMW M2 optisch nicht gerade die kleine Schüchterne mit Brille. Neben den XXL-Hamsterbacken kriegt er sehr kantige Schürzen mit sehr großen Lufteinlässen. Unter dem sehr großen Diffusor werdet ihr vier Auspuffrohre entdecken, die mit elektrischen Klappen dafür sorgen sollen, dass der breite Hund so singt, wie er aussieht.

Innen gibt es dafür die typische M-Dezenz mit eher zahm wirkenden Ledersportsitzen, ein paar M-Logos und – als Highlight – Dekorleisten in Echtcarbon. Ab April 2016 wird der kleinste M in den vier Farben „Long Beach Blau metallic“, „Alpinweiß“, „Black Sapphire“ und „Mineralgrau“ zu haben sein.

Etwas bayerisch-deftig: Die Preise starten bei 56.700 Euro. Damit ist der M2 genau 4000 Euro teurer als ein Audi RS 3 (52.700 Euro). Der Mercedes-AMG A45 startet bei 51.051 Euro.

Also Internetz, welcher der illustren Drei dürfte es für euch sein? 

Autor: Stefan Wagner

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