Null-auf-100-Sprint in unter 3,5 Sekunden, 500 Kilometer Reichweite und vier Türen. Die Zukunft von Porsche?

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Verehrte Leserschaft, willkommen in der Zukunft. In der Zukunft, in der 600-PS-Porsche-Sportwagen vier Türen, vier vollwertige Sitze und Vierradantrieb haben sowie in unter 3,5 Sekunden auf Tempo 100 gehen.

Willkommen beim Porsche Mission E – einem elektrischen Sportwagen, der auf der IAA in Frankfurt steht (17. bis 27. September 2015).

Wir geben ab an Porsche-Entwicklungschef Wolfgang Hatz, der uns erklären soll, was zur Hölle Porsche mit dieser Studie vor hat.

„Mit diesem Auto möchten wir eine neue Ära bei Porsche einläuten, ähnlich wie vor 50 Jahren mit dem 911er“, erzählt Hatz. „Mission E ist mehr als ein reines Showfahrzeug für uns, es ist ein Konzept, das wir realisieren und in drei bis dreieinhalb Jahren in eine Serienproduktion überführen können.“

Kein Gerede um den heißen Brei also. Trotzdem müssen wir uns wohl noch länger gedulden, denn die Technologien müssen erst noch im Straßenverkehr zugelassen werden.

Zahlenbehauptungen des Mission E? Von null auf 100 km/h soll es in unter 3,5 Sekunden gehen, es gibt 600 PS, die von zwei E-Motoren erzeugt werden (einer pro Achse) und die Reichweite liegt bei 500 Kilometer. Darüber hinaus soll man die Akkus des E-Porsches in 15 Minuten bis zu 80 Prozent vollladen können. Das Gewicht liegt bei rund 2000 Kilogramm.

All diese Nummern und Zahlen sind aktuell noch rein theoretisch und basieren auf Zukunfts- sowie Entwicklungsprognosen.

Aber bei Porsche weiß man, um Kunden an große technische Veränderungen zu gewöhnen, muss man bei gewissen Punkten für weiche Knie sorgen. Hier kommt Designchef Michael Mauer ins Spiel: „Die Herausforderung war, das Fahrzeug möglichst flach zu gestalten“, erklärt Mauer. „Erst kommt der Fahrzeugboden, dann die Batterie und schließlich die Passagiere. Wir mussten um jeden Millimeter kämpfen, um diese Silhouette zu erhalten.“

Es hat sich gelohnt zu kämpfen, denn mit einer Höhe von 1,29 Meter ist der Mission E auf Augenhöhe mit dem Porsche 911. Der Strom-Zuffenhausener ist allerdings 1,99 Meter breit. Ein Zuwachs von 18 Zentimeter gegenüber dem aktuellen 911-Modell.

Die gesamte Länge rangiert zwischen Panamera und 911. Doch laut Mauer soll der Mission E eher ein viertüriger 911er als ein kleiner Panamera sein.

Die Fenster, die Dachlinie und die ausgestellten Radhäuser gehören zur klassischen Porsche-Designsprache. Aber wir finden auch zukunftsweisende Gestaltungselemente. Da wären zum Beispiel die gegenläufig öffnenden Türen, 3D-Scheinwerfer, eine Motorhaube, die an eine Muschelschale erinnert und ein extrem schmales und über die nahezu gesamte Fahrzeugbreite laufendes Rücklicht.

Das Interieur ist aktuellen Porsche-Innenräumen zwar weit voraus, aber immer noch in Sichtweite. Alles im Showfahrzeug in Frankfurt funktioniert – sogar das holografische Display in der Mitte des Armaturenbretts.

Das wirklich coolste Bauteil? Das gebogene und digitale Instrumentenpaneel, welches die fünf Rundinstrumente des allerersten 911 nachahmt – die des „901“, einem Konzept, das 1963 auf der IAA in Frankfurt gezeigt wurde.

Aber wir sind noch lange nicht am Ende: Im Mission E arbeitet eine Kamera, die auf das Gesicht des Fahrers abgerichtet wurde. Dank ihr weiß das Auto, wohin man schaut. Die gerade betrachtete Funktion wird hervorgehoben und lässt sich anschließend über einen Knopf am Lenkrad anwählen. Gruselig.

Viele von euch werden sich aber vor allem die Frage stellen, welches Geräusch eine mögliche Serienversion des Mission E machen könnte. Mauer schlägt den Klang von Flugzeugturbinen vor. Den Sound eines V8-Motors zu kopieren wäre der falsche Weg bei einem Elektroauto.

In Sachen Preislage verriet man uns, dass der Mission E nicht auf 918-Spyder-Niveau liegen soll, sondern weitaus günstiger ausfallen könnte. Die Gerüchteküche brodelt und es werden Preise um 130.000 Euro in den Raum geworfen. Das wäre dann die BMW-i8-Liga.

Also verehrte Leserschaft, würdet ihr so einen E-Porsche kaufen?

 

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