Inmitten von halsbrecherischen Motorradprofis soll er für Sicherheit sorgen. Und dabei auch noch Werbung machen ...

  • bmw_m2_motogp_16_01
  • bmw_m2_motogp_16_02
  • bmw_m2_motogp_16_03
  • bmw_m2_motogp_16_04
  • bmw_m2_motogp_16_05
  • bmw_m2_motogp_16_06
  • bmw_m2_motogp_16_07
  • bmw_m2_motogp_16_08
  • bmw_m2_motogp_16_09
  • bmw_m2_motogp_16_10
  • bmw_m2_motogp_16_11
  • bmw_m2_motogp_16_12
  • bmw_m2_motogp_16_13
  • bmw_m2_motogp_16_14
  • bmw_m2_motogp_16_15
  • bmw_m2_motogp_16_16
  • bmw_m2_motogp_16_17
  • bmw_m2_motogp_16_18
  • bmw_m2_motogp_16_19
  • bmw_m2_motogp_16_20

„1000 Kubikzentimeter und maximal vier Zylinder“ steht in den Regeln und das klingt irgendwie nach Kleinwagen, wenig Leistung und noch weniger Spaß. Doch mit einem Mindestgewicht von nur 158 Kilogramm und lediglich zwei Reifen, die den Bodenkontakt suchen, wird daraus eine ziemlich aufregende und rasante Angelegenheit.

Die Zweirad-Interessierten unter euch werden es bemerkt haben, es geht um die Formel 1 des Motorradrennsports: die MotoGP.

Alle, die zwei Räder nur als halbes Auto sehen, müssen jetzt aber keine Angst vor ausufernder Moped-Berichterstattung haben, nein, denn seit 1999 stellt BMW M-Fahrzeuge für die mittlerweile 18 Rennen pro Saison zur Verfügung. Mit vier Reifen, einem Dach und richtigen Sitzen. Hier ist das neue Safety Car für die MotoGP: ein BMW M2.

Moment, einfach nur ein M2? Im Prinzip ja, denn mit 370 PS aus einem Dreiliter-Reihensechser ist der Kompaktsportler mit Stufenheck und Heckantrieb eigentlich ausreichend motorisiert.

Aber von vorne: Im Oktober 2015 bekam die M-Manufaktur einen brandneuen M2. Er wurde in zehnwöchiger Arbeit umgebaut. Die Rückbank wurde entfernt und stattdessen wurden ein Überrollkäfig, Sechspunktgurte und ein Feuerlöscher verbaut.

Damit man das Safety Car auch als Safety Car erkennt, kamen ein LED-Lichtbalken aufs Dach, blaue LEDs ins Frontgitter, blinkende Corona-Ringe in die Scheinwerfer und rote LED-Blitzer ans Heck. Tschüss Straßenzulassung. Aber das mit dem TÜV interessiert auf der Rennstrecke sowieso niemanden ...

Doch der Lichtbalken macht nicht nur Sicherheitsstimmung auf dem Track, sondern ändert blöderweise auch die Aerodynamik des M2. Deshalb schraubte die M GmbH einen verstellbaren CFK-Spoiler auf die Kofferraumklappe. Bei den Bremsen wurde ebenfalls aufgerüstet: Carbon-Keramik von M3 und M4 sorgen nun für Verzögerung.

Und weil man zwischen all den heißen Öfen auf der Rennstrecke akustisch nicht untergehen möchte, hat man die Abgasanlage von so lästigen Sachen wie einem Schalldämpfer, den Katalysatoren und dem Klappensystem befreit. Ihr kennt so etwas ... vom Wörthersee oder aus Oschersleben.

Und was habt ihr jetzt von so einem tollen M2, der ohne Straßenzulassung inmitten von verrückten Motorradfahrern für Sicherheit sorgt? Die Antwort lautet: Inspiration. Denn der Safety-Car-M2 dient auch als Werbeträger für das M-Performance-Zubehörprogramm.

Wenn ihr also im April 2016 für mindestens 56.700 Euro einen M2 ordert, solltet ihr an das Safety Car denken und (wenn es nach BMW geht) auch beispielsweise beim Gewindefahrwerk oder den vielen Dekorelementen ein Häkchen machen.

Autor: Manuel Lehbrink

Folgt uns:

Aktuelle Nachrichten

Bildergalerien

Tests und First Drives

Nachrichten im Video

Die besten Videos aus TopGear TV

Die neuesten Ausgaben von TopGear in unserem Shop

Zum Seitenanfang