Prius-Rivale verspricht „dynamisches Fahrverhalten“, aber wir mögen die potenzielle Klimakompensation

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Er ist der Versuch von Hyundai, den Toyota Prius vom globalen Ich-will-einen-praktischen-Hybriden-kaufen-Thron zu stoßen. Er heißt Ioniq, oder, wenn wir nach den Presseunterlagen gehen, IONIQ. Doch wir finden mit aktivierter Feststelltaste schreiben irgendwie dämlich ...

Was wir mit dem Ioniq bekommen? Einen frontgetriebenen und mit Doppelkupplungsgetriebe ausgestatteten Schrägheckwagen, der in drei Geschmacksrichtungen geliefert wird: als Elektro-Version, als Plug-in-Hybrider oder als Hybrider.

Von Beginn an wurde der Ioniq als Hybrider geplant. Diese Version beinhaltet einen 1,6 Liter großen Vierzylinder-Benziner, der 103 PS entwickelt. Der Verbrenner wird von einem 45 PS starken Elektromotor unterstützt.

Darüber hinaus gibt es einige elegante Feinheiten: Die Motorhaube, die Heckklappe und Teile des Fahrwerks sind aus Gewichtsgründen aus Aluminium gefertigt. Wären diese Komponenten aus Stahl, hätte der Ioniq 12,6 Kilogramm mehr auf den Rippen. Außerdem arbeiten die Akkus mit der neuesten Lithium-Ionen-Polymer-Technik.

Der Energiespeicher ist tief im Fahrzeugboden verbaut, um den Schwerpunkt so tief wie möglich zu halten. Ebenfalls gut für die Handling-Eigenschaften dürfte die Multi-Link-Hinterachse sein. Hyundai stellt heraus, dass die Schwerpunkte bei der Entwicklung des Ioniq auf den Handling- und Fahreigenschaften lagen. Ein etwas gewöhnungsbedürftiger Kontext für ein Hybrid-Fahrzeug. Kein Mensch kauft einen Prius, um damit großen Fahrspaß zu erleben ...

Interessanterweise soll der Verbrennungsmotor laut Hyundai den weltbesten Wirkungsgrad besitzen – er liegt bei 40 Prozent. Wenn ihr bedenkt, dass die meisten Motoren einen Wirkungsgrad von 25 bis 30 Prozent haben, dann sind das großartige Neuigkeiten. Diese Zahl beschreibt nämlich, wie viel des verbrannten Kraftstoffs tatsächlich in Power umgewandelt wird und nicht als simple Wärme verpufft.

Offizielle Zahlen gibt es noch nicht, doch wir erwarten Prius-Verbrauchswerte. Der Toyota mit Plug-in-Hybrid-System verbrennt nur 2,1 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer und emittiert 49 Gramm CO2 pro Kilometer … wenn ihr den Akku immer brav nachladet.

Wir wissen, was ihr denkt: Der Ioniq sieht irgendwie langweilig aus. Aber wir sollten diese ultra-effizienten Fahrzeuge annehmen. Die Gesetze werden strikter und die Luft für klassische Verbrenner wird dünner. Freuen wir uns also über praktische, effiziente und ökonomische Hybride oder Elektroautos. Warum? Am Wochenende kann man dann mit aufregenden Autos den unter der Woche betriebenen Klimaschutz kompensieren.

Klimakompensation mit einem V8-Musclecar, einem Kompaktsportler oder einem klassischen Porsche. Aus dieser Perspektive sieht die Zukunft doch ganz rosig aus, oder?

 

Autor: TopGear

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