*Wenn jemand so viel Geld für den 1969er Dodge Charger Daytona bei Mecum-Auctions bietet

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Das Auktionshaus RM-Auctions hat bei Versteigerungen in der letzten Woche über 60 Millionen Euro umgesetzt. Dort kam neben dem Ferrari 290 MM von Juan Manuel Fangio auch das Porsche 356 SC Cabriolet von Janis Joplin unter den Hammer.

Aber das ist nicht alles. Nein, ab und zu verkauft auch ein Ferrari-Sammler mal eben einen großen Teil seiner Maranello-Pferde für umgerechnet rund 12,5 Millionen Euro.

Was wir mit diesen Beispielen sagen wollen? Ganz einfach: Bei den hochdekorierten Auktionen in den noch höher dekorierten Auktionshäusern kommt oft nur makelloses Blech und Automobil-Ware erster Klasse auf den Verkaufstresen.

Doch es gibt Ausnahmen. Und dieser Dodge Charger Daytona, den ihr in der obigen Bildergalerie sehen könnt, beweist es.

Abgestellt, verstaubt, zugestellt und anschließend für Jahrzehnte vergessen – solch ein Dasein fristen viele Auto-Schätze in dunklen Scheunen überall auf der Welt. Und wenn es ein Wagen doch einmal zurück ans Tageslicht schafft, dann ist er oftmals so ramponiert und verfault, dass nur noch die Presse oder das Giftmobil die Sache in die Hand nehmen sollten.

Warum dieser Dodge Charger anders ist? Okay, fangen wir von vorne an ...

Die Modelle mit der Daytona-Bezeichnung waren eigentlich für den Nascar-Einsatz vorgesehen, doch damit der Hersteller das Modell mit dem riesigen Spoiler und der abgeflachten Nase bei der Rennserie einsetzen durfte, mussten mindestens 500 Exemplare auf die öffentlichen Straßen gebracht werden. Also liefen 503 Fahrzeuge im Daytona-Stil vom Band. Keiner mehr, keiner weniger. Ungefähr 385 der Fahrzeuge sollen heute noch existieren.

Dieses Daytona-Sondermodell stammt aus dem Jahr 1969. Der erste Besitzer war ein Richter, der den Wagen für seine Frau kaufte. 1974 ging der Charger für 1800 US-Dollar an einen damals erst 18-jährigen Jungspund, der ihn mit seinem 440er-Magnum-Triebwerk und der Dreigang-Automatik samt Differenzialsperre nach Panama City zum berüchtigten Springbreak trieb.

Auch wenn alle Seriennummern von Fahrgestell und Antriebsstrang übereinstimmen und das rot-weiße Geschoss gerade einmal 20.553 Meilen auf der Uhr hat – umgerechnet rund 33.000 Kilometer –, ist nicht alles Original, was mit Grünspan und Staub überzogen aus der Scheune gezogen wurde.

Nicht zur Serienausstattung gehören beispielsweise die nachträglich auflackierten Flammen an den vorderen Kotflügeln, die schwarzen Schalensitze mit integrierten Kopfstützen und der verchromte Schaltknauf. Aber seid doch ehrlich, als ihr 18 Jahre alt wart, habt ihr sicher noch viel schlimmere Sachen mit euren fahrbaren Untersätzen angestellt, oder?

Übrigens: Falls euch das Angebot zusagt, solltet ihr zwischen dem 15. und dem 24. Januar 2016 in Kissimmee, Florida, der Mecum-Auktion beiwohnen. Hier kommt das verwitterte – aber immer noch messerscharfe – Daytona-Teil unter den Hammer. Und Kleingeld nicht vergessen: 140.000 bis 165.000 Euro werden als Höchstgebot erwartet.

Und wie wärs? Ein Gebrauchtwagen mit nur zwei Vorbesitzern, rund 33.000 Kilometern auf der Uhr, Matching Numbers und ein klein wenig Patina?

 

Autor: Manuel Lehbrink

Fotos von Teddy Pieper, Courtesy of Mecum Auctions

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