Englisches Startup schockt Caterham und Ariel mit dieser 350-PS-Trackday-Waffe

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Wie es scheint kann sich nicht einmal die kuschelig-schöne Welt der superleichten Trackday-Exoten dem Leistungswettrüsten entziehen.

Nicht einmal ein Jahr nachdem das britische Diätauto-Startup Zenos seinen 250 PS starken E10 S in den Ring geworfen hat, befüllen sie ihre Rennstrecken-fressende Badewanne mit weiteren 100 PS. Sie nennen das Ganze Zenos E10 R.

Dafür schickte man den 2,0-Liter-Motor aus dem Ford Focus ST zum Teufel und ersetzte ihn durch einen 2,3-Liter-Vierzylinder mit 350 PS und 475 Newtonmeter. Klingt stark nach dem neuen EcoBoost-Aggregat aus dem Focus RS, oder? Zenos beteuert jedoch, man habe sich nicht beim langersehnten Allrad-Sportler seines Motorenpartners Ford bedient – die nahezu identischen Leistungsdaten seien das Ergebnis einer selbstentwickelten Motorsteuerung.

Wie genau die superschlauen Code-Knacker die Mehrleistung entfesselt haben, interessiert uns eher weniger. Viel mehr wollen wir wissen, was 350 PS mit einem 700-Kilo-Auto (Trockengewicht; der Zenos E10 S ist 40 Kilo leichter) anstellen.

Laut Zenos rennt der hinterradgetriebene, manuell geschaltete E10 R in glatten drei Sekunden von null auf 60 mph (96 km/h). Damit ist er ähnlich beängstigend unterwegs wie die schärferen Caterhams und Ariels dieses Planeten. Die Höchstgeschwindigkeit liegt irgendwo bei 250 km/h. Euer Augen- und/oder Zahnarzt dürften euch allerdings davon abraten. Schließlich ist eine Windschutzscheibe nach wie aufpreispflichtig.

Obwohl die Karosse im Prinzip unverändert vom Zenos E10 S übernommen wurde, kriegt der rennige R ein paar kosmetische Upgrades. Schließlich soll es auf dem nächsten Trackday keine Zweifel geben, was genau da unter eurem Hintern klemmt.

Die anfängliche „Drive Edition“ erhält einstellbare Dämpfer sowie Rennsitze und -gurte, die euch gut festhalten, wenn ihr es mal wieder geschafft habt, das Dämpfer-Setup komplett an die Wand zu fahren.

Immer dabei sind neue, größere und doch leichtere Räder, eine kürzere Schaltung und … naja … ein ganzer Haufen R-Sticker, die pro Runde eine halbe Sekunden bringen. Mindestens.

Der Zenos E10 R ist genau wie der E10 S hierzulande nicht erhältlich, aber wir sind sicher: Wenn ihr ganz lieb fragt, bauen sie euch auch einen. Auf der Insel kostet der leichte, schnelle Zwerg gut 35.000 Pfund (etwa 50.000 Euro). Damit ist er 10.000 Pfund (14.250 Euro) teurer als sein kleiner Bruder mit 250 PS.

Für ein Auto ohne Heizung oder Dach ist das ziemlich viel Geld. Für ein Carbon-Gokart, das jedes Hybrid-Hypercar auf der Nordschleife (und auf allen anderen Straßen) ordentlich auf Trab hält, ist das eher weniger viel Geld.

Passt zeitlich übrigens richtig gut für einen bitterkalten Winter. Hat irgendwer unsere Handschuhe und Hüte gesehen?  

 

Autor: TopGear

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