Die 2015er-Version des digitalen Klassikers ist da. Wie viel Leben steckt in dem neuen Spiel?

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Ihr braucht ein neues Winterspielzeug? Wie wäre es mit dem neuen Need for Speed? Der Titel trägt zwar nicht mehr das Wörtchen „Underground“ im Namen, aber die verregneten und glitschigen Digitalstraßen erregen trotzdem unsere Aufmerksamkeit.

Ventura Bay ist eine Karikatur von Los Angeles. Aber eine, die in dauerhafter Dunkelheit verweilt. Es ist sehr atmosphärisch gestaltet, wenn ihr durch Natrium-Lampen erhellte Straßen streift und mittels Lachgas-Knopf die Umgebung verschwimmen lasst. Es ist ein bisschen so, als würdet ihr den Film „Collateral“ im Zeitraffer schauen.

Wenn ihr durch die Stadt zu verschiedenen Aufgaben fahrt und euch nicht dorthin teleportiert, dann habt ihr die asphaltierten Wege der Stadt bereits nach zwei bis drei Stunden erkundet. Okay, es gibt auch etwas mehr als nur Asphalt, aber wenn wir ein Navi kaufen würden, welches uns ein Gleisbett als kürzesten Weg vorschlagen würde, dann würden wir es wahrscheinlich zurückgeben.

Aber das Problem ist nicht das Setting, sondern die Qualität der Action im Spiel selbst. Versteht uns nicht falsch, Need-for-Speed-Autos fahren sich wirklich schön, aber die Events im Spielbetrieb werden schnell langweilig und fangen an, sich zu wiederholen. Während der Rennen sorgt die künstliche Intelligenz dafür, dass euch ständig Autos überholen nur damit diese anschließend wieder an Tempo verlieren. So sollen die Wettkämpfe anscheinend interessant gehalten werden. Siege fühlen sich dadurch irgendwie zu leicht an und wenn dann doch mal die Anderen gewinnen, fühlt man sich ungerecht behandelt.

Es wird sogar noch schlimmer, wenn ihr auf die digitalisierte Version von Magnus Walker trefft, der eine Art Endgegner in der Story darstellt. Er hat es irgendwie geschafft, einen 1971er Porsche 911 so schnell zu machen, dass er euch in eurem 991 GT3 RS abhängt. Eine neuer Relativitätstheoretiker?

Das Erscheinen von Walker (zusammen mit Ken Block und seinem Hoonicorn) ist ein Zeichen dafür, dass sich EA nach dem Hypercar-Ausflug in „Need for Speed: Rivals“ auf andere Wurzeln der Autokultur besinnt. Der Schwerpunkt liegt auf Tuning. Und zwar so intensiv bis eure alten Kisten die dreifache Schallgeschwindigkeit erreichen.

Das System der Individualisierung ist eines der besten, die wir jemals in einem Videospiel gesehen haben. Wenn ihr etwas verändert, merkt ihr das sofort beim Fahrverhalten. Es ist vor allem wichtig eure Autos für die jeweiligen Events – zum Beispiel Driftveranstaltungen – passend einzustellen. Und ja, ihr könnt euch bescheuerte Farben wählen und Aufdrucke so anordnen, dass Schimpfwörter entstehen.

Irritierenderweise benötigt das Spiel eine konstante Internetverbindung. Die Gründe dafür sind uns nicht ganz klar. Sicher, nur so könnt ihr gegen andere Spieler antreten, aber meistens stören die nur und kommen euch bei irgendeinem Event in die Quere. Und wenn eure Breitband-Verbindung zusammenbricht, wird das Spiel völlig unbrauchbar.

Zwar machen die negativen Kritikpunkte kein wirklich schlechtes Spiel aus Need for Speed, aber es ist ein bisschen so wie beim Tuning: Wenn die Optik auch noch so überragend sein mag, ein bisschen sollte man auch unter der Haube die Hand anlegen ...

Wer jetzt Lust auf das neue Need for Speed bekommen hat, kann auf unserem Facebook-Channel bis zum 17.11.2015 eines von drei Exemplaren gewinnen ...

 

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