Yamaha zeigt auf der Tokyo Motor Show einen carbonlastigen MX-5-Gegner. Inklusive McLaren-F1-DNA

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Viele Menschen werden es vielleicht gar nicht mitbekommen haben, aber auf der Tokyo Motor Show 2015 ist ein brandneuer Sportwagen aufgetaucht. Und er teilt sich ein wenig DNA mit dem legendären McLaren F1.

Es handelt sich um das Yamaha Sports Ride Concept. Selbiges ist zwar leider kein Dreisitzer oder hat einen BMW-V12 im Rücken, aber Gordon Murray, der Vater des McLaren F1, hat an dem Teil mitdesignt.

Die zweisitzige Studie wurde mit Hilfe von Murrays iStream-Produktionsprozess namens „iStream Carbon“ kreiert. iStream wurde entworfen, um Leichtbau-Autos deutlich günstiger zu produzieren, als das mit herkömmlichen Methoden möglich wäre. Kapazitäten reichen von 1000 bis 350.000 Autos jährlich.

Murray demonstrierte iStream erstmals mit der winzigen Stadtauto-Studie T25. Beim neuen Sports Ride Concept zeichnet er für die Grundstruktur und die allgemeinen Dimensionen verantwortlich. Yamahas Designabteilung hat dann etwas daraus gemacht, das für ziemlich viel Aufsehen sorgen dürfte.

Mit 3,90 Meter Länge, 1,72 Meter Breite und 1,17 Meter Höhe ist das Sports Ride Concept ein Eck kürzer, schmaler und flacher als ein Mazda MX-5. Allerdings wiegt es lediglich 750 Kilo, was es 250 Kilo leichter macht als den Kult-Roadster. Laut Yamaha ist das Fahrerlebnis nicht weit von dem eines Motorrads entfernt. Wenn auch mit Dach, vier Rädern und Türen.

Was den Motor angeht, müssen wir uns auf Spekulationen und Gerüchte beschränken. Für seinen T25 verwendete Murray einst ein optimiertes Smart-Aggregat mit 660 Kubik. Etwas in der Art, mit Turbo und um die 100 PS, würde ein Leistungsgewicht von 7,5 Kilo pro PS bedeuten. Das wäre minimal besser als beim Basis-MX-5.

Die wirkliche Revolution am Yamaha Sports Ride Concept ist aber definitiv das Carbon-Chassis. Laut Murray ist es dramatisch günstiger als alles, was derzeit mit vergleichbarem Gewicht und ähnlicher Steifigkeit zu bekommen ist. Die Technologie ist aus der Formel 1 abgeleitet und nutzt eine Art Wabenstruktur, die zwischen zwei Carbon-Häute gepresst wird. Im Vergleich zu den festen Carbonpaneelen, die in High-End-Supersportlern verbaut werden, spart das eine Menge Geld und macht die Technik auch für „normale“ Hersteller erreichbar. Das verwendete Carbon soll ebenfalls eher günstig sein.

Ihr seht, hier schwirrt ein ordentlicher Leichtbau-Ethos durch die Luft. Dennoch ist das Interieur alles andere als asketisch. Der Mix aus Sattelleder, Kohlefaser und gebürstetem Aluminium erinnert eher an einen zwergenwüchsigen Pagani Huayra.

Die Frage ist: Kann sich Yamaha die Zahlen schön genug rechnen, um dieses Ding in die Serienproduktion zu entlassen? Immerhin will Yamaha die Arbeit am Sports Ride Concept nach der Tokyo Motor Show fortsetzen, was allgemein als gute Nachricht angesehen werden sollte.

Habt Ihr Lust auf den kleinen Kübel? Meinungen bitte jetzt ...  

 

Autor: TopGear 

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