Mazda zeigt auf der Tokyo Motor Show den grandiosen RX-Vision. Und er könnte schon bald Realität werden

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Da dürfte selbst Herr Felix Wankel vor Freude im Grab „rotieren“. Heute erleben wir das nächste Kapitel in der Liebesaffäre zwischen Mazda und dem Kreiskolbenmotor. Sagt Hallo zum RX-Vision, der soeben auf der Tokyo Motor Show vorgestellt wurde.

Es ist Zeit zu frohlocken, weil es in der immer homogeneren Autoindustrie offenbar doch noch sowas wie freie Meinungsäußerung gibt. Mazdas RX-Vision ist ein zweitüriges, zweisitziges Sportcoupé, dass den Nachfolger des RX-8 vorwegnimmt. Wir geben ihm jetzt einfach mal den Arbeitstitel RX-9.

Mazdas Produktplaner scheinen ein Faible für Symmetrie zu haben, weil: Vor zwölf Jahren erschien der RX-8. Und das ist auch genau der Zeitraum, der zwischen dem letzten RX-7 und dem RX-8 lag. Klarerweise (zumindest für uns) ist die Zeit also mehr als reif für Mazdas nächstes Sport-Flaggschiff. Und ganz nebenbei: 2017 ist der 50. Geburtstag von Mazdas erstem Wankel-Auto, dem Cosmo Sport. Streicht euch den Termin schon mal dick und rot im Kalender an.

Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich Mazda noch nicht so wirklich in die Karten schauen, was ein mögliches Erscheinungsdatum für den RX-Vision angeht. Einen recht bemerkenswerten Slogan im Teaser-Video konnte oder wollte man sich allerdings nicht verkneifen: „Dieses Modell repräsentiert unseren Traum. Aber wir wollen nicht, dass es für immer ein Traum bleibt.“ Für uns klingt das ziemlich unmissverständlich.

An der Frontmotor-Heckantrieb-Formel der RX-Familie hat man natürlich nicht herumgedoktert, aber das, was unter der Haube steckt, kommt frisch aus dem Ofen: Ein „Next Generation“-Wankelmotor, der auf den Namen SKYACTIV-R hört und laut Mazda die drei größten Wankel-Stolpersteine – Verbrauch, Emissionen und Zuverlässigkeit – ausmerzt.

Im Moment lässt Mazda in Sachen Power oder Leistungsdaten noch überhaupt nichts nach draußen. Wir wissen nicht, ob es einen Turbolader oder einen unterstützenden E-Motor gibt. Noch nicht einmal, wie viele Rotoren das Maschinchen benutzt. Aber wir graben weiter und informieren euch, sobald wir handfeste Infos bekommen.

Mit 4,39 Meter Länge, 1,93 Breite und 1,16 Meter Höhe ist der RX-Vision etwas kürzer, ein gutes Stück breiter und sehr viel flacher als der RX-8. Der Radstand von 2,70 Meter ist allerdings identisch. Das Concept Car steht auf 20-Zöllern mit 245er-Reifen vorne und 285er-Reifen hinten.

Das Design des RX-Vision nimmt Mazdas bekannt minimalistische Kodo-Formensprache auf, was ein weiterer Hinweis auf eine baldige Serienversion sein könnte. Im Gegensatz zum MX-5, bei dem es komplett um Kompaktheit und Leichtbau geht, darf der RX-Vision aber ein wenig deftiger auffahren. Wie ihr zweifelsfrei erkennen werdet, sieht er absolut wundervoll aus.

Es ist gut, dass Mazda alles ein bisschen anders macht als alle anderen. Ich meine, sie verzichten auf Turbos in ihren Benzinern, sie halten am MX-5 fest (und wie gut sie es tun), obwohl die weltweiten Roadster-Verkaufszahlen sinken und sie zeigen seit 54 Jahren eine unbeirrbare Liebe für den Wankelmotor.

Und gerade wenn alle denken, dass der Wankel und moderne Umwelt-Regularien nicht mehr wirklich vereinbar sind, kommt Mazda daher und belehrt uns eines Besseren. Hoffen wir, dass Mazdas Traum kein Traum bleibt ...

 

Autor: Stefan Wagner

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