„Ein Film von ausserordentlicher Hingabe ...“ So sieht TopGear 007s neuesten Streich

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Irgendwie fährt SPECTRE sein komplett eigenes Rennen. Buchstäblich. Es geht nicht nur darum, dass der neue Bond-Streifen einen Aston Martin DB10 und einen Jaguar C-X75 mitten in der Nacht durch Rom knallen lässt. Es geht darum, dass es mit derart viel Drama, Lärm und Dynamik passiert, dass man den Speed wirklich fühlen kann. Bonds neuester Fall ist ein Film von extremem physischem Ehrgeiz und unfassbarer Hingabe.

In ungefähr acht Minuten gelingen diesen beiden fantastischen Maschinen heftigste Jagdszenen, irre Drehungen auf nassem Asphalt, Ausweichmanöver über Trambahngleise und wilde Flüge über allerlei Hindernisse. Für einen gloriosen Moment (hier könnte euch kurz die Luft wegbleiben) gleiten sie im Paralleldrift über den Petersplatz. Hätte sich Seine Heiligkeit zum richtigen Zeitpunkt auf seinem Balkon befunden, wäre er jetzt sicher ein eingefleischter Petrolhead.

Wäre der ganze Wahnsinn in irgendeinem megaschlauen Supercomputer entstanden, würdet ihr über den Realismus Bauklötze staunen. So müsst ihr euch ständig vor Augen führen, das all das wirklich und warhaftig gefilmt wurde. Diese Autos haben diese Dinge tatsächlich gemacht. Anschließend dürft ihr euren offenen Mund wieder vom Popcorn-übersäten Boden in die Nähe eures Gesichts zurückführen.

Oder ihr lasst euch doch noch ein wenig Zeit. Schließlich gibt es ja noch die Flugzeug-gegen-Range-Rover-Schnee-Verfolgungsjagd in den österreichischen Bergen. Wie in der Rom-Szene mischt sich genug selbstironische Übertriebenheit in all das Spektakel. Quasi um uns diese gewisse Absurdität zu bestätigen, die wir ohnehin erwartet haben. Immerhin ist es die beste Art von Absurdität.

Um ein guter Bond-Film zu sein, braucht es aber freilich mehr als einen Haufen Stunts. Und SPECTRE hat mehr. Der Plot sieht vor, dass Bond Begegnungen mit alten Liebschaften, alten Feinden und – Spoileralarm – den Tieren von alten Feinden hat. SPECTRE ist wie ein Meta-Bond-Film. Und er schiebt uns mit einem Gefühl aus dem Kino, als wäre er der letzte.

SPECTRE ist ziemlich global. Der Film stellt viele relevante Fragen darüber, wie die heutige Überwachung im großindustriellen Maßstab dazu führen könnte, dass die Guten und die Bösen verschmelzen.

Die Verwaisung des jungen James ist der hauptsächliche psychologische Handlungsstrang. Das Skript, welches all das erklärt, ist etwas klobig. Aber wer erwartet ernsthaft, dass ein einsamer Killer wie Bond halbwegs eloquent über seine psychologischen Abgründe spricht? Glücklicherweise ist seine Fragestellerin zu diesem Thema absolut hinreißend: Es ist das neue Bond-Girl Dr. Madeleine Swann.

Naja, und außerdem bestreitet Daniel Craig seine wortlosen Kämpfe absolut brillant. Dabei spielt er den Rest der Truppe aber keineswegs an die Wand. Das Ensemble ist durch die Bank großartig.

So fürchterlich viel Zeit für alle diese Dinge gibt es aber gar nicht. Die Autos jagen sich schließlich nicht von selbst. Außerdem sind da diverse Gebäude, die in die Luft gejagt werden müssen, sehr muskulöse Schurken, mit denen gekämpft werden will und ganze Armeen des Bösen, die erschossen, abgestochen und stranguliert gehören. Oder aus Hubschraubern geschmissen.

Immer wenn du denkst, es geht dem Ende entgegen, scheint es einen weiteren Richtungswechsel zu geben. All das passiert mit so viel Elan, man hofft inständig, dass Bond einfach nicht aufhört. Du willst schon jetzt den nächsten 007-Film. Nun startet aber erstmal dieser hier. SPECTRE ist ab 5. November 2015 im Kinosaal deiner Wahl zu sehen.

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