Der verrückte 90er-Jahre-Prototyp stößt für ein Familienfoto zum mächtigen One:1 und seinen Freunden

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Der seltsam braune Keil, den ihr hier seht, füllt eine sehr wichtige Seite im Geschichtsbuch der Supersportwagen. Er ist der erste von Christian von Koenigseggs Supersportlern, und damit der Urvater vieler wirklich schneller Autos aus Schweden.

Kürzlich reiste der Wagen von seinem normalen Wohnort, einem schwedischen Fahrzeugmuseum, an, um seine Nachkommen zu treffen. Auf ihn wartete die ganze Bande, einschließlich Koenigsegg CC8S, CCR, CCXR Edition und CCXR. Die spektakulärsten sind jedoch der Agera R und der verrückte One:1 mit 1360 PS, ein Konkurrent des Veyron.

Der Prototype One wurde 1996 vorgestellt, ein Jahr später als geplant. Er hat einen 4,2-Liter-V8 von Audi mit passender Sechsgang-Schaltung. Ursprünglich wollte Christian alle Koenigseggs mit Audi-Motoren ausrüsten, aber der Deal kam nie zustande.

Die Karosserie besteht aus Verbundwerkstoffen und die Silhouette hat sich bis zu den heutigen Autos nicht verändert. Und wenn ihr die dreiteiligen BBS-Räder genau anguckt, seht ihr an der Nabe das schildförmige Logo von Koenigsegg.

Aber vom ersten Prototyp war es ein weiter Weg, und das Auto durchlief viele, viele Entwicklungsstufen. Erst später kamen die „Synchro-Helix-Türen“. 

Davor hatten die Autos nur ganz normale, langweilige Klapptüren. Aber irgendwann schafften es Christian und sein Team, sie so hinzukriegen, wie sie heute sind: Sie bewegen sich gleichzeitig nach oben und nach außen – der gloriose Übergang von der Waagrechten in die Senkrechten, den wir so lieben.

So, und jetzt zum Hauptpunkt: der Farbe.

Christian war natürlich stolz auf seinen ersten Supersportwagen. Und er hatte gute Absichten: Das Ding sollte die klassische knallige Kriegsbemalung bekommen, um das gute alte Skandinavien auf der Karte der Supersportwagen deutlich hervorzuheben. Der Plan war Orange, aber kein Lollipop-Orange wie bei Lamborghini, sondern eher ein leicht gebräuntes Orange wie bei Volvo. Wie beim C70, um genau zu sein.

Christian rief also seinen Lackierer an und erzählte ihm von diesem Wunsch, und dann fuhr er in den Urlaub – in der Erwartung, danach ein prickelndes, spritziges Orange zu bewundern.

Doch was er aufgrund eines leichten Missverständnisses und geringfügiger Farbblindheit bekam, war – na ja, eben dieses Braun.

Aber abgesehen von der Farbe war dieser Prototyp das Urmeter all der schnellen Koenigseggs, egal welcher Größe und welcher Kategorie. Vom Supersportler CC8S zum Hypersportler Agera R, bis zum Megasportler One:1 und dem kommenden Regera: Wir müssen diesem Prototyp für all diese Traumwagen danken.

Deswegen hat er diese Hymne wirklich verdient. Obwohl er braun ist.

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