„Bald werden Pedalerie und Lenkrad obsolet sein“ sagt Elon Musk zum Softwareupdate

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„Stellen Sie sich ein System vor, das acht Kameras, einen Radar und Ultraschall zur Verfügung hat. Es wird niemals müde, trinkt nicht und streitet sich nicht während der Fahrt.“

Das Zeitalter der selbstfahrenden Teslas ist angebrochen. Bei einer heutigen Pressekonferenz verkündete Tesla-Chef Elon Musk ein neues Softwareupdate für Teslas Model S. Es macht ein eigenständig fahrendes Fahrzeug aus dem Wagen.

Die Autopilot titulierte Software soll „den Fahrer von den langweiligsten und potentiell gefährlichen Aspekten der Straßennutzung entbinden.“

Die Grundlagen wurden bereits letztes Jahr gelegt, als Tesla damit anfing, neue Model S mit den technischen Notwendigkeiten für eigenständiges Fahren auszurüsten. Ein Front-Radar, zwölf Ultraschallsensoren, die in viereinhalb Metern Umkreis die Umgebung erfassen, eine Frontkamera und eine elektronische Bremse wurden verbaut. 

Nun folgte das Softwareupdate, die Version 7.0. Durch diese greifen die Hardware-Änderungen in zirka 60.000 Fahrzeugen. Dadurch werden automatisches Lenken in einer Spur sowie automatisches Spurwechseln (durch Blinkerberührung) möglich gemacht. Dazu kommt ein Tempomat, der den Verkehr liest. Alle Neuerungen gelten auch für das bald verfügbare Model X.

Auch die Bremsen können vom Fahrzeug angesteuert werden, um Unfälle oder ein Abkommen von der Straße zu verhindern.

Musk betonte, dass dieses Update nur eine Beta-Version sei und dass fahrerlose Autos erst in einigen Jahren Wirklichkeit werden könnten. Nach dem heutigen Update ist „der Fahrer weiterhin verantwortlich und behält die Kontrolle über sein Auto.“

Er fügte hinzu, dass zu diesem frühen Zeitpunkt in der Entwicklung der Fahrer stets zum Eingriff bereit sein sollte. „Eines Tages wird es keine Pedale und Räder mehr geben. Sie sagen dem Auto Ihr Ziel und es wird Sie dort hinbringen.“

Die jetzige Beta-Version soll bei dichtem Verkehr oder auf einer gut markierten Straße am Besten funktionieren. „Gerade bei viel Verkehr ist es eine tolle Sache“, sagte Musk. „Wenn der Verkehr sich langsam bewegt, klappt es so gut, dass Sie fast die Hände vom Lenkrad nehmen können.“

Alle Teslas werden permanent Daten, die beim autonomen Fahren gesammelt werden, an einen zentralen Server schicken. Dort werden diese bearbeitet und an die einzelnen Fahrzeuge zurückgeschickt, die somit verbessert werden. „Ich glaube nicht, dass wir uns Sorgen wegen Autos machen sollten, die sich selbst fahren“, ließ Musk verlauten. Dann sind wir ja endlich alle Sorgen los.

Nur Besitzer eines Model S mit der aktuellen Hardware werden in der Lage sein, das 2500-Dollar-Paket fürs eigenständige Fahren zu nutzen. Der nachträgliche Einbau würde „sich finanziell nicht lohnen.“

Apropos Zukunft, wann ist es denn nun soweit? Musk denkt, dass der eigenständig fahrende Tesla nicht mehr weit weg ist: „Ich bin mir sicher, dass das Auto innerhalb von drei Jahren in der Lage sein wird, Sie von A nach B zu bringen. Dies wird ohne einen Eingriff Ihrerseits und in völliger Sicherheit geschehen.“

Natürlich gibt es noch einige legislative Dinge zu klären. Zum Beispiel, wer im Falle eines Unfalls haftet. Kommen werden solche Autos auf jeden Fall. Nun testen schon vier Hersteller – Audi, BMW, Mercedes und Tesla – autonom fahrende Fahrzeuge. Eine neue Ära ist im Anmarsch.

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