Gekauft und gefahren von Janis Joplin, bepinselt von ihrem Roadie, gealtert im Museum und jetzt reif für eure Garage ...

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Zu sagen, dass dieser Porsche einfach nur ein Porsche ist, wäre genauso, wie wenn man behaupten würde, dass das Empire State Building nur ein ganz normales Bürogebäude sei.

Okay, dieses knallig bunte 356 Cabriolet schreit die Augen vielleicht etwas intensiver an als ein grauer Steinklotz in den schon von sich aus bunt leuchtenden Straßen von Manhattan, aber es soll hier ja auch um Autos und nicht um Architektur gehen.

Also, was ihr hier seht, ist ein 356 C 1600 SC Cabriolet von 1964. Der Oben-ohne-Porsche hat einen 1,6 Liter großen Vierzylinder mit Solex-Fallstromvergaser an Bord. Das Motor-Vergaser-Setup produziert 95 PS. Darüber hinaus gibt es Einzelradaufhängung, ein Viergang-Schaltgetriebe und Trommelbremsen an allen vier Rädern.

Aber jetzt ist erst einmal Schluss mit Technik und Daten. Lasst uns über die Hippies reden ...

Wir befinden uns inmitten der 1960er-Jahre, als die besten Ideen aus den Pinseln, Gitarren und Füllfederhaltern der Kunstschaffenden flossen, wenn jedes nur erdenkliche Betäubungsmittel zum Einsatz kam. Bewusstseinserweiterung zur Erschaffung von Neuem ...

Die Erschaffung des Joplin-Porsche begann im Jahr 1968, als der weibliche Rockstar auf den Straßen von San Francisco ein ähnliches Modell sah. Daraufhin erstand die damals 25-Jährige bei einem Händler in Beverly Hills dieses vier Jahre alte Exemplar für 3500 US-Dollar.

Die auffällige Bepinselung stammt aus den Händen des Band-Roadies Dave Richards. Wie es dazu kam? In einem Interview aus dem Jahr 2009 erläuterte Michael Joplin, der Bruder von Janis, dass seine Schwester „die Arbeit von Dave mochte. Sie gab ihm 500 US-Dollar und keine weiteren Anweisungen.“

Nachdem Janis am 4. Oktober 1970 mit nur 27 Jahren tot in ihrem Motel aufgefunden wurde und der vor dem Zimmer geparkte 356er an die Geschwister Michael und Laura ging, folgte anschließend die klassische Der-berühmte-Besitzer-stirbt-und-das-Auto-wird-ausgestellt-und-steigt-stark-im-Wert-Laufbahn, die nun in einer Versteigerung endet.

Die Geschwister erhielten den Wagen im Jahr 1973 und restaurierten und lackierten ihn zurück zum Originalzustand. Doch als ihnen in den frühen 1990er-Jahren die Bedeutung dieses Cabrios klar wurde, entschied man sich zwei Künstler zu engagieren, die die kunstvolle Lackierung von Richards duplizieren sollten.

Ab 1995 stand das Porsche-Cabrio für 20 Jahre in der Rock & Roll Hall of Fame in Cleveland, Ohio, um zu reifen.

Jetzt könnt ihr ihn ersteigern. Umgerechnet rund 350.000 Euro soll der Porsche 356 C 1600 SC bei RM Auctions in New York mindestens bringen. Eine wirklich schlechte Zeit für Sparschweine … und für Menschen mit Reflexepilepsie.

Autor: Manuel Lehbrink

Photo Credit: Darin Schnabel ©2015 Courtesy of RM Sothebys

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