Die Schweden kommen zurück auf die WTCC-Bühne und wir suchen nach geeigneten Spitznamen

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Es gibt Nachrichten, die kann man nicht direkt zuordnen und man fragt sich, ob es sich nun um verspätete Aprilscherze, oder vielleicht doch die Wahrheit handelt. Wenn Mini plötzlich melden würde, sie verbauen ab sofort Selfie-Kameras in ihre Innenspiegel, dann würden wir das wahrscheinlich ohne groß nachzudenken glauben.

Im Gegensatz dazu steht eine Volvo-Meldung, die uns soeben erreichte: „Volvo kehrt 2016 zurück in den Tourenwagen-Motorsport“. Tourenwagen-Motorsport also … okay … „zurück“ … wie jetzt?

Zugegeben, hierzulande denkt man beim Stichwort „Volvo“ eher an den gemütlichen XC60. Die etwas älteren Semester unter euch können sich sicher auch noch an Ausdrücke wie „Schwedenstahl“ oder Ähnliches erinnern. Ja, wir alle denken aber an stabile eckige Kisten mit unendlicher Laufleistung, wenig Rost und der Haltbarkeit eines modernen Panzerfahrzeugs. Aber an Motorsport? Nein, nicht wirklich.

In Deutschland ist die Performance-Abteilung Polestar nahezu unbekannt – obwohl sie auch hierzulande für dezente Leistungssteigerungen der Serienfahrzeuge sorgt. In anderen Märkten hat der hauseigene Volvo-Tuner mit den 350 PS starken Modellen S60 und V60 allerdings ziemlich potente Fahrerautos im Portfolio.

Und ja, genau diese Abteilung kann sogar Motorsporterfolge vorweisen – auch wenn diese bereits mehrere Jährchen zurückliegen. Drei ganze Dekaden, um genau zu sein.

Im Jahr 1985 starteten die Skandinavier mit einem kantigen alten Kasten namens 240 Turbo nicht nur bei der Tourenwagen-Europameisterschaft ETC, sondern gewannen auf Anhieb auch den Fahrertitel in der noch jungen DTM. "The Flying Brick" (der fliegende Ziegelstein), leistete etwa 330 PS und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h.

Zusammen mit dem Rennteam Polestar Cyan Racing geht es jetzt ab in die Saison 2016 der FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC.

Als geeigneten Untersatz wählte man einen sehr breiten, sehr schwarzen und sehr bösen Volvo S60 Polestar TC1, der wie der 240 mit einem Vierzylinder-Turbo ausgestattet wurde. Laut Volvo bringt es das Aggregat aus der aktuellen Drive-E-Familie auf 400 PS.

Gewicht, Beschleunigung, Verbrauch und andere technische Daten samt Fahrleistungen sind noch genauso unbekannt, wie die künftige Besatzung.

Die Ziele sind hingegen schon klar und die Freude ist auch groß: „Das ist ein großartiger Tag für uns alle bei Polestar Cyan Racing. Die Ankündigung in der WTCC zu starten, ist ein Programm mit nur einem Ziel: den WM-Titel nach Schweden zu holen", sagt Alexander Murdzevski Schedvin, der Polestar-Motorsportchef.

Antreten wird Volvo übrigens in der TC1-Klasse. Wir sind schon gespannt, wer am Ende der Saison die Nase vorne haben wird. Die Gegner kommen von Chevrolet, Citroën, Honda und Lada.

Namensvorschläge? Das „Schwedenbrikett“ vielleicht? Klingt jedenfalls heiß … und glorreich.

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