Eine Auflage von 50 Exemplaren des 650S Spider erinnert an die brutalen Renner aus den 1970ern

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McLarens Special-Operations-Team hat mal wieder in seiner Carbon- Schatztruhe gewühlt. Herausgekommen ist ein Geburtstagsgeschenk zum 50. Eherentag der wohl irrsinnigsten Rennautos in der Geschichte des Motorsports.

Limitiert auf gerade mal 50 Exemplare weltweit, kriegt der 650S Can-Am (alle davon sind übrigens Spider) erstmals ein Carbon-Hardtop, eine Carbon-Motorhaube, eine Carbon-Airbrake, eine Carbon-Heckschürze und … naja, irgendwie ist alles an diesem Auto aus Carbon.

Der McLaren 650S Can-Am rollt auf einem speziellen Satz Schmiedefelgen, der mit Titan-Bolzen befestigt ist und Pirelli-PZero-Corsa-Reifen sind ebenfalls dabei. Jap, hier gibt es jede Menge Detailversessenheit. Ganz klar, dass auch Carbon-Keramik-Bremsen Unterschlupf gefunden haben.

Aber denkt bitte nicht, dass hier nur die Aufpreisliste rauf und runtergerattert wurde. Es gibt mehr. Die neuen Gemüsehobel auf den vorderen Kotflügeln des Can-Am leiten böse Luft aus den Radhäusern, ähnlich wie die Einlässe bei Porsches neuem 911 GT3 RS.

Und – einmal rum ums Eck – sehen wir vier eingekeilte Endrohre, als sehr leckere Verneigung vor den Vergaser-Trompeten der Can-Am-Renner.

Das bringt uns mehr als elegant zu den extrem schnellen, „leicht“ verrückten Oldtimern, um die es hier eigentlich geht. Can-Am war in ihren Glanzzeiten der 1960er und 1970er eine US-Rennserie, in der die Crème de la Crème der europäischen Rennteams gegen ihre amerikanischen Pendants antrat. Mit superleichten, dachlosen Go-Karts aus der Hölle.

Im Qualifying-Trimm entwickelten diese Kleinwagen-großen Geschosse über 1000 PS. Alle von ihnen fielen über die Hinterräder her und das dank frühkindlicher Aero-Kenntnisse und archaischer Reifen-Technology so zügellos, wie man es sich heute gar nicht mehr vorstellen mag. „Sprit sparen“ oder „Traktionskontrollen“? Ähm … NEIN!

McLaren-Gründer Bruce McLaren trat in der Can-Am an. Als Team gewann McLaren zwischen 1967 und 1971 fünf Meisterschaften in Folge. Zusammen mit dem völlig überraschenden Le-Mans-Triumpf von 1995 und diversen Formel-1-Siegen (wer erinnert sich noch?) ist die Can-Am ein großer Teil von McLarens Geschichte.  

Und weil im Frühjahr 2016 genau ein halbes Jahrhundert seit dem Start der Serie vergangen sein wird, hat McLaren die Partyhüte rausgeholt und diesen 650S-Tribut entwickelt. Ein 650S-Tribut, der, und es tut uns wirklich leid, euch darüber informieren zu müssen, nicht über 1000 PS im Qualifying-Trimm entwickelt.

Allerdings dürften auch die guten alten 650 PS aus McLarens bekanntem 3,8-Liter-Biturbo-V8 ausreichen, stimmts? Immerhin pushen sie den 650S auf 330 km/h und fräsen die 100-km/h-Marke in 3,0 Sekunden nieder. Ich denke, damit müsst ihr dann wohl auskommen.

Ich fasse zusammen: Der Motor ist fix, es gibt ihn nur als Spyder und er bietet mehr Carbon als das Bad-Mobiliar von Ron Dennis. Bleibt nur noch eine letzte Frage: Würdet ihr für den Preis von 255.580 Pfund (zirka 344.000 Euro) euren McLaren 650S Can-Am lieber in „Mars Red“ (wie auf dem Bild mit dem klassischen M1B-Rennwagen), „Papaya Spark Orange“ oder „Onyx Black“ nehmen? 

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