Vorsicht SQ5 und F-Pace: Der BMW X4 M40i kriegt einen heißen neuen Motor. Mit Teilen vom M4. 

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Freunde der schnellen dicken Dinger, jubelt! Es ist der neue BMW X4 M40i. Ja richtig, der kleine, etwas seltsam aussehende Bruder des großen, etwas seltsam aussehenden X6 bekommt eine M-Kur.

Na gut, es ist nicht das komplette M-Powerpanzer-Programm wie beim völlig absurden X6 M. Viel mehr ist es eine Etwas-schneller-etwas-lustiger-Behandlung, wie wir sie zum Beispiel vom M235i kennen.

Damit aus dem Mitteklasse-SAC (Sports Activity Vehicel) ein M-Performance-Mittelklasse-SAC wird, hat BMWs Hardware-Abteilung dennoch ganz schön getüftelt. Hauptbestandteil ist ein neuer 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Benziner, den es so bisher noch nicht gab.

Lasst euch nicht hinters Licht führen, das hier ist nicht der neue, modulare Baukastenmotor aus dem 340i, sondern eine rabiat nachgewürzte Variante des „alten“ R6-Turbo aus dem X4 35i. Unsere M-Freunde scheinen Größeres vorgehabt zu haben, denn diese Maschine kriegt Kolben, Kurbelwellenlagerschalen und Zündkerzen vom Hochdrehzahl-Biturbo des M3/M4.

Dazu gibt es mehr Ladedruck, höhere Einspritzmengen, eine optimierte Ansaugluftführung sowie eine neue Abgasanlage mit Klappensteuerung. Solltet ihr tatsächlich mal auf die Rennstrecke wollen (bitte überlegt es euch gut), werdet ihr vermutlich auch den neuen, separaten Ölkühler ganz gut finden.

Aber kommen wir zum Punkt: Der neue M4-Light-Motor findet jetzt fleischige 360 PS bei 5800 U/min und 465 Newtonmeter ab 1350 U/min (vorher waren es 306 PS und 400 Newtonmeter). Über eine williger eingestellte Variante der ZF-Achtgang-Sportautomatik geht die Kraft an alle vier Räder. So schnalzt der X4 M40i in 4,9 Sekunden auf 100 km/h. Schluß ist bei 250 km/h. Klingt ziemlich angsteinflößend für ein reichlich hohes, reichlich schweres (1840 Kilo) Auto mit einem halben M auf dem Deckel.

Wir wollen gar nicht wissen (eigentlich wollen wir es schon wissen), was diese Maschine mit einem mehr als 300 Kilo leichteren BMW M2 anstellen könnte. Aber wir spekulieren hier natürlich nur wild durch die Gegend. Hat irgendwer M2 gesagt? Wir ganz bestimmt nicht.

Kommen wir zum Fahrwerk. Denn wenn ihr ein handelsübliches 4,67-Meter-Crossover-SUV-Coupé-Ding so fahren wollt, wie es sich für ein Erzeugnis aus Garching gehört (ihr wisst schon: Bergpässe zusammenfalten, Hinterreifen auf der Nordschleife frittieren, was man heutzutage mit einem Geländewagen eben so macht), dann müssen die Basics stimmen.

BMW spendiert dem X4 M40i daher mehr Negativ-Sturz an der Vorderachse, stärkere Querlenker, härtere Federn und verstärkte Stabis an Vorder- und Hinterachse. Auch die elektronischen Dämpfer sowie die Lenkung werden mit mehr Sportsgeist versehen. Das Allradsystem soll zudem heckbetonter ausgelegt sein – ein SUV, das nicht driften kann, kriegt man heutzutage schließlich kaum noch verkauft.

Serienmäßig steht der X4 M40i auf 19-Zöllern mit Michelin-Runflat-Bereifung. Optional sind für euren nächsten 4x4-Trackday aber auch 20-Zoll-Räder mit Michelin-Pilot-Super-Sport-Pneus erhältlilch. Größere Bremsscheiben vorne und optimierte Bremsbeläge rundum schließen das überraschend tiefgreifende Fahrdynamik-Paket für den schnellsten X4 ab.

Was ziemlich interessant sein könnte ist, dass der X4 M40i als klassischer „Schläfer“ durchgeht. Sprich: Er ist optisch kaum von seinen schwächeren X4-Brüdern zu unterscheiden. Sollte – aus welchem Grund auch immer – euer Leben davon abhängen: Achtet auf Spiegel, Grill und die seltsamen Flaps über den Lufteinlässen (grau). Oder die Links-rechts-Endrohre (schwarz). Wenn das nicht hilft: Auch der Heckdiffusor ist beim Super-X4 etwas herzhafter geraten.

Innen kriegt der M40i ebenfalls nur wenig Performance-Schminke. Spezifische Einstiegsleisten, ein paar zusätzliche M-Logos und ein wie immer zünftig dickes M-Sportlenkrad müssen reichen.

Wenn ihr jetzt denkt, mit dem neuen X4 M40i habt ihr gute Chancen, das tägliche Rennen zum Schulparkplatz gegen eure Audi-SQ5- und F-Pace-fahrenden Nachbarn zu gewinnen, dann legt schonmal mindestens 65.000 Euro zur Seite. Aber Vorsicht, denn gegen Mitte 2016 dürfte auch das neue Mercedes GLC Coupé 450 AMG in den Kampf der etwas zu schnellen, etwas zu unpraktischen SUVs eingreifen.

Bestellt werden kann der X4 M40i ab sofort. Ausgeliefert wird ab Frühjahr 2016. Welche der dynamischen Dampfwalzen würdet ihr nehmen?

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