Der Batterie-betriebene Crossover macht 0-100 km/h in 3,3 Sekunden. Was zum …?

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Ist heute der Tag, an dem das Elektroauto vom Außenseiter-Indie-Kanal direkt an die Spitze der Charts stürmt?

Das hier ist das Tesla Model X – das zweite Mainstream-Modell der kalifornischen Firma nach der Limousine Model S – und es ist ein siebensitziger, allradgetriebener, 762-PS-Elektro-Crossover, der null auf 100 km/h in 3,3 Sekunden macht. Und ja, ihr habt das wirklich richtig gelesen.

Widmen wir uns also erstmal diesen mehr als außergewöhnlichen Leistungsdaten. Wie das Model S wird auch die Topversion des Model X von einem 259-PS-E-Motor an der Front und einem 503-PS-E-Motor an der Hinterachse angetrieben.

Zusammen bringen es die beiden auf 967 Newtonmeter Drehmoment – die natürlicherweise von null U/min an verfügbar sind – und ermöglichen dem Model X eine 0-100-km/h-Zeit von knapp über drei Sekunden. Die Zeit für die Viertelmeile liegt bei 11,7 Sekunden. Autsch.

Zugegeben: Ihr müsst euer Model X mit dem sogenannten „Ludicrous Speed Upgrade“ aufrüsten, um diese absurde Beschleunigung zu erreichen. Im Standard-Trimm erhöht sich der Wert auf gähnend öde … ähm … 3,8 Sekunden.

All dieser Irrsinn gilt für das Model X P90D. Es wird auch eine 90D-Variante geben, die an beiden Achsen mit 259 PS daherkommt (nur mal so: Das sind immer noch 518 PS). Sie erledigt den Sprint auf Tempo 100 in 4,9 Sekunden.

Das Model X in der „Signature Edition“ - der einzigen zum Start verfügbaren Version – kommt mit einer 90-kWh-Batterie, die für eine Reichweite von 400 Kilometer gut sein soll. Ob ihr dieseen Wert auch wirklich erreicht, wird stark davon abhängen, wie ihr fahrt. Ganz ähnlich, wie bei diesem antiquierten Liter-auf-100-Kilometer-Angaben von Dieseln und Benzinern. Diesel. Benziner. Erinnert ihr euch an das Zeug?

Das Tesla Model X wiegt 2468 Kilo. Knappe 400 Kilo nördlich von einem, sagen wir mal, Audi Q7 3.0 TDI. Aber Tesla betont ausdrücklich, dass der Großteil des Gewichts weit unten sitzt (die Batterie befindet sich unter dem Fahrzeugboden). Also sollte das Model X in Kurven nicht zwangsläufig ein wankender Fetti sein.

Außerdem glaubt Tesla, dass die Absenz eines herkömmlichen Verbrennungsmotors helfen sollte, das Model X zum „sichersten Auto auf der Straße“ zu machen. Obwohl die offizellen Crashtests noch ausstehen, sagt das Unternehmen, seine eigenen Tests „deuten darauf hin, dass das Model X eine Fünf-Sterne-Wertung in allen Kategorien erhalten wird, und das als erstes SUV weltweit“. Es ist eine Kampfansage.

Hinter diesen Flügeltüren – Tesla sagt, sie seien nicht zum Protzen da, sondern damit Eltern ihre Kinder einfacher ins Heck des Model X stopfen können – befindet sich noch viel mehr von dieser Silicon-Valley-alles-wird-gut-Denke.  

Das Model X bekommt als erstes Serienfahrzeug einen sogenannten HEPA-Filter (High-Efficiency Particulate Arrestance), der nur die sauberste und wunderbarste Luft ins Fahrzeuginnere lässt. Zumindest so lange, bis ihr ein Fenster aufmacht.

Und mit einer Frontkamera, Radar- und Sonarsensoren, ist das Model X auch für autonomes Fahren gerüstet: Tesla sagt, Online-Updates werden die Ausgereiftheit dieser Systeme stetig verbessern. Das Ziel ist, dass das Auto innerhalb der nächsten paar Jahre im Prinzip selbst fahren kann.

Das Model X soll bereits diesen Winter in den Verkaufsräumen stehen, allerdings befürchten wir, dass es dank einer recht intesiven Warteliste womöglich etwas länger dauern könnte, bis eines davon an eurer hauseigenen Ladestation hängt.

Die offizellen Preise für die Model-X-Reihe sind noch nicht raus, wir wissen aber, dass eine vollausgestattete „Signature Edition“ knackige 132.000 US-Dollar kostet. Das entspricht etwa 118.000 Euro. Die „kleineren“ Varianten werden deutlich günstiger sein.

Ganz ehrlich, würdet ihr?

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