Niedriger, breiter, stärker: Seht euch an, wie das Rallye-Biest Erde frisst

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Nachdem Peugeot 2014 nach 25 Jahren Abstinenz zur mörderischen Dakar-Rallye zurückgekehrt ist, sind die Ingenieure von Peugeot Sport in ihren geheimen Bunker in den Vororten von Paris gestapft und haben sich an die Arbeit gemacht. Das Projekt: die nächste Version des markeneigenen Offroad-Monsters.

Und hier ist er, der Peugeot 2008 DKR16.

Er ist kein völlig neues Auto, eher eine extreme Weiterentwicklung des alten. Er basiert nach wie vor auf dem 2008, aber keine Angst: Das Ding ist etwa so 2008-mäßig wie Sébastien Loebs Pikes-Peak-Racer 208-mäßig war.

Zu den größten Nachteilen des alten Fahrzeugs gehörten die Stabilitätsprobleme – hauptsächlich, weil es sehr hoch und schmal war –, die es in Südamerikas schwierigem Terrain ein wenig wackelig machten.

Daher wurde das neue Auto um 200 Millimeter verlängert und verbreitert, und dann abgesenkt, um das Werk bodenständiger zu machen. Zwei Reservereifen wurden unter den Flanken versteckt, was dabei hilft, den Schwerpunkt abzusenken.

Um sicherzustellen, dass der DKR 2016 auf und über so ziemlich alles klettern kann, was niedriger als der Eiffelturm ist, wurden die Überhänge vorn und hinten verkürzt. Die Aerodynamik wurde verbessert – sicher, damit das Auto nicht beim ersten Dünen-Sprung in die Stratosphäre abhebt. Eine neue Haube und ein Lufteinlass am Dach balancieren den Abtrieb zwischen vorne und hinten aus, um zu garantieren, dass es sicher auf die Erde zurückkehrt. Es gibt auch eine neue Lufthutze, um die Luftströmung zu optimieren und um möglichst viele Erfahrungspunkte in Need-For-Speed-Foren zu sammeln.

Peugeot tritt noch immer mit einem Zweiradantrieb gegen die Allrad-Konkurrenz an. Die ganzen 350 PS und 800 Newtonmeter Drehmoment des verbesserten V6-Biturbodiesel-Mittelmotors gehen an die Hinterräder. Wie man in unserem Video sehen kann, erzeugt das hinten riesige Sandfontänen und spektakuläre Schleuderaktionen. Ein Pluspunkt, oder?

Aber es steckt noch mehr dahinter. Da keine Kraft an die Vorderräder geht, gibt es weniger mechanische Teile, die kaputt gehen können. Und der 2008 DKR darf in einer Klasse starten, die weniger stark reglementiert ist als die der dominanten Allrad-Konkurrenz.

Deshalb konnte Peugeot Sport dem DKR 2016 ein verbessertes Fahrwerk verpassen – mit viel mehr Federweg (460 statt 250 Millimeter), größeren Rädern (es sind nun einteilige Magnesium-Felgen) und einem trickreichen System zur Einstellung des Reifendrucks von innen, mit dem man die Gummidinger während des Fahrens aufpumpen und Luft ablassen kann.

Diese Änderungen waren bereits an einer Zwischenversion verwirklicht, die kürzlich bei der China Silk Road Rallye getestet wurde. Das Ergebnis war ein Doppelsieg für Peugeot und den elfmaligen Dakar-Sieger Stéphane Peterhansel (Platz 1) sowie den fünfmaligen Dakar-Motorrad-Champion Cyril Despres (Platz 2) im Schwesterauto.

Könnte der nächste Dakar-Sieg an Peugeot gehen? Wir werden bis Januar abwarten müssen. Bis dahin könnt ihr das neue Rallyeauto springen, hüpfen und driften sehen, auf so ziemlich jedem Belag, den Mutter Erde zu bieten hat …

 

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