Erinnert ihr euch, wie verrückt der RAV4 früher mal war? Der Toyota C-HR mit Hybridantrieb soll dieses Element ab nächstem Frühling wieder aufleben lassen

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Toyota lockert die Krawatte und lässt sich mal so richtig gehen. Die Crossover-Studie C-HR auf der IAA (ihr wisst schon, 17. bis 27. September …) soll sich bis zum Genfer Autosalon im Frühjahr 2016 zum Serienauto mausern. Und sie soll nicht wieder durch Toyotas traditionelle langweilige Praxis-Denke verwässert werden.

Der Chefingenieur des Serienautos, Hiro Koba, sagte uns, ihm wurde erlaubt, sich davon zu lösen. Stattdessen hat ein schicker Stil Priorität. „Es gibt heutzutage so viele kompakte Crossover. Toyota ist spät dran. Deshalb müssen wir unverwechselbar sein. Die Kunden für diese Fahrzeuge wollen wegen des Stils einen Crossover. Sie wollen Individualität zeigen.”

Koba fährt fort: “Sie fahren meist allein oder mit einem Beifahrer, und haben nicht viel dabei. Deswegen habe ich Platz im Fond, Rundumsicht und Kofferraum gegen Stil eingetauscht.”

Die Studie ist ein Fünftürer, wie das Serienauto, aber das Design verbirgt die hinteren Türen. Die Oberflächen der gesamten Karosserie sind dreidimensional ausgeformt und es gibt kantige Schnitte zwischen den Flächen.

Ja, aber all das wird in der Serie verwässert, sagen wir. Koba antwortet: „Wenn wir es übertreiben, können wir die Zielkunden nicht erreichen.” Wir werden es sehen.

Das fertige Auto wird kleiner als Qashqai und Konsorten, aber größer als die meisten der modischen Mini-Crossover (wie Juke und Captur). Die meisten Käufer dieser Fahrzeuge kommen von Schrägheckautos, deswegen werden sie schlechtes Handling oder hohen Spritverbrauch nicht tolerieren, glaubt Koba. Deshalb machte er die Fahreigenschaften zu einer Priorität.

Koba sieht leicht beunruhigt aus, als er die europäischen Fahrgewohnheiten beschreibt. Das Auto wurde teilweise hier gestaltet und entwickelt, daher kommt er oft zu uns herüber. „Die Fahrer bremsen nicht, wenn sie in eine schmale Straße einbiegen, oder vor einer holprigen, unübersichtlichen Kurve.” Deshalb habe er sichergestellt, dass das Serienauto von unserem halsbrecherischen Fahrstil unbeeindruckt bleibt, und er behauptet, dass es eine präzise Lenkung und ein gefügiges Fahrwerk hat.

Geholfen hat ihm, dass das Auto auf Toyotas New Global Architecture (TNGA) basiert. Dieser riesige Lego-Baukasten voller Plattformen und Motoren und Fahrwerken führt laut Koba dazu, dass der Schwerpunkt niedriger, die Karosserie steifer und leichter als bei früheren Toyotas ist. Gut für die Dynamik.

Der Antrieb wird aus dem Hybridsystem der neuen Generation bestehen, aber Leistungszahlen verrät Koba  nicht. Er soll aber natürlicher auf das Gaspedal reagieren als die derzeitigen Toyota-Hybriden. Was ebenfalls schön ist.

Ob es eine Version mit elektrisch angetriebener Hinterachse geben wird? „Wir denken drüber nach.“ Was ein japanischer Ingenieursausdruck ist für: „Ich darf es nicht sagen, aber so ist es.“

Seltsam, dass Toyota selbst findet, dass man spät dran ist bei den kleinen Crossovern. Mitte der 90er war der erste RAV4 so etwas in dieser Art. Aber dann wuchs er und wurde langweilig. Deswegen muss Toyota jetzt von vorne anfangen. Glaubt ihr, er hat eine Chance?

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