Alles zur Zukunft von Aston Martin. Mit Erlkönig-Video vom neuen V12-Aston-Martin beim Reifenquälen und bei der Lärmentwicklung

Ein Testfahrzeug, das offenbar den Nachfolger des Aston Martin DB9 darstellt – meist, wenn auch inoffiziell, als „DB11“ bezeichnet – wurde am Nürburgring gesichtet. Er absolvierte ein leichtes Training.

Wenn ihr bei dem inoffiziellen Video einmal über das Reifenquälen hinweg seid, werdet ihr feststellen, dass das Auto a) wirklich schnell aussieht, b) dass der Motorsound eine deutliche V12-Färbung hat und c) dass das Ding schon so gut wie fertig aussieht.

Der DB9 ist jetzt über zehn Jahre alt, und obwohl er im Lauf seines Lebens immer wieder aufgefrischt wurde, basiert er immer noch auf der altehrwürdigen „VH“-Architektur von Aston Martin.

Der neue DB9 GT ist, wie wir kürzlich bei seiner Vorstellung herausgefunden haben, ganz und gar hervorragend. Aber er ist der letzte Höhepunkt dieser Ära.

Wir kennen ein paar interessante Details zur künftigen AM-Modellpalette. So wissen wir, dass Aston an einem neuen Chassis arbeitet, das für die kommende Generation der Sportwagen-, GT- und Supersportler-Modelle vorgesehen ist. Das wurde letztes Jahr von Astons Finanzvorstand Hanno Kirner bestätigt.

„Wir entwickeln eine komplett neue Architektur und Technologien, um sicherzustellen, dass die Konstruktion unserer nächsten Sportwagen-Generation an der Spitze der Entwicklung steht,” sagte uns Kirner.

Wir wissen auch, dass der neue Aston-Chef Andy Palmer – er kam von Nissan, vielleicht erinnert ihr euch – gerne eine stärkere Differenzierung zwischen Astons kommendem Sportwagen (dem Vantage-Nachfolger), dem nächsten GT (dem DB9-Nachfolger) und dem künftigen Supersportler (dem Vanquish-Nachfolger) hätte. Auch das Crossover-Fahrzeug DBX ist auf dem Weg.

Und dann gibt es die vieldiskutierte Verbindung mit Mercedes, durch die Aston Martin maßgeschneiderte V8-Motoren von AMG, und elektrische sowie elektronische Bauteile von Daimler erhält. Doch sowohl nach den Signalen von Aston Martin als auch nach dem Sound des Testfahrzeugs zu urteilen, scheint der DB9-Nachfolger keinen V8 von AMG zu bekommen, zumindest nicht von Anfang an.

Das heißt, die Totenglocken für Gaydons großen V12 läuten noch nicht. Astons Designchef Marek Reichmann erzählte uns letztes Jahr, dass „der V12 zum Kern unserer Marke gehört. Er ist sehr wichtig für uns.”

Wegen der stetig verschärften Abgasvorschriften wird er sich jedoch weiterentwickeln müssen. „Es gibt verschiedene Wege zum Downsizing und um effizienter zu werden”, so Reichmann. „Daher stehen wir hinter dem V12.” Gott sei Dank.

Dann war da noch die Nachricht von Ende 2014, dass Lotus-Chefingenieur Matt Becker nach mehr als 25 Jahren Hethel verlässt und nach Gaydon wechselt.

Damals bestätigte uns Aston, dass Becker „Chefingenieur Fahrzeugmerkmal-Entwicklung“ werden würde, mit Verantwortung für Fahrzeugdynamik, NVH (noise, vibration, harshness, also Geräusche, Vibrationen und Härte), Aerodynamik und Haltbarkeit.

Insgesamt sieht alles rosig aus für den neuen Aston-GT. Aber was ist mit dem Design, also Astons Alleinstellungsmerkmal? Hier dreht sich alles um elegante Kleidung, sagt man uns. „Der nächste DB9 wird ein Gentleman-Express bleiben – der Speed-Smoking“, so Reichmann.

Hinweise auf das Design des DB9-Nachfolgers könnte James Bonds neues Auto geben, der DB10. Wenn ihr den kennt, werdet ihr wissen, dass er gut aussieht.

Frühestens beim nächsten Genfer Autosalon – im März 2016 – wird es den nächsten DB9 als Serienfahrzeug zu sehen geben, die ersten Autos werden bis Ende 2016 ausgeliefert.

Eine neue Plattform, entwickelt von einem Lotus-Handling-Experten. Motoren mit Know-how von AMG, Elektrik von Benz und ein 007-mäßiges Design. Die Aston-Martin-Renaissance verspricht einiges. Freut ihr euch auch drauf?

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