Das Reihensechser-Turbo-Coupé kriegt haufenweise orangefarbene Teile und mehr Power. Aber wie viel ist mehr?

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Dies ist der M4 GTS, eine härtere, schnellere, stärkere Ausgabe von BMWs Reihensechser-Turbo-Super-Coupé. Nur dass er das nicht ist. Noch nicht. Denn obwohl der GTS mächtig seriennah aussieht, ist er offiziell eine reine Studie. Doch BMW ist bekannt dafür, seine künftigen Serienautos als Designstudien mit fast identischem Design vorzustellen. Wir würden wetten, dass der M4 GTS in den nächsten zwölf Monaten auf die Straße kommt, und zwar in ziemlich unveränderter Form.

Aber wie schnell wird er sein? Gute Frage. BMW sagt es uns nicht, spricht nur von einem spürbaren Leistungsplus. Doch wir wissen, dass der 3,0-Liter-Sechser der GTS-Studie die gleiche Wassereinspritzung verwendet wie das M4 MotoGP Safety Car. Bei dieser Technik wird Wasser als feiner Nebel in das Saugmodul eingespritzt, was die Ansaugluft kühlt, sodass der Twinturbo-Reihensechser mit einem höheren Ladedruck und einem früheren Zündzeitpunkt arbeiten kann.

Im MotoGP Safety Car bedeutet das offiziell einen Sprung von etwa zehn Prozent, ausgehend von den serienmäßigen 431 PS des M4, was das Auto auf rund 470 PS bringt. Aber BMW-Insider haben uns gegenüber zugegeben, dass die richtige Zahl über 500 PS liegt.

In anderen Worten, der Serien-GTS könnte ganz schön stark werden. Dabei ist der normale M4 kein Schlappschwanz, er sprintet offiziell in 4,1 Sekunden auf Tempo 100 und knallt bei 250 km/h in den Begrenzer. Der GTS würde sicher unter vier Sekunden bleiben.

Er wäre auch ein passender Rivale für Mercedes’ neuen AMG C 63 S, der 510 PS aus seinem 4,0-Liter-Twinturbo-V8 holt.

Der GTS ist aber wohl leichter als der C 63. Nicht nur, weil er zwei Türen weniger hat, sondern auch, weil BMW viel Carbon verwendet hat. Der Serien-M4 wiegt 1572 Kilo, und der GTS wird wohl unter der Anderthalb-Tonnen-Marke durchtauchen.

Weniger Gewicht also, aber mehr Abtrieb. Vor allem dank dem neuen Monster-Heckflügel. Vorne verringert ein breiterer Lufteinlass den Auftrieb und sorgt zudem für eine bessere Luftführung.

Zu den übrigen Verbesserungen gehören diese, äh, unübersehbaren Leichtbauteile in „Acid Orange“ – die dürftet ihr bemerkt haben. Und neue Rücklichter mit organischen LEDs (OLEDs), die laut BMW „vollflächig und homogen leuchten“. Das ist vermutlich eine Umschreibung für „wahnsinnig viel Licht“. Diese Leuchten, so die Münchner, könnten ein neues Zeitalter der Fahrzeugbeleuchtung einleiten, wobei BMW „neue Möglichkeiten eines charakteristischen, unverwechselbaren BMW-Lichtdesigns“ androht.

Das Kürzel GTS hat BMW erstmals beim M3 Coupé der letzten Generation verwendet. Der M3 GTS startete 2010 und war auf nur 150 Stück limitiert. Davor gab es einen noch schnelleren M3 CSL. Und davor einen „GT“. Und noch davor einen „Sport Evo“. Und wieder davor einen „Evo“. Alles klar?

Jedenfalls sollte man sich erinnern, was der letzte M3 GTS für ein Volltreffer war: eine der besten Kreationen der M-Abteilung. Unsere Fahrt über die Großglockner-Hochalpenstraße war eins der besten Erlebnisse in letzter Zeit.

Der Serien-M4 dagegen hat uns bisher ein wenig unbeeindruckt gelassen. Wird der neue GTS also BMWs bissigstem Coupé die Art von Zähnen geben, die wir erwartet haben? Sie müssen das Ding in Serie gehen lassen, bevor wir es herausfinden können …

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