Ben Bowlby von Nissan verrät TG, dass der GT-R letztlich eine Variante des LMP1-Biturbo-V6 nutzen wird

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Die zukünftigen Nissan GT-Rs werden aller Voraussicht nach einen Nachfolger des derzeitigen Biturbo-V6-Motors aus Nissans LMP1-Modell 2015 verwenden.

Im Gespräch mit TopGear bestätigte Ben Bowlby – der Kopf hinter Nissans radikalem Le Mans-Prototyp – dass eine spezielle Version des Biturbo-V6 für den GT-R verwendet werden soll, die zum Antrieb des 1250-PS-Renn-Hybriden eingesetzt wird.

„Der 3,0-Liter-V6 ist eine Art Patenkind des echten, straßentauglichen GT-R“, so Bowlby gegenüber TopGear. „Es handelt sich um einen Direkteinspritzer, und die Verbrennungstechnik sowie die Integration von Turbo- und Ansaugsystem innerhalb des Kopfs sind äußerst vielversprechend und perfekt für die Straße geeignet.“

„Wenn es sich um einen abgedrehten Motor – superleicht mit kurzer Lebensdauer – handelte, wäre er in der Praxis nicht einsetzbar. Aber die Drehzahl ist die gleiche wie bei einem Straßenauto – 6500 U/min – und er ist ein echter Vorläufer des zukünftigen Nissan GT-R-Motors.“

Er erläuterte, wie die Renneinsätze die Entwicklung dieses Motors beschleunigten, der sich als eine der zuverlässigsten Komponenten des LMP1-Rennmodells erwiesen hat. „Ich denke, dass wir durch den Rennbetrieb wichtige Entwicklungsschritte abkürzen können. Wir haben bewiesen, dass unglaublich effiziente und zugleich leistungsstarke Motoren möglich sind – sie liefern etwa die gleiche Leistung wie die Straßenversion (also um die 550 PS), verbrauchen dabei aber nur etwa ein Drittel.“

„Es ist außerdem entscheidend, dass der Rennsport dazu beiträgt, die Wahrnehmung der Menschen dahingehend zu verändern, dass ein kraftstoffeffizienteres Auto für die Umwelt besser ist und weniger Verschwendung bedeutet“, erklärt Bowlby weiter.

Wir wissen natürlich, dass dieser neue, an den LMP1 angelehnte Motor sehr wahrscheinlich auch mit einem Hybridsystem kombiniert wird. So hat der neue Designchef von Nissan, Shiro Nakamura, TopGear vor einiger Zeit bestätigt, dass der frühestens 2018 erhältliche nächste GT-R „ein Hybrid sein wird“.

Es wird also ein Hybridauto mit einem aus dem Rennsport stammenden Motor sein, das – hoffentlich – einiges vom Styling des Vision GT-Konzeptautos übernimmt. Mal ganz ehrlich: Wen soll das nicht vom Hocker reißen?

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