California-T-Nachfolger mit 600 PS, viel Wind und jeder Menge Fahrspaß-Technik

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Ferrari wird auf der IAA 2017 also einen neuen V8 GT zeigen. Doch schon vor der Automesse in Frankfurt hat der italienische Autobauer den Oben-ohne-Sportwagen und Nachfolger des California T enthüllt … den neuen Ferrari Portofino.

Der Portofino ist deutlich aggressiver gestylt als der Vorgänger. An der Front gibt es eine breite Kühlergrillöffnung, die sich von Kante zu Kante erstreckt. Die neuen LED-Scheinwerfer haben an den äußeren Kanten einen weiteren Lufteinlass, der die Luft in die vorderen Radkästen und später entlang der Fahrzeugflanke leitet. Die Heckkonstruktion betont das sportliche Äußere des Wagens, das durch die weiter auseinander platzierten Heckleuchten zusätzlich betont wird. Bei dem Faltdach handelt es sich um ein Hardtop, das bei niedrigen Geschwindigkeiten (eine Zahl nennt Ferrari nicht) geöffnet oder geschlossen werden kann.

Ein paar Zahlen: Der Portofino ist 4,59 Meter lang, 1,94 Meter breit und 1,32 Meter hoch und damit etwas länger, etwas breiter und genauso flach wie der California T. Zum Gewicht äußert sich Ferrari noch nicht. Der Cali brachte jedoch 1.730 Kilogramm auf die Waage und durch die Neugestaltung von Chassis- und Karosserie-Komponenten soll laut Ferrari das Gewicht reduziert worden sein … bei erhöhter Torsionssteifigkeit. Die Gewichtsverteilung des Portofino liegt übrigens bei 46 zu 54 Prozent (vorne/hinten).

Im California T musste man noch mit lausigen 560 PS und 755 Newtonmeter Drehmoment zurechtkommen. Im Portofino wird mit neuen Komponenten (Kolben, Pleuel, Ansaugsystem, Auspuffsystem) und einer spezifischen Kalibrierung der Management-Software die Power des 3,9-Liter-V8-Biturbos noch einmal angehoben. Und zwar auf 600 PS und 760 Newtonmeter Drehmoment. 0-100 km/h gelingt in 3,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit soll laut Ferrari bei über 320 km/h liegen. Wenn ihr diese Fahrleistungen allerdings zu oft abruft, wird sich der angegebene Durchschnittsverbrauch von 10,5 Liter je 100 Kilometer wohl nicht realisieren lassen.

Die dynamischen Eigenschaften des Ferrari Portofino wurden ebenfalls komplett überarbeitet. So kommt an der angetriebenen Hinterachse das elektronische Differential der dritten Generation (E-Diff3) mit F1-Trac zum Einsatz, wodurch sowohl der mechanische Grip als auch die Kontrolle des Autos am Limit verbessert werden sollten. Der Ferrari Portofino ist außerdem der erste GT der Serie, der mit einer elektrischen Lenkung ausgerüstet ist. Das magnetorheologische Dämpfungssystem wurde darüber hinaus verbessert, um den Rollwiderstand zu reduzieren, so Ferrari.

In den Innenraum packt der Hersteller allerlei Komfort-Features. So ist der Viersitzer (die hinteren Sitze sind traditionell eher für sehr kurze Fahrten oder kleine Kinder geeignet) mit einem neuen Infotainment-System samt 10,2-Zoll-Touchscreen, einer neuen Klimaanlage, einem neuen Lenkrad, 18-fach verstellbaren Sitzen und einem optionalen Beifahrerdisplay ausgestattet. Und durch neue Windabweiser konnten Luftstrom und Geräuschentwicklung bei offenem Verdeck laut Hersteller um 30 Prozent gesenkt werden. Einen Preis nennt Ferrari noch nicht.

Autor: Manuel Lehbrink

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