Dieser streng limitierte 964 RSR wurde in einer Scheune gefunden. Mit nur zehn Kilometern auf der Uhr  

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Was ist das für ein porschiger Schmutzfink?

Boah, echt jetzt ... haltet euch mit Kritik zurück, ihr fiesen Schwarzmaler. Dieser rattige Porsche mag alt aussehen, aber eigentlich ist er brandneu. Seit er 1993 aus dem Werk rollte, hat er erst zehn Kilometer angesammelt. Anschließend wurde er in einer Scheune abgestellt und für immer vergessen. Nun, zumindest bis vor Kurzem. Denn jetzt hat ihn irgendjemand aus dieser Scheune befreit und in RM Sotheby's anvertraut, die das gute, leicht fertige Stück nächsten Monat in Villa Erba versteigern.


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Ist das nicht ein RSR?

Jawohl ja. Ein 964 RSR: einer der seltensten hardcoresten Elfer, der Zuffenhausen je verlassen hat. Nur 51 Exemplare wurden gebaut. Entsprechend sorgt diese Rennversion des Carrera RS mitsamt ihrer Turbo-Karosse bei Porsche-Jüngern für extrem weiche Knie.


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Warum wurde er nicht gefahren?

Soweit wir wissen, wanderte dieser streng limitierte 911 direkt in eine private Sammlung, wo irgendjemand ganz offensichtlich eine Aversion gegens Fahren hatte. Er wurde beinahe 25 Jahre nicht bewegt. Unter all dem Scheunen-Schmodder findet man noch immer die Anti-Rost-Beschichtung vom Werk.


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Was steckt hinten drin?

Ein luftgekühlter 3,8-Liter-Sechszylinder (für alle Nerds: Das ist der RSR-spezifische M64/04). Diese trockengesumpfte Maschine entwickelte seinerzeit 350 PS und 385 Newtonmeter. Geschaltet wurde über ein manuelles Fünfgang-Transaxle-Getriebe. Aber bedenkt man, dass die Bude fast 25 Jahre keine Bewegung hatte, gehen wir davon aus, dass diverse Schläuche und Dichtungen schon bessere Tage gesehen haben.


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Wie schnell war er?

Nun, es ist ja allseits bekannt, dass Porsches Leistungsangaben eher konservativ sind. Als man den RSR damals auf einen Prüfstand stellte, produzierte er 375 PS. Und das amerikansiche Car and Driver-Magazin ermittelte einst einen 0-60-mph-Wert von 3,7 Sekunden. Damit war er schneller als ein Ferrari F40.


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Grundgütiger! Was für ein Interieur

Äh … ja! Ungefähr das Rot, das man sehen würde, wenn man Kopf voran ein einen Wal spränge. Dieser RSR war eine Einzelanfertigung mit Lack in „Polarsilber“ und Leder in „Can Can Rot“. Es handelt sich außerdem um einen von lediglich zwei RSRs mit vollausgestattetem Interieur.


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Wie vollausgestattet ist „vollausgestattet“?

Vollausgestattet halt. So richtig. Dieser 964 hat Leder an den Competition-Sitzen (deren Rückseite in Wagenfarbe lackiert ist), am kompletten Armaturenbrett, der Lenksäule, dem Lenkrad und den Türpappen. Sogar der Käfig wurde in dieses leicht aus dem Ruder gelaufene Rot gehüllt. Nicht zu vergessen: Knallrote Fußmatten und farblich einwandfrei passende Schroth-Gurte. Die silbernen Instrumente sind von silbergrauem Leder umgeben. Das gilt auch für die Türgriffe. Irre, wirklich …


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Ich mag diese Räder.

Wir auch! Eine weitere sehr spezielle Option: Der Stern dieser superbreiten Speedline-Dreiteiler ist in Amethyst Metallic lackiert. Die Bremssättel sind Gold. Kann man mal machen …


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Jetzt mal Tacheles: Was soll der Bock kosten?

RM Sotheby's hat nicht veröffentlicht, was sie sich so vorstellen. Aber ihr wisst ja, was oldschoolige, luftgekühlte Porsches derzeit so an verrückten Preisen erzielen. Also geht einfach mal davon aus, dass dieser sehr spezielle Scheunenfund für einen sehr großen Batzen Kohle den Besitzer wechseln wird. Vielleicht sind sie ja so nett und waschen ihn vorher noch ...

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