Das zügellose Dragstrip-Ultra-Muscle-Car von Dodge ist gelandet. Und der Challenger SRT Demon kann tatsächlich Wheelies machen …

Dodge Challenger Demon 2017 Promo1

Vergesst jetzt alles, was ihr über den neuen Dodge Challenger SRT Demon gehört habt. Verglichen mit dem, was wir euch jetzt zu berichten haben, waren alle vorausgegangenen Vermutungen reinste Wattebällchen. Bei diesem Auto handelt es sich nicht um eine aufgewärmte Hellcat, sondern um ein einzigartiges neues Modell, das dafür sorgt, dass ihr all eure Vorstellungen von Muscle Cars überdenken müsst.

Ihr glaubt uns nicht? Dann starten wir mit fünf atemberaubenden Punkten, die den neuen Dodge Demon ausmachen ...


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1. Er ist das Serienfahrzeug mit der besten Beschleunigung. 0-60 mph (also 0-97 km/h) gelingt in satanischen 2,3 Sekunden. Damit ist er schneller als ein Bugatti Chiron (2,4 Sekunden) und ein Tesla Model S P100D im Ludicrous-Modus (2,3 Sekunden und ein bisschen). Und zwar, obwohl der Demon lediglich Hinterradantrieb hat. Die beiden Vergleichsmodelle verfügen über Allrad. Puh.

2. Er ist das schnellste Serienfahrzeug auf der Viertelmeile. Seid ihr bereit für diese Zeit? Der Dodge Demon überquert die Ziellinie nach 9,65 Sekunden und mit einer Geschwindigkeit von 225 km/h. Ein Vergleich? Die neuesten Supersportwagen von McLaren, Porsche und Ferrari schaffen dieses Kunststück in „nur“ 9,8 Sekunden. Der Chiron dürfte schneller sein, aber bis dahin ist der Demon der König des Dragstrips.

3. Dieses Serienfahrzeug kann beim Beschleunigen die größten G-Kräfte produzieren. Um die beiden obigen Zahlen zu realisieren, muss Physik passieren. Das ist beim Demon nicht anders. Stellt euch mal für ein bis zwei Sekunden vor, wie sich 1,8 G anfühlen. Ja genau, schwerwiegend ...

4. Er ist das erste Serienfahrzeug überhaupt, bei dem die Vorderräder beim Beschleunigen abheben. Lest den letzten Satz ruhig noch einmal. Ja, der Demon kann Wheelies. Keine großen, die euch die Heckschürze abreißen, aber ein Wheelie ist eben ein Wheelie. Und Dodge behauptet nicht einfach nur, dass der Demon die Vorderfüße heben kann, das Guinessbuch der Rekorde bestätigt dies sogar. 89 Zentimeter war er lang und jetzt hat der Demon die Auszeichnung „Längster Wheelie eines Serienfahrzeugs aus dem Stand“.

5. Er ist ein Serienfahrzeug, das auf allen Strecken der National Hot Rod Association (NHRA) Hausverbot hat. Warum? Ganz einfach: Der Demon ist schlichtweg eine Nummer zu schnell.

Aber so atemberaubend diese Zahlen und Fakten auch sein mögen, sie sind nur ein winziger Teil der sehr langen Demon-Geschichte. Die Frage ist deshalb: Wie schafft es der Demon – der im Grunde ja auch nur ein Challenger ist –, eine solche Performance zu entwickeln? Die Antwort: 97 neue Teile, die Streichung einiger Bauteile und extrem viel Leichtbau ...


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Beginnen wir mit dem Herzstück: dem Motor. Abgesehen davon, dass beide V8-Aggregate von einem Kompressor beatmet werden, sind lediglich die Zylinderköpfe von Hellcat und Demon identisch. Alle anderen Bauteile des Demon sind neu. Und das müssen sie auch sein.

Während die Hellcat 717 PS leistet und 881 Newtonmeter Drehmoment bei 4000 Touren entwickelt, ist der Demon – mit 91-Oktan-Benzin – für 819 PS und 972 Newtonmeter gut. Ein nützlicher Leistungsanstieg, aber er erklärt nicht die obigen Zahlen und Zeiten. Ein guter Zeitpunkt, um euch über das Demon-Race-Kit aufzuklären, welches für jedes der rund 3000 Fahrzeuge erhältlich sein wird.

Wenn ihr den Demon kauft, erhaltet ihr außerdem einen Coupon. Werft diesen Coupon nicht weg. Denn dieser Coupon ermöglicht euch, das Demon-Race-Kit für nur einen US-Dollar zu erstehen. Es beinhaltet alles, um euren Demon von einem Auto mit Straßenzulassung zu einem Demon für den Dragstrip umzurüsten.

Mit dazu gehören unter anderem schmalere, kleinere und leichtere Vorderräder – als Standard sind nämlich 315er-Nitto-NT05R-Drag-Reifen rundherum aufgezogen – und ein Controller, der in die Mittelkonsole geschraubt wird. Wenn der Controller verbaut ist, könnt ihr den Demon per Knopfdruck mit 100-Oktan-Benzin laufen lassen.

Das Auto misst die Oktanzahl, und wenn diese den Wert 100 erreicht, werden alle Motoreinstellungen zurückgesetzt, um das Beste aus der Maschine herauszuholen. In diesem Modus leistet der Demon 852 PS und 1044 Newtonmeter Drehmoment. Und zwar egal bei welcher Temperatur, denn ein Kühlsystem verringert die Temperatur der angesaugten Kompressorluft um rund sieben Grad Celcius.

Je kühler die Luft, desto dichter ist sie. Und je dichter die Luft, umso mehr kann man davon in einen Zylinder packen. Mehr Luft bedeutet einen größeren Knall. Und ein größerer Knall heißt mehr Leistung. Ganz einfach, oder? Damit auch mehr Luft am Motor ankommt, wurden deutlich mehr Einlassöffnungen in die Challenger-Front gebohrt. Mit dabei? Die größte Motorhaubenhutze, die jemals bei einem Serienfahrzeug zum Einsatz kam. Klar ...

All diese Maßnahmen wären aber nicht so effektiv, wenn der Demon gegenüber der Hellcat nicht ein paar Kilos verloren hätte. In Zahlen: Der Demon wiegt knapp 91 Kilogramm weniger als die Hellcat.

Um Gewicht zu sparen, wird der Demon serienmäßig mit nur einem Sitz ausgeliefert: dem des Fahrers. Wenn ihr einen Beifahrerplatz möchtet, könnt ihr diesen dazubuchen. Für einen US-Dollar. Wenn ihr unbedingt eine Rückbank möchtet, findet ihr auch diese in der Aufpreisliste für … ja … einen weiteren US-Dollar. Ein bahnbrechendes Konzept, oder?

Ein weiteres Novum für ein Serienfahrzeug? Der Demon verfügt über eine Getriebebremse. Diese Dragster-Klammer sperrt die Gangbox, damit ihr den Antriebsstrang unter Vorspannung setzen könnt, ohne dass der Wagen davonschiebt. Was bei der schmalen Vorderrad-Dragbereifung schon einmal passieren kann.

Ihr stellt euch an den Start, aktiviert das System und drückt das Gaspedal in den Fußboden. Wenn jetzt das grüne Licht erscheint, müsst ihr nur noch die Getriebebremse per Knopfdruck lösen und schon geht es mit einem Wheelie und 719 Newtonmeter (die vom Start weg anliegen) in Richtung Ziellinie. Damit sichergestellt ist, dass ihr es auch bis zum Ende des Dragstrips schafft, wurde der Antriebsstrang massiv verstärkt.

Aber denkt nicht, dass der Demon mit Kurven nicht umgehen könnte. Bloß nicht. Mit verstellbaren Dämpfern kann der Demon auch einen anspruchsvollen Rundkurs unter die Räder nehmen. Und das wahrscheinlich besser, als jeder andere Challenger zuvor. Bei Kurventests wurden nämlich extrem hohe G-Werte ermittelt.

Die Höchstgeschwindigkeit ist wegen der Drag-Bereifung übrigens bei 270 km/h begrenzt. Und wenn die 315er überall aufgezogen sind, verzögert der Demon besser als eine Viper ACR.

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So liebste Leser, bei diesem wahnwitzigen Informationshaufen wollen wir es vorerst belassen. Wir denken er liefert euch genug Gesprächsstoff für all die Wochen, die es noch dauern wird, bis wir den Dodge Challenger SRT Demon vielleicht einmal fahren dürfen.

Ihr wollt Infos zur Markteinführung und zum Preis? Hier heißt es: Nur Geduld ...

Autor: TopGear/Manuel Lehbrink 

 

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