Leider ist er nur für die Strecke (und für Amerikaner)

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Das ist ein Ford Performance Shelby Mustang FP350S und es ist nicht erlaubt, ihn auf der Straße zu fahren. Das sind die schlechten Nachrichten. Die wir möglichst schnell aus dem Weg räumen wollten, denn der Rest dieses Geräts sieht absolut großartig aus. Ihr wollt einen Clubsport-Racer mit einem generösen Schuß US-Aroma? Eure Suche ist hiermit beendet.

Erstmals gezeigt wurde das gute Stück diese Woche auf der US Performance Racing Industry Show in Indianapolis (wir haben gehört, in der Nähe soll hin und wieder ein ziemlich berühmtes Rennen stattfinden). Es handelt sich um einen leergeräumten, massiv aerodynamisierten, aufgemotzten Mustang, der ausschließlich auf der Rennstrecke gefahren werden darf. Und nein, es ist kein Dragster, Funny Car, Top-Fuel-Car oder irgendetwas anderes, das nur geradeaus fahren kann. Es ist auch kein NASCAR. Offenbar ist dieses Auto tatsächlich in der Lage Rechts- UND Linkskurven zu fahren.

Deshalb wird sich der neue Shelby Mustanf FP350S seine Hörner in der Trans-Am, der NASA (National Auto Sport Association, nicht Weltraum) und im SCAA Club Racing abstoßen. Er kommt komplett fahrfertig und ist für Menschen gedacht, die gerne Trackdays und Amateur-Rennserien fahren, ohne dass die Kosten dafür einer Telefonnummer gleichen. Abgesehen davon sieht er absolut wundervoll aus.

Befreit von den Zwängen der Straßentauglichkeit hat Ford dem Eimer einen Frontspoiler in Brückengröße verpasst und auf dem Carbon-Heckflügel könnte man vermutlich ein Flugzeug landen. Der V8 wurde auf 5,2 Liter Hubraum aufgebohrt, dreht unanständige 8250 Touren und entlässt seinen Zorn durch einen schalldämpferlosen Auspuff. Außerdem dabei: ein Renn-Schaltgetriebe mit eigener, aufgemöbelter Ölpumpe, eine komplett optimierte Kühlung, größere Bremsen, ein einstellbares Fahrwerk sowie eine neu kalibrierte Lenkung.

Innen findet ihr einen FIA-zertifizierten Überrollkäfig, einen Sparco-Sitz, ein abnehmbares Lenkrad und ein Data-Logging-System, damit eure Boxencrew schneller herausfinden kann, wo genau auf eurer Runde ihr besonders langsam, voller Furcht oder einfach nur grottenschlecht wart.

Unglücklicherweise, liebe Trackday-Freunde in Europa, wird es den Shelby Mustang FP350S ausschließlich in den Vereinigten Staaten von Donalds Gnaden geben. Und auch dort gibt es bisher noch keine Preise. Solltet Ihr zufälligerweise in Amerika zuhause sein, dann könnt ihr das mit dem Geld aber relativ schnell rausfinden. Jawohl, der freundliche Ford-Händler um die Ecke verkauft euch das Teil ab 2017. Einfach so. Keine geheimen Hinterzimmer-Deals, ihr geht einfach rein und fragt nach einem Rennauto. Wenn das nicht der amerikanische Traum ist, dann wissen wir es auch nicht …

Autor: TopGear/Stefan Wagner

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