Sorry, liebe Fans forscher Franzosen. Zu wenig Werks-Kapazität bedeutet das Aus für handgeschalteten Über-Clio

Renault Clio Rs275 Trophy 16 01

2016, es wird Zeit, dass du gehst. Die Politik, der Tod so vieler cooler Stars und jetzt ergießt sich die Wolke mit den schlechten Nachrichten auch noch auf unsere Welt der schnellen, spaßigen Autos. Jap, wie Renault heute verkündet hat, geht der wundervolle Clio R.S.16 nicht in Serie.

TopGear erhielt ein offizielles Statement von Renault, in dem die Entscheidung, den ultimativen Clio nicht zu bauen, erklärt wird.

Zusammenfassend heißt es dort, dass das Werk in Dieppe (genau, da wo die R.S.-Modelle, die Rennwagen und diverse Verrücktheiten der Vergangenheit wie der Clio V6 herkommen) sich auf die Produktion der neuen Alpine vorbereite, der Fokus nun voll auf dem kommenden Sport-Coupé liege und man die Aufmerksamkeit nicht von der Alpine weglenken wolle, um ein paar R.S.16 zu bauen.

Man habe zwar überlegt, den Start des R.S.16 auf einen Zeitpunkt nach der Einführung der Alpine zu verschieben, aber das hätte erste Hälfte 2018 bedeutet und so lange könnten die Kunden nicht warten.

Es ist also nicht so, dass Renault nicht genug Gaskranke gefunden hätte, die bereit gewesen wären, über 40.000 Euro für einen Mega-Clio auszugeben. Umwelt-Auflagen sind ebenfalls nicht Schuld. Es ist schlicht und einfach so, dass man derzeit nicht die Kapazitäten hat, einen R.S.16 zu bauen, während man gleichzeitig einen komplett neuen Sportwagen anrührt, der Porsche 718 Cayman und Alfa 4C beerdigen soll. Wenn das keine bittersüßen Nachrichten sind.

Nur zur Erinnerung: Der Clio R.S.16 war „ein bisschen mehr“ als ein paar Extra-PS und ein großer Wing. Der Motor kam vom mittlerweile eingestampften Mégane R.S. Trophy und leistete 275 PS, die über eine mechanische Sperre auf die Vorderräder gingen. Das Fahrwerk wurde rausgeschmissen und durch eine deutlich streckentauglichere Lösung ersetzt, es gab größere Bremsen, klebrigere Reifen und ein Schaltgetriebe anstatt der viel kritisierten Doppelkupplung.

Das Datenblatt las sich wie ein Wunschzettel für Hot-Hatch-Fans. Renault war sogar schon so weit, dass man ein Auto für den Crashtest zerstörte. Gerüchten zufolge wollte man sogar den Nürburgring-Rekord des Golf GTI Clubsport S zurückerobern.

Jetzt wird der R.S.16 nie einen Händler-Schauraum von innen sehen. Wir sollten uns damit trösten, dass er für ein anderes hochambitioniertes Sportwagen-Projekt sterben musste. Renault kann sich nun voll darauf konzentrieren, mit der Alpine ein neues, attraktives und bezahlbares Fahrerauto auf den Markt zu bringen. Kein Druck also ...

Autor: TopGear

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